Vertrag läuft im Sommer aus

FC Bayern: Alaba-Transfer vor Abschluss? Rummenigge lässt aufhorchen

Der FC Bayern und David Alaba gehen am Saisonende wohl getrennte Wege. Sein Berater hat vier Klubs auf der Liste.

  • Der FC Bayern hat das Vertragsangebot an David Alaba schon vor Wochen zurückgezogen.
  • Sein Berater Pini Zahavi muss nun einen neuen Klub suchen und hat vier potenzielle Arbeitgeber ausgemacht.
  • Ab Januar können offiziell Verhandlungen aufgenommen werden.
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Update vom 10. Dezember 2020: David Alaba stand gegen Lokomotive Moskau nicht im Kader. Aufgrund von „Belastungssteuerung“, wie es offiziell vonseiten des FC Bayern hieß, fehlte der Österreicher im Aufgebot der Roten. Aktuell verdichten sich die Anzeichen, dass der Triple-Sieger bald langfristig ohne Alaba planen muss. Vieles deutet daraufhin, dass der 28-Jährige den FCB im Sommer verlässt.

Nun hat sich Karl-Heinz Rummenigge über die Zukunft des Nationalspielers geäußert - wenn auch etwas vielsagend. Im Gespräch mit der italienischen Zeitung Tuttosport verweigerte der Vorstandsboss der Münchner jedoch eine konkrete Antwort auf die Frage nach einem Interesse Juventus Turins. Rummenigge erklärte lediglich, es sei „normal, dass die europäischen Spitzenklubs über Alaba nachdenken.“ Zu diesen Spitzenklubs gehören insbesondere Barcelona, Real Madrid, Chelsea und PSG. (siehe Erstmeldung).

Wohin die Reise letztlich geht, wisse auch Rummenigge nicht. „Jetzt liegt es an ihm, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen.“ Dass Alaba noch einmal in München verlängert, ist zwar unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen. „Vielleicht wechselt er das Team. Oder er überlegt es sich anders und entscheidet sich, bei Bayern zu bleiben. Das werden wir sehen.“

David Alaba (l.) und Jerome Boateng im Bayern-Training.

FC Bayern: Alaba-Transfer vor Abschluss? Berater stellt vier Top-Klubs vor

Erstmeldung vom 9. Dezember 2020: München - Der FC Bayern hat vor Wochen den Poker um eine Vertragsverlängerung mit David Alaba für beendet erklärt. Zuletzt ist rund um den Österreicher wieder etwas Ruhe eingekehrt - doch das könnte sich schon im neuen Jahr schnell ändern.

Wie geht es weiter mit David Alaba? Der FC Bayern hat sein Vertragsangebot vorzeitig zurückgezogen. Nach aktuellem Stand endet im Sommer die bayrisch-österreichische Liebesbeziehung nach 13 gemeinsamen Jahren. Die Bayern-Bosse haben der Alaba-Seite den Ball zugespielt und können die Entwicklung ganz entspannt beobachten. Es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig.

FC Bayern: David Alaba darf mit anderen Klubs sprechen

Ab 1. Januar dürfen interessierte Vereine direkt mit Alaba und seinem Berater Pini Zahavi sprechen, ohne den FC Bayern vorher darüber zu informieren. So ist das Prozedere im Profifußball ein halbes Jahr vor auslaufenden Verträgen. Der Druck liegt nun bei Alaba und vor allem seinem Berater Zahavi, einen Abnehmer zu finden, der die hohen Gehaltsforderungen stemmen kann. Viele Klubs stehen nicht zur Auswahl.

FC Bayern: Alaba will zu Barca oder Real

Alaba präferiert einen Wechsel nach Spanien zu Real Madrid oder Barcelona. Das Problem: Beide Topklubs stecken corona-bedingt in einer finanziellen Krise. Zudem habe sich Zahavi laut Sport Bild in Barcelona keine Freunde gemacht, als er 2017 Superstar Neymar für 222 Millionen Euro dank einer Klausel zu Paris Saint-Germain transferierte. Bei Barca stehen am 24. Januar neue Präsidentschaftswahlen an. Einer der neun Kandidaten ist Joan Laporta, der bereits zwischen 2003 und 2010 das Amt innehatte. Laporta und Zahavi kennen und schätzen sich. Bei einer erfolgreichen Wahl könnte Laporta zur Transfer-Offensive blasen und als erstes Alaba präsentieren.

Deutlich unwahrscheinlicher ist ein Wechsel zu Real Madrid. Trainer Zinedine Zidane soll zwar schon mit Alaba Kontakt aufgenommen haben, doch der Wechsel ist für die Königlichen nicht finanzierbar, heißt es. Abwehrchef und Kapitän Sergio Ramos steht zudem vor einer Vertragsverlängerung und würde somit einen Alaba-Transfer blockieren.

FC Bayern: Alaba-Berater liefert Alternativen

Sollte sich ein Wechsel nach Spanien zerschlagen, hat Zahavi PSG und Chelsea als zahlungskräftige Alternativen auserkoren. Die Blues, die unter Trainer Frank Lampard gerade eine junge Mannschaft aufbauen, sollen aber ohnehin andere Pläne haben. Ein realistisches Ziel könnte der Scheich-Klub PSG sein.

Die Tuchel-Elf könnte einen Abwehrspieler wie Alaba auf dem Weg zum lang ersehnten Triumph in der Champions League gut gebrauchen, auch das Salär wäre wohl kein Problem. Allerdings darf bezweifelt werden, ob die französische Liga den Ansprüchen des Österreichers genügt. Am Ende könnte der FC Bayern profitieren, vielleicht kommt es ja doch noch zu einer unverhofften Vertragsverlängerung mit Alaba. (ck)

Rubriklistenbild: © Lukas Barth/epa/Pool/dpa

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