Unruhe beim FC Bayern

Alaba-Posse geht in die nächste Runde - Berater teilt aus: „Herr Salihamidzic hat offenbar vergessen, wer ...“

  • Der FC Bayern will mit Abwehrchef David Alaba verlängern, doch der 28-Jährige will deutlich mehr Geld.
  • FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß schimpfte im Live-TV über seinen Spieler, nun ist der Grund klar.
  • Der Sportvorstand Hasan Salihamidzic soll bei einem Vertragsgespräch wegen Alabas Berater „ausgeflippt" sein

Update vom 18. September, 12.15 Uhr: Wegen David Alaba: Vor dem Bundesliga-Auftakt des FC Bayern gegen den FC Schalke (20.30 Uhr, bei tz.de im Live-Ticker) erteilt Karl-Heinz Rummenigge Ehrenpräsident Uli Hoeneß einen Rüffel.

Krach um David Alaba: Pini Zahavi wehrt sich gegen Hasan Salihamidzic

Update vom 17. September, 16.54 Uhr: Nachdem Hasan Salihamidzic im Kicker in Richtung des Beraters von David Alaba, Pini Zahavi, austeilte und klarstellte, dass sich Alaba finanziell hinter Manuel Neuer und Robert Lewandowski anstellen müsse, reagierte Zahavi nun gegenüber Sky. Über das Vorgehen der Bayern wolle er keinen Kommentar abgeben. „Nur so viel: Herr Salihamidzic hat offenbar vergessen, wer der Berater von Robert Lewandowski ist.“ Zahavi selbst habe dessen Vertrag im vergangenen Jahr ausgehandelt und wisse deshalb genau, was der Stürmer verdiene. „Was wir für David fordern, liegt deutlich unter dem Gehalt von Robert.“

Klingt nicht danach, als kämen sich Vereins- und Spielerseite aktuell näher. Ob die Vertragsverlängerung trotz der öffentlich ausgetragenen Streitigkeiten zustande kommen wird, bleibt weiter offen.

Update vom 17. September, 13.07 Uhr: Aktuell herrscht viel Chaos beim FC Bayern. Der Abgang von Thiago steht bevor, FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge bestätigt eine Einigung mit dem FC Liverpool. Darüber hinaus hat sich der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters auch zum Thema David Alaba, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic und die Vertragsverhandlungen geäußert.

Dabei verpasste er allen Beteiligten einen Maulkorb! „Alle sollten jetzt mal ruhig sein, so lange verhandelt wird“, wird Rummenigge von der Bild zitiert. Zuletzt kochten die Emotionen vor allem auf FCB-Seite doch etwas über. Hoeneß hatte sich im SPORT1-Doppelpass abfällig über Alaba-Berater Pini Zahavi geäußert. Auch Sportdirektor Salihamidzic hatte im kicker deutlich gemacht, dass man den Forderungen nicht nachgehen werde.

Man darf gespannt sein, wie lange jetzt an der Säbener Straße Ruhe herrscht.

FC Bayern: Salihamidzic rastete wegen Alaba-Berater Zahavi aus - jetzt legt er gewaltig nach

Update vom 17. September, 8.10 Uhr: Nachdem Hasan Salihamidzic Ende Juli bei den Vertragsverhandlungen um David Alaba schon der Kragen platzte, meldet sich der Sportvorstand nun wieder zu Wort. „Brazzo" macht dem Österreicher eine klare Ansage - und zeigt ihm die Grenzen des Vertragspokers auf.

Er führte im Kicker die „Geldrangliste“ beim FC Bayern auf und stellte klar, bis zu welchem Punkt das Gehalt verhandelbar ist. „Beim FC Bayern gibt es eine sportliche und finanzielle Obergrenze: Robert Lewandowski und Manuel Neuer“, sagte Salihamidzic. „Ich denke nicht, dass David selbst glaubt, er stünde über diesen zwei Kollegen.“ Neuer und Lewandowski verdienen zwischen 18 und 20 Millionen Euro pro Jahr.

Salihamidzic betonte auch in Richtung des Alaba-Beraters Zahavi, dass der FC Bayern „Verrücktheiten, wie er das vielleicht aus anderen Vereinen kennt“ nicht machen werde. „Schon gar nicht in einer Zeit, in der Umsätze und Gewinn einbrechen, im Fußball wie überall im Wirtschaftsleben.“

Beim Bundesliga-Auftakt gegen Schalke wird Alaba dabei sein. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel lässt sich Hansi Flick vielleicht auch etwas über die Situation des Österreichers entlocken.

FC Bayern: Darum kritisierte Hoeneß Alabas Berater - Salihamidzic platzte die Hutschnur beim Vertragsgespräch

Erstmeldung vom 16. September: München - Die diesjährige Saisonplanung des FC Bayern ist im vollen Gange, doch sie hat einen großen Schönheitsfehler: die Vertrags-Posse um David Alaba. Nach der Schlammschlacht zwischen FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Alabas Berater Pinhas „Pini“ Zahavi soll ist Zukunft des Österreichers offener denn je .

Wie so manches Mal in der Vergangenheit schlug Hoeneß mit seinen Aussagen im Fall Alaba über die Stränge. Im Sport1-Doppelpass bezeichnete er Alabas Berater Pinhas Zahavi als „geldgierigen Piranha“ und verriet außerdem im Live-TV, dass es „nur um Geld und sonst gar nichts“ ginge. Alaba soll weit über 20 Millionen Euro Jahresgehalt fordern, weshalb der Deal hakt. Doch Alaba selbst war es, der den harten Verhandlungspartner Zahavi einstellte.

Die harte Kritik des Bayern-Machers Hoeneß könnte sich nun als kontraproduktiv für eine Unterschrift des 29-Jährigen erweisen. Ein Alaba-Abschied scheint nun möglich und würde ein Loch in den Bayern-Kader reißen.

Hoeneß soll einem Bericht von Sport Bild zufolge im Vorfeld von dem Geschehnissen der Vertragsverhandlungen mit Alabas Berater Zahavi erfahren haben. Beim Verhandlungs-Auftakt am 24. Juli sollen sich Zahavi und Vater George Alaba mit Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic im Münchner Lokal „Bogenhauser Hof“ getroffen haben. Dabei wurde der Sportvorstand Salihamidzic aufgrund einer Aussage Zahavis wütend, woraufhin er laut Hoeneß „völlig ausgeflippt ist“.

Der Grund für Brazzos Wut soll eine Argumentation des Star-Beraters gewesen sein, wonach dem FC Bayern Millioneneinnahmen durch Fernsehgelder von Amazon winken würden. Daraufhin soll Salihamidzic dem Spielerberater seine Meinung gegeigt und Zahavi gefragt haben, in welcher Welt er leben würde, um einen solchen Unsinn von sich zu geben.

FC Bayern: Zahavi über Hoeneß - „Haben nie gesprochen, er kennt mich nicht“

Alaba äußerte zu Beginn der Woche den Wunsch, „dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird“. Den Österreicher haben „ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt“, wie er der Bild gegenüber mitteilte. Sein Berater zeigte sich über den Hoeneß-Angriff ebenso erstaunt. „Wir haben nie gesprochen, er kennt mich nicht“, so der 77-Jährige. George Alaba soll Hoeneß‘ Äußerungen als „schmutzige Lügen“ bezeichnet haben, da dieser dem Vater vorwarf, sich zu sehr von „Piranha" Zahavi beeinflussen zu lassen.

Eine Einigung scheint nicht unbedingt der nächste Schritt im Vertrags-Poker zu sein, andererseits liegt dem Champions-League-Sieger scheinbar noch kein Angebot eines anderen Klubs für Alaba vor. So wird der Österreicher weiterhin an der Säbener Straße unter Trainer Hansi Flick mit seinen Kollegen auf den Saisonauftakt hinarbeiten. Am Freitag startet der FC Bayern in die neue Bundesliga-Saison.* Beim Team von Hansi Flick gibt es trotz des Triple-Sieges einige Baustellen. (ajr)

Thiago ist Geschichte beim FC Bayern. Der Spanier hinterlässt eine Lücke, die von einem Profi geschlossen werden könnte, der noch auf seinen großen Durchbruch beim FC Bayern wartet.

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa

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