FCB setzt auf Nachwuchs

Der nächste Thomas Müller? Bayern-Juwel sorgt für Furore - Sogar die Konkurrenz schwärmt

Im Topspiel gegen Leipzig traten die Bayern nicht immer wie der Krösus der Bundesliga auf. Aber auf zwei Profis konnten sich die Roten verlassen: Thomas Müller und Jamal Musiala.

München - Wo bleibt der nächste Müller? Eine Frage, die die Bosse an der Säbener Straße in den vergangenen Jahren nur zu oft gestellt bekommen hatten - und stets mit der Bitte um Geduld beantwortet hatten. Vergangenen Samstag, beim Blick auf die Torschützen nach dem 3:3 im Topspiel gegen Leipzig, dürften sich die Herrschaften bestätigt gefühlt haben.

Klar, der Punkt und insbesondere die Leistung gegen den Titelkonkurrenten waren ausbaufähig, die Namen auf der Anzeigetafel der Allianz Arena dagegen der beste Beweis dafür, dass ihr Plan aufgegangen war. Da standen: Thomas Müller, 31 Jahre alt, zwei Tore. Und Jamal Musiala, 14 Jahre jünger, ein Treffer. Bayerns M&M’s, Gegenwart und Zukunft des Klubs vereint auf einem Spielberichtsbogen.

FC Bayern in der Zukunft: Auch Nagelsmann staunt über Toptalent Musiala

Dass das Thema Nachwuchs in der Machtzentrale an der Säbener Straße die vergangenen Jahre über ein heikles war, ist offensichtlich. Die Profis stürmten von Titel zu Titel, besagte Stars kamen jedoch leider nur noch viel zu selten aus der eigenen Schmiede. Ein brandneuer Jugendcampus sowie ein durchdachtes Konzept und drei Jahre später ist alles anders.

Das scheint auch Julian Nagelsmann bemerkt zu haben. „Die Bayern treffen auch im Nachwuchs sehr gute Entscheidungen. Sie haben auch ein paar Spieler von Hoffenheim verpflichtet, die oben rauskommen werden“, meinte der Cheftrainer der Leipziger und fügte mit Blick auf den Torschützen Musiala an: „Er hat jetzt keinen Brecherkörper, aber ist schon sehr flink und schwer zu greifen.“

FC Bayern München: Flick-Sonderlob für Juwel Musiala

Die Meinung vertrat auch Hansi Flick und attestierte Juwel Jamal eine sehr „reife“ Leistung. Gleiches galt für seinen fast doppelt so alten Kollegen Müller. So reif, dass der Weltmeister von nach Schlusspfiff wieder Fragen über Jogi Löw beantworten musste, sich dabei aber lieber aufs Wesentliche konzentrierte.

„Für mich waren heute auch bei mir zu viele Ballverluste dabei“, meinte er bei Sky. „Natürlich schießt man nicht in jedem Spiel zwei Tore, gerade in so einem. Aber für mich persönlich wäre mehr drin gewesen.“ Ohne ihn und Musiala aber auch weniger. (lop)

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert/afp

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