Debüt zum Vergessen

Einstiger Bayern-Liebling völlig abgestürzt: Jetzt blamiert er sich sogar im Fußball-Niemandsland

James Rodríguez und Javi Martínez legten beim FC Bayern zwei ganz unterschiedliche Karrieren hin.
+
James Rodríguez und Javi Martínez legten beim FC Bayern zwei ganz unterschiedliche Karrieren hin. Einer von ihnen scheint jetzt ganz unten angekommen zu sein.

Seit Jahren geht es für einen einst gefeierten Bayern-Star nur noch bergab. Jetzt droht er mit 30 Jahren sogar da zu scheitern, wo sonst nur Halbprofis und Fußball-Rentner kicken.

Ar-Rayyan - Mit einer Weltmeisterschaft zum Träumen hat sich James Rodríguez 2014 in die Herzen aller Kolumbianer und ins Trikot von Real Madrid gespielt, aber auch einen immensen Druck auf die Schultern geladen: Fortan wurde der hochveranlagte Offensivmann mit den ganz Großen der Fußballwelt verglichen. Die riesigen Erwartungen, die auf einmal alle an den Shootingstar stellten, konnte James nie wirklich erfüllen – erst bei Real Madrid, dann beim FC Bayern München, nochmal bei den „Galaktischen“, später beim FC Everton. Jetzt droht er sogar im Fußball-Niemandsland zu scheitern.

In der Premier League erreichte James‘ Talfahrt ihren vorzeitigen Tiefpunkt: Der 30-Jährige spielte auch bei den „Toffees“ keine Rolle mehr und machte sich gen Wüste aus dem Staub. Im September unterschrieb der einstige Superstar beim katarischen Erstligisten Al-Rayyan SC.

James Rodríguez wechselt nach Katar: Ex-Trainer tritt nach - „hat sich nie bemüht“

Everton-Coach Rafa Benitez weinte dem Kolumbianer nicht hinterher – im Gegenteil. Er verabschiedete seinen Schützling mit knallharten Worten: „James präferiert Geld und ein komfortables Leben. Das ist ihm wichtiger als der Wettkampf und der Erfolg im Fußball“, sagte Benitez bei einer Pressekonferenz Anfang Oktober. Auch über die Arbeitsmoral des Kolumbianers schimpfte Benitez: „Er hat sich im Training nie bemüht, aber immer Ansprüche auf einen Startelfplatz gestellt. Das war unfair gegenüber allen anderen Spielern, die im Training ihr Maximum gaben, dann aber dennoch auf der Bank saßen.“

Im Video: James Rodriguez spielt im Fußball-Niemandsland

Am vergangenen Sonntag (17. Oktober) sollte alles besser werden. Da waren im Wüstenstaat Katar alle Augen auf den neuen Star der hiesigen Liga gerichtet, als James sein Al-Rayyan-Debüt feierte. Zum Jubeln war dem Kolumbianer nach den ersten 90 Minuten in Katar allerdings bestimmt nicht. James erlebte einen Einstand zum Vergessen.

James Rodríguez „feiert“ Al-Rayyan-Debüt: Höchststrafe in der 89. Minute

James‘ Team ging gegen Lekhwiya sang- und klanglos mit 0:3 unter und rangiert nach sechs Spieltagen mit nur einem Sieg auf Platz sechs von zwölf in der Qatar Stars League. Auch der Kolumbianer konnte die Niederlage mit einer schwachen ersten Leistung im Al-Rayyan-Trikot nicht abwenden. Kurz vor Ende der Partie dann die Höchststrafe: James wurde von Trainer Laurent Blanc ausgewechselt. (jo)

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare