Debatte um den Bayern-Star

Nicht geimpft, dennoch dabei: Warum Kimmich trotz 2G in die Stadien darf - und ungeimpfte Fans nicht

Joshua Kimmich steht nach seiner öffentlichen Impf-Weigerung im Fokus der Aufmerksamkeit.
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Joshua Kimmich steht nach seiner öffentlichen Impf-Weigerung im Fokus der Aufmerksamkeit.

Die Fans im Stadion sind gemäß „2G“ geimpft oder genesen, doch einige Spieler wie Joshua Kimmich nicht - das ist der Grund hinter diesem Szenario.

München - Joshua Kimmich und die fehlende Impfung - es ist das dominierende Thema nach dem Bundesliga-Spieltag. Der Mittelfeld-Star vom FC Bayern steht dazu, die Impfung vorerst abzulehnen, trotz Kritik von Mitspielern, Bayern-Legende Karl-Heinz Rummenigge oder SPD-Politiker Karl Lauterbach.

Auch für die Fans in den Stadien dürfte Kimmichs Haltung für Diskussionen sorgen. Schließlich dürfen sie nur ins Stadion, wenn sie sich an die „2G“-Regel halten: Geimpft sein oder genesen. Und dann sehen sie einem Kicker zu, der bewusst auf die Impfung verzichtet?

Diese Frage, wie dies möglich sein kann, kam vor Kurzem auch beim VfL Wolfsburg auf: Stürmer Wout Weghorst hatte sich ebenfalls infiziert. Manager Jörg Schmadtke erklärte daraufhin gegenüber Sportbuzzer: „Das Verhältnis zwischen Klub und Spieler ist ein Verhältnis von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer. Als Verein kann ich es nicht zu einer verpflichtenden Maßnahme für Spieler machen, weil ich finde, dass jeder Mensch eine Möglichkeit haben muss, für sich selbst zu entscheiden. Beim Stadionbesuch geht es dagegen um ein Freizeitverhalten, das ist ein stückweit etwas anderes. Man kann Rahmenbedingungen schaffen, die akzeptiert werden oder nicht.“

Kimmich darf ohne „2G“ ins Stadion - weil er seinen Beruf ausübt

Im Gegensatz zu einem Besuchs eines Museums oder Kinos ist die Tätigkeit des Fußballprofis eine berufliche Verpflichtung. In der Wirtschaft gibt es noch keine 2G-Pflicht für Arbeitnehmer: Folglich gilt dies auch für das Fußballgeschäft.

Solange sich diese Regel nicht ändert, werden die Fans im Stadion weiterhin noch ungeimpfte Profis begutachten dürfen - es sei denn, Kimmich lässt sich doch noch früher impfen. Dafür könnte ein Politiker sorgen: Corona-Experte Karl Lauterbach bietet Kimmich bei Merkur.de sogar ein persönliches Gespräch an: „Wenn er das möchte, würde ich ihm direkt ein solches anbieten. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es mehr Grund zur Sorge vor Langzeitschäden bei einer Infektion mit Corona als durch eine Impfung. Ich denke, ich kenne mich mit Langfristwirkungen beim Impfen gut aus. Ich bin selbst Impfarzt und habe viele dieser Gespräche geführt. Auch mit Sportlern. Von mir aus also jederzeit.“(cg)

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