Vertrag bis 2023

Kader-Ärger, Rummenigge-Aus, DFB-Interesse: Schmeißt Hansi Flick im Sommer beim FC Bayern hin?

Hansi Flick betritt die Katakomben der Veltins Arena auf Schalke.
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Hansi Flick hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2023.

Hansi Flick besitzt beim FC Bayern einen Vertrag bis 2023. Doch angeblich ist die Zukunft des Triple-Coaches an der Säbener Straße über den Sommer hinaus alles andere als sicher.

  • Hansi Flick ist seit November 2019 Cheftrainer des FC Bayern
  • In seiner ersten Saison führt der Coach die Münchner zum Triple-Gewinn
  • Dennoch ist seine Zukunft über den Sommer hinaus offenbar nicht sicher - trotz eines Vertrags bis 2023.
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München - Eigentlich mag man sich schon fast gar nicht mehr vorstellen, wie es war, als der Trainer beim FC Bayern nicht Hansi Flick hieß. Dabei sitzt der 55-Jährige erst seit November 2019 zunächst interimsweise, dann aber fest als Cheftrainer beim Rekordmeister auf der Trainerbank.

Unter ihm holte der FC Bayern zum zweiten Mal nach 2013 das Triple und hat ab der kommenden Woche bei der Klub-WM in Katar die Chance als zweiter Klub nach dem FC Barcelona sechs Titel in einer Saison zu holen. Eigentlich verbietet sich damit eine Trainerdiskussion an der Säbener Straße.

FC Bayern München: Hört Hansi Flick im Sommer auf? Interne Gründe könnten den Ausschlag geben

Dennoch scheint die Zukunft von Flick beim FC Bayern über den Sommer hinaus nicht sicher zu sein. Trotz eines Vertrags bis 2023. Das hat laut Sport Bild offenbar mehrere Gründe.

  • Das Rummenigge-Aus

Zum Ende des Jahres hört Karl-Heinz Rummenigge beim FC Bayern als Vorstands-Boss auf, womit Hansi Flick seine große Bezugsperson und wichtigsten Ansprechpartner verliert. Mit Rummenigge funkt Flick in vielerlei Hinsicht auf einer Wellenlänge. Der FCB-Boss war es auch, der auf pathetische Art Flick im vergangenen Jahr auf einem Bankett den Cheftrainerposten anbot.

Wie sieht es aber aus, wenn Oliver Kahn in Rummenigges Fußstapfen tritt? Geht der Titan einen ähnlichen Weg? Bislang hat Kahn mit Flick noch weniger Berührungspunkte, weil er sich noch in der Einarbeitungsphase befindet und sich noch anderen Projekten widmet.

  • Brazzo als Kaderplaner

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Flick und Sportdirektor Hasan Salihamdzic unterschiedliche Vorstellungen von der Gestaltung des FCB-Kaders haben und hatten. Das beweist alleine die Tatsache, dass lediglich Leroy Sané als einziger der acht (!) Sommer-Neuzugänge regelmäßig zum Einsatz kommt.

Das Trainer-Team findet den Kader im Vergleich zur Triple-Saison schwächer besetzt. Allerdings sieht die sportliche Führung es als Aufgabe von Flick, die Neuzugänge auf Bayern-Niveau zu bringen. Schwierig, wenn man bei dem eng getakteten Corona-Spielkalender keine Trainingseinheiten hat.

Allerdings genießt Brazzo das Vertrauen des Aufsichtsrats. Auch, weil Uli Hoeneß dort noch ein gewichtiges Wort mitzureden hat.

  • Die DFB-Verbundenheit

Für Joachim Löw könnte die EM 2021 das letzte große Turnier als Bundestrainer werden. Und dann? Sollte der Weltmeister-Coach tatsächlich aufhören, wird man in Frankfurt an der Otto-Fleck-Schneiße vermutlich umgehend zum Hörer greifen und in München anrufen. Flick wisse laut Sport Bild zu schätzen, was er am DFB habe. 2014 wurde er als Co-Trainer von Löw Weltmeister, war anschließend bis 2017 DFB-Sportdirektor.

FC Bayern München: Kader-Ärger, Rummenigge-Aus, DFB-Interesse: Schmeißt Flick im Sommer hin?

Fakt ist aber auch, dass ihm die Arbeit beim FC Bayern sehr viel Spaß bereitet. Er hat eine tolle Verbindung zur Mannschaft, die ihm vertraut. Seine empathische Art kommt bei den Stars an, er weiß einen Kader mit Weltklasse-Spieler zu moderieren. Außerdem sieht er seinen Weg an der Säbener Straße trotz des Triple-Gewinns noch lange nicht am Ende.

Allerdings weiß man auch, dass Flick die Unterstützung seiner Philosophie wichtiger ist als jeder Vertrag. Sprich: Schlägt der FC Bayern unter Kahn und Brazzo einen Weg ein, mit dem Flick sich nicht identifizieren kann, wird sich der Coach vermutlich seine Gedanken über seine Zukunft machen.

Insofern wird sich Hansi Flick die Entwicklungen in den kommenden Monaten genaustens anschauen - und wenn nötig seine Konsequenzen ziehen. (smk)

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