Gala-Vorstellung in Lissabon

Coman erhält Auszeichnung - Bayern-Abschied im Sommer immer wahrscheinlicher?

Beim Bayern-Sieg in Lissabon darf Kingsley Coman erstmals nach seiner Herz-OP wieder von Beginn an ran. Der Franzose zaubert auf - verlässt er München trotzdem bald?

München - Das Estadio da Luz bleibt sein Wohnzimmer: Kingsley Coman (25) kehrte am Mittwoch an jenen Ort zurück, wo er den FC Bayern am 23. August 2020 im Finale gegen Paris Saint-Germain zum Champions-League-Sieger krönte.

Seither ist einige Zeit vergangen. Der Trainer von Coman heißt nicht mehr Hansi Flick, sondern Julian Nagelsmann. Außenbahn-Konkurrent Leroy Sané (25) ist aus dem Bayern-Spiel nicht mehr wegzudenken. Und: Bei Coman wurden vor knapp zwei Monaten Herzrhythmusstörungen festgestellt, die mit einer Operation mittlerweile behoben wurden. Was sich nicht geändert hat, ist die Tatsache, dass der Fußballtempel von Benfica ein gutes Pflaster für den „King“ ist.

Coman beim FC Bayern: Franzose in Lissabon zum „Man of the match“ gewählt

Auch wenn der französische Nationalspieler beim 4:0-Sieg ohne Treffer oder Torvorlage blieb, begeisterte er die Zuschauer mit seinen Tempo-Dribblings, bei denen er Haken schlug, dass seinen Gegenspielern schwindlig wurde.

Das sahen auch die UEFA-Verantwortlichen so und zeichneten Coman als „Man of the match“ aus - und nicht etwa Doppeltorschütze Sané. Die Begründung: „Es war eine herausragende Interpretation von Eins-gegen-eins-Angriffsaktionen, die die größte Bedrohung für den Gegner darstellte. Er war in seiner Position sehr diszipliniert und schlug verschiedene Gegner im defensiven Drittel von Benfica mit Qualität und Gelassenheit.“

Startelf-Comeback mit Auszeichnung gekrönt: Kingsley Coman (l.) ragte beim Bayern-Sieg in Lissabon heraus.

Coman beim FC Bayern: Lob von Interimstrainer Toppmöller - „heiß auf Startelfeinsatz“

Für Coman war es der erste Startelf-Einsatz seit seiner Herz-OP. Dementsprechend glücklich gab sich der Flügelflitzer nach dem Spiel am DAZN-Mikrofon: „Ich bin froh, dass ich wieder zurück bin und ohne Herzprobleme spielen kann.“

Für Interimstrainer Dino Toppmöller kam die Leistungsexplosion seines Spielers nicht überraschend. „Das hat sich in den Trainingseinheiten angedeutet“, berichtete er: „King war total heiß auf seinen Start­elfeinsatz. Man hat gesehen: Wenn er aufdreht, wird es für jeden Verteidiger schwer, ihn mit seinem Tempo und seinen Haken zu verteidigen. Wir sind froh, dass wir auf so vielen Positionen so viele Top-Spieler haben.“

Coman beim FC Bayern: Vertrag läuft im Sommer 2023 aus

Trotz aller Lobeshymnen auf Coman ist die Zukunft des „hochsensiblen Rennpferds“ (O-Ton Jupp Heynckes) in München ungewiss. Der Vertrag des Franzosen läuft im Sommer 2023 aus. Wollen die Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic noch Einnahmen aus einem Verkauf generieren, müssten sie Coman nächstes Jahr abgeben. Ansonsten droht, wie in der Vergangenheit bei David Alaba und Jerome Boateng, ein weiterer Null-Euro-Abgang.

Eine vorzeitige Verlängerung mit einer deutlichen Gehaltserhöhung scheint aktuell hingegen unwahrscheinlich. Mit Karim Adeyemi (19) von RB Salzburg haben die Münchner schon einen potenziellen Nachfolger im Visier. (bok)

Rubriklistenbild: © PanoramiC / Imago

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