Nach Pleite gegen PSG

Matthäus zerlegt die Transfers von Salihamidzic: „Das sind keine Bayern-München-Spieler“

Fussball Sportdirektor Hasan Salihamidzic (Bayern) Frankfurt, 20.02.2021, Fussball, Bundesliga, Eintracht Frankfurt - FC
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Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic.

Lothar Matthäus kritisiert die jüngste Transferpolitik des FC Bayern München scharf. Vor allem einen Spieler des deutschen Rekordmeisters stellt der Rekordnationalspieler infrage.

München - Dem FC Bayern München droht nach dem 2:3 (1:2) im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain das Aus im Viertelfinale der Champions League. Und damit schon ein zweites verpasstes Ziel in dieser Saison, nachdem der deutsche Rekordmeister bereits früh in der zweiten Runde des DFB-Pokals (bei Holstein Kiel) gescheitert war.

FC Bayern verliert gegen PSG: Sky-Experte Lothar Matthäus kritisiert Transferpolitik der Münchner

Die Ursachenforschung für das Hin und Her in dieser Saison läuft bereits, obwohl die Bayern in der Bundesliga vor der neunten Meisterschaft in Folge stehen. Ein Ansatz: Sky-Experte Lothar Matthäus hat nach dem wilden Spiel gegen PSG die jüngste Transferpolitik der Münchner zerlegt. Diese fällt bekanntlich in den Aufgabenbereich von Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

„Das sind die Transfers, die im letzten Herbst gemacht wurden, die Transfer-Zusammensetzung, die wir (bei Sky, d. Red.) seit langem kritisieren. Da kommen am letzten Tag vier Spieler: Costa, Sarr, Roca - das sind keine Bayern-München-Spieler. Da holt man einen Spieler aus der zweiten spanischen Liga, Roca, von Espanyol Barcelona“, meinte Matthäus harsch in der Sky-Sendung: „Und gleichzeitig gehen ein Perisic und ein Thiago. Bayern hat nicht mehr die Qualität.“ Douglas Costa, Bouna Sarr und Marc Roca kommen in seiner Bewertung also schlecht weg. Sie alle hatte Salihamidzic Anfang Oktober als Neuzugänge vorgestellt.

Transfers des FC Bayern: Ohne Robert Lewandowski und Serge Gnabry gehen gegen PSG die Alternativen aus

In seiner Aufzählung ließ der 60-jährige Ex-Bayer Matthäus derweil Eric Maxim Choupo-Moting unerwähnt, der ebenfalls kurz vor Transferschluss an die Säbener Straße nach München gewechselt war - und am Mittwochabend immerhin ein Tor gegen die ehemaligen Kollegen aus Paris erzielte. Matthäus zog aber einen Vergleich zum FC Chelsea, der zeitgleich sein Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den FC Porto (2:0) gewann.

„Chelsea hat fünf Granaten für den Sturm auf der Bank, wenn ich da mal so schaue: Pulisic, Giroud, Hudson-Odoi, Ziyech und Abraham. Und Bayern? Wenn Bayern ein bisschen Verletzungsprobleme hat, fehlt die Qualität“, sagte der einstige Bundesliga-Profi: „Bis auf Jamal Musiala, den 18-Jährigen, sitzt da keiner für die Offensive auf der Bank.“

Konkret: Dem FC Bayern fehlten gegen Paris der verletzte Torgarant Robert Lewandowski (Bänderdehnung) und Angreifer Serge Gnabry (positiver Corona-Test). (pm)

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