Abwehrspieler muss vor Gericht

Bayern-Star Hernández soll ins Gefängnis: Madrider Gericht bleibt hart

Sportlich befindet sich Lucas Hernandez beim FC Bayern in der Bahn, doch der juristische Ärger könnte erhebliche Konsequenzen für den Abwehr-Star haben. Das Madrider Gericht bleibt nämlich hart.

München - Es sind keine einfachen Tage für Lucas Hernández. Nachdem die tz am Dienstag exklusiv berichtet hatte, dass der Verteidiger des FC Bayern* eine Ladung zum Haftantritt vonseiten der spanischen Justiz erhalten hatte, bestätigte das Madrider Strafgericht 32 am Mittwoch den Vorgang via offizieller Pressemitteilung.

Lucas wird weiterhin am 19. Oktober in der spanischen Hauptstadt erwartet, um – so hieß es – „persönlich vorgeladen zu werden, damit er sich innerhalb von zehn Tagen freiwillig in eine Justizvollzugsanstalt seiner Wahl begibt“.

Hintergrund: Hernandez hatte nach einem Ehestreit gegen das gerichtliche Verbot verstoßen, sich seiner Frau Amelia zu nähern. Noch mehr Details folgten am Mittwoch per Pressemitteilung. „Das 32. Strafgericht von Madrid, das für die Vollstreckung von Urteilen wegen Gewalt gegen Frauen zuständig ist, hat den Antrag auf Aussetzung der gegen Lucas François B. H. verhängten sechsmonatigen Freiheitsstrafe abgelehnt und ihn aufgefordert, am 19. Oktober um 11.00 Uhr vor Gericht zu erscheinen, damit ihm der Antrag auf freiwillige Inhaftierung innerhalb einer nicht verlängerbaren Frist von zehn Tagen zugestellt werden kann“, so das Gericht.

Lucas Hernandez muss vielleicht in Madrid ins Gefängnis.

FC Bayern: Gericht in Madrid bleibt hart! Abwehr-Star Lucas Hernandez soll ins Gefängnis

Die Gründe: „Das Strafgericht Nr. 32 von Madrid vollstreckt das Urteil des Strafgerichts Nr. 35 von Madrid vom Dezember 2019, das den Angeklagten wegen Verstoßes gegen Artikel 468.2 des Strafgesetzbuches zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt hat. In dem nachgewiesenen Sachverhalt dieses Urteils wird festgestellt, dass Lucas Françoise B. H. sich ,am 13. Juni 2017 gegen 9.30 Uhr in Kenntnis des im Urteil verankerten Verbots befand, sich seiner Lebensgefährtin auf weniger als 500 Meter zu nähern, als er in voller Gültigkeit und unter voller Missachtung desselben in Begleitung von A. S. L. (Gattin Amelia, d. Red.) auf dem Flughafen in Madrid aus Miami ankommend erschien‘“.

Strafaussetzung könne nicht gewährt werden, da Lucas kein Ersttäter sei. Das Strafgericht nennt als Vorstrafen zwei rechtskräftige Urteile nach „Körperverletung im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt“ im Jahr 2017. Gegen den „Vollstreckungsbescheid“ sei vor dem Landgericht Berufung eingelegt worden. Carlos Menzel Lopez

Rubriklistenbild: © IMAGO / MIS

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