Zwangspause für Niederländer

„Im Moment kommt nichts Gutes raus“: Frustrierter Robben hadert - und formuliert ehrgeizigen Plan

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Arjen Robben 

Der verletzte Flügelstürmer Arjen Robben vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München blickt nach monatelanger Zwangspause ratlos auf seine Oberschenkelprobleme.

Update 15. Februar 2019, 9.11 Uhr: "Es geht noch immer nicht gut. Wir versuchen alles, aber im Moment ist es nicht so gut. Es ist leider genau das Problem, dass man nicht genau weiß, was es ist. Es ist wirklich schwierig", sagte der Niederländer, der seit dem Champions-League-Duell mit Benfica Lissabon (5:1) am 27. November nicht mehr gespielt hat, der Bild-Zeitung.

Probleme mit dem Ischiasnerv stoppten zuletzt seine Comeback-Versuche. "Es ist sehr, sehr frustrierend", berichtete der 35-Jährige. "Du versuchst alles, du machst alles. Aber im Moment kommt nichts Gutes raus. Ich war zwei Mal wirklich nah dran, ich war ja wieder bei der Mannschaft. Aber dann gab es wieder Rückschläge."

Das Achtelfinalhinspiel der Champions League am Dienstag beim FC Liverpool (21.00 Uhr/Sky) wird Robben verpassen, für das Rückspiel am 13. März hat er noch Hoffnung. "Vom Kopf her ist es nicht leicht, du willst arbeiten, du fühlst dich eigentlich gut", sagte er. Gegen Benfica hatte Robben groß aufgespielt und zwei Tore erzielt. "Mein letztes Spiel war das beste Beispiel. Und ich habe das Gefühl, wenn ich wieder zurück bin, mache ich so weiter."

Robben sorgt für Zwischenfall beim Training des FC Bayern München

München - Sonne, 22 Grad - und doch herrschte an der Säbener Straße am Donnerstagvormittag Eiszeit. Der FC Bayern hielt eine öffentliche Trainingseinheit ab, Niko Kovac stand mit insgesamt 14 Spielern auf dem Rasen. Darunter die Profis Sven Ulreich, Rafinha, Javi Martinez, Franck Ribéry, Sandro Wagner, Arjen Robben. Und der Niederländer hatte richtig schlechte Laune, gab der Bayern-Krise ein Gesicht.

Alles in Ordnung, Arjen? Offenbar nicht! 11.05 Uhr: Coach Kovac beendet die Einheit, Robben zieht sich das blaue Leibchen aus, pfeffert es gefrustet auf den Rasen. Dann legt der 34-jährige Heißsporn seinen Zeigefinger auf die Lippen, motzt in Richtung Trainerteam. Nach vier Spielen ohne Dreier liegen die Nerven beim Rekordmeister blank. Nach der Gladbach-Pleite hatte Robben noch gesagt: „Es geht weiter! Wir können jetzt nicht sagen: Alles ist scheiße. Nach der Länderspielpause müssen wir frisch zurückkommen.“

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Robben trägt schlechte Laune offen zur Schau

Nach seinem Mini-Wutanfall schleicht der Flügelflitzer zu seinen Teamkollegen, lauscht den Kovac-Worten eher widerwillig, blickt sich mehrmals in Richtung Fans um. Die Stirn hat der Niederländer in Falten gelegt. Robben zeigt mit jeder Faser seines Körpers: Mir geht hier gehörig etwas gegen den Strich.

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Beim anschließenden Auslaufen geht der 34-Jährige - wie immer - voran. Robben gibt dann noch vier Minuten Autogramme, ringt sich für die Fanfotos zu einem Lächeln durch. Es sieht arg gequält aus. Robben stapft in Richtung Kabine, zieht sein Shirt aus, wirft es über die Schulter. All das verdeutlicht die Kovac-Misere: Der Trainer muss mit einem Rumpfkader aus der Krise kommen, die Stars vor Ort wirken lustlos.

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Die Krise ist hausgemacht:

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Kovac spricht leiser als noch im Sommer

Auch Kovac selbst wirkt gehemmt, gibt deutlich weniger Kommandos als noch zu Beginn seiner Dienstzeit. Wenn der Kroate etwas sagt, ist es zudem deutlich leiser als früher.

Eine klare Ansage in Sachen Länderspielpause hat derweil Uli Hoeneß gemacht. Der FCB-Präsident sagte dem Kicker: „Es ist dringend notwendig, dass die Bundesliga nicht ständig durch diese Pausen in ihrem Rhythmus unterbrochen wird. Wir haben drei Unterbrechungen in der Hinrunde, das ist Wahnsinn!“

Voting zur Krise: Wer trägt die Hauptschuld am Straucheln des FC Bayern?

jau

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