FIFA plant Reform

Neue Klub-WM mit Rekordprämien: Bayern könnte immense Summe bekommen

+
Bayern wurde 2013 Klub-Weltmeister.

Die neue Klub-WM soll nicht mehr jährlich im Winter, sondern nur noch alle vier Jahre im Sommer ausgetragen werden. Die Prämien sind astronomisch - auch der FC Bayern wird profitieren.

  • Die FIFA will die Klub-WM reformieren
  • Über das UEFA-Ranking wäre auch der FC Bayern ab 2021 im Teilnehmerfeld
  • Dem FCB könnte ein Geldsegen von rund 165 Millionen ins Haus stehen

München - Wenn diese Zahlen stimmen, erwartet den FC Bayern künftig alle vier Jahre ein ordentlicher Geldregen. Der Fußballweltverband FIFA plant bekanntlich, die Klub-WM in ihrer jetzigen Form zu reformieren: An der neuen Vereins-Weltmeisterschaft sollen ab 2021 insgesamt 24 Mannschaften teilnehmen, acht davon aus Europa. Neben den Champions-League-Siegern der Jahre 2018 bis 2021 sollen vier europäische Vereine, die in der UEFA-Klubrangliste am höchsten geführt sind, beim Pilot-Turnier in China an den Start gehen. Allerdings sieht eine Einschränkung vor, dass sich aus dieser Rangliste nur zwei Vereine aus einem Land für das Turnier qualifizieren können, um zu vermeiden, dass letztendlich fünf oder sechs Premier-League-Klubs am Wettbewerb teilnehmen.

50 Millionen Dollar Antrittsprämie pro Klub

Durch besagtes UEFA-Ranking wäre auch der FC Bayern ab 2021 im Teilnehmerfeld – und das würde sich für den deutschen Rekordmeister lohnen. Denn wie das ZDF unter Berufung auf Verbandskreise berichtet, soll es alleine schon 50 Millionen Dollar Antrittsprämie pro Klub geben. Den Gewinner der WM erwarten weitere 115 Millionen Dollar. Anfang März wird die FIFA die genaue Teilnehmerliste bekannt geben. Zum Vergleich: Die Startprämie der Münchner für die diesjährige Champions-League-Saison lag bei 15,25 Millionen Euro. Allerdings: Nach tz-Informationen sind die finanziellen Rahmenbedingungen für die neue Klub-WM noch nicht final bestimmt worden.

Klub-WM nur noch alle vier Jahre im Sommer

Des Weiteren sieht die Reform vor, dass das Turnier nicht mehr jährlich im Winter, sondern nur noch alle vier Jahre im Sommer ausgetragen wird und damit den Confederations Cup ersetzt. Dieser Wettbewerb wurde bisher im Jahr vor einer Weltmeisterschaft im jeweiligen Gastgeberland ausgetragen. Neben acht europäischen Mannschaften werden an der neuen Klub-WM jeweils drei Vertreter der Verbände aus Asien, Afrika und Nord-/Mittelamerika sowie sechs Vereine aus Südamerika teilnehmen. Das Teilnehmerfeld komplettiertein Klub aus der sogenannten Ozeanien-Gruppe.

Das Turnier wird in China ausgetragen. Hier das Stadion in Guangzhou

Der neue Modus sieht acht Gruppen mit jeweils drei Mannschaften vor. Die Gruppensieger ermitteln in den anschließenden K.o.-Runden den Klub-Weltmeister. Ursprünglich hatte die FIFA geplant, zwölf europäische Vereine für die Klub-WM im Sommer 2021 abzuziehen, doch die UEFA stemmte sich vehement dagegen – mit Erfolg. Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge steht der Reform der Klub-WM dementsprechend positiv gegenüber, wie er der tz erklärt: „Ich finde es richtig, dass die FIFA die Klub-WM reformieren wird. Der Wettbewerb ist in seiner heutigen Form uninteressant. Der Zeitpunkt kurz vor Weihnachten ist für alle Teilnehmer unpassend. Und auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Klub-WM in ihrer aktuellen Form für die Vereine nicht lukrativ.“

Ob die geplante FIFA Reform wirklich sinnvoll ist? Einen Pro- und einen Contra-Kommentar lesen Sie bei tz.de*.

Ansetzung im Dezember für europäische Vereine ungünstig

Wie ungünstig die Ansetzung Mitte Dezember vor allem für europäische Vereine ist, bekamen der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp jüngst zu spüren: Da der englische Liga-Pokal und die Klub-WM terminlich kollidierten, entschieden sich die Reds, eine von U 23-Trainer Neil Critchley betreute Jugendmannschaft im Pokalwettbewerb gegen Aston Villa antreten zu lassen. Die Truppe verlor am Ende deutlich mit 0:5, während die Profis in Katar Klub-Weltmeister wurden.

Den FC Bayern gibt es seit dem 27. Februar 1900. Zum Geburtstag erinnern sich Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß an die bewegte Vereinsgeschichte.

2021 hat die Champions League ein neues Zuhause. Sky zog bei der Rechtevergabe den Kürzeren. Jetzt äußert sich Bayern-Boss Rummenigge mit Blick auf die Bundesliga-Rechte.

Sieben Verträge laufen beim FC Bayern 2021 aus. Jetzt erklären die Münchner Bosse aber einen Verhandlungsstopp - nur bei einem Star nicht.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Blockte Niko Kovac einen Wechsel von Timo Werner zum FCB? Hoeneß und Rummenigge waren pro Transfer
Blockte Niko Kovac einen Wechsel von Timo Werner zum FCB? Hoeneß und Rummenigge waren pro Transfer
Niklas Süle: Jetzt äußert sich der Nationalspieler zur EM - „Mein Knie ist so gut, dass ich...“
Niklas Süle: Jetzt äußert sich der Nationalspieler zur EM - „Mein Knie ist so gut, dass ich...“
Matthäus kritisiert Nübel für FC-Bayern-Transfer - „Glaube nicht, dass ...“
Matthäus kritisiert Nübel für FC-Bayern-Transfer - „Glaube nicht, dass ...“
Thomas Tuchel zum FC Bayern? Interne Enthüllung von PSG: Hammer-Gerücht nimmt plötzlich neue Fahrt auf
Thomas Tuchel zum FC Bayern? Interne Enthüllung von PSG: Hammer-Gerücht nimmt plötzlich neue Fahrt auf

Kommentare