Vor Champions-League-Kracher

Vorsicht vor Ronaldo und Co.! So will Boateng Reals brandgefährliche Offensive stoppen

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Jerome Boateng (r.) kennt Cristiano Ronaldo (l.) gut aus den Duellen in der Vergangenheit.

Mit Real Madrid kommt die womöglich weltbeste Offensivabteilung auf den FC Bayern zu. Die Roten wissen worauf es ankommt - und werden mit zahlreichen Tipps von ihren Vorgängern gefüttert.

München - Während die Temperaturen hierzulande nach dem Frühsommer so langsam in Richtung Frühlingswetter herabsinken, laufen der FC Bayern und seine Fans heiß. An diesem Mittwoch und dem darauffolgenden Dienstag steigen die Spiele des Jahres. Es geht um den Einzug ins Champions-League-Finale. Um die Revanche für das bittere Viertelfinal-Aus vor einem Jahr. Und nicht zuletzt um die große Chance nach dem zweiten Triple der Klubgeschichte nach 2013.

Nachdem die Roten - abgesehen von der Vorrunden-Klatsche in Paris - scheinbar leichtfüßig durch die „Königsklasse“ marschiert sind, rollt nun der schwerstmögliche Brocken heran. Real Madrid hat den Wettbewerb zuletzt dominiert wie kein anderer Klub seit der Umbenennung des Europapokals der Landesmeister in Champions League: 2014, 2016 und im vergangenen Jahr gewannen die „Königlichen“ den Henkelpott.

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Seit 2011/2012 trifft Ronaldo immer zweistellig

Diese Triumphe sind vor allem mit einem Namen verbunden: Cristiano Ronaldo. Der Weltfußballer läuft stets zur Höchstform auf, wenn die unverwechselbare deutsch-englisch-französische Hymne gespielt wird. Seit 2011/2012 hat er in jeder Saison mindestens zehn Treffer erzielt. Aktuell steht er bei 15, war in der aktuellen Spielzeit in jeder Partie erfolgreich. Beim jüngsten Triumph über den FC Bayern war „CR7“ für fünf von sechs Toren zuständig.

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„Kompletter als Cristiano kann ein Stürmer nicht sein. Linker Fuß, rechter Fuß, Kopfball - er beherrscht alles in Perfektion. Und vor dem Tor ist er wie eine Maschine“, scheint Jerome Boateng im Gespräch mit dem kicker beinahe in Ehrfurcht zu erstarren. Das Spiel Reals sei auf den 33-Jährigen abgestimmt. Dennoch warnt der Weltmeister: „Ihn auszuschalten macht am Ende freilich nur 50 Prozent aus, dafür sind die anderen Spieler bei den Königlichen schlichtweg zu gut.“

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Metzelder sieht Bayerns Abwehr-Duo stärker als das Real-Gespann

Gemeinsam mit Hummels wird sich der 29-Jährige dem Portugiesen entgegenstellen. Ein Aufeinandertreffen des weltbesten Offensivstars mit dem vielleicht besten Abwehr-Duo auf dem Planeten. Für den ehemaligen Weltklasse-Verteidiger Christoph Metzelder zumindest sind „Hummels/Boateng eine Spur stärker als Sergio Ramos/Raphael Varane“ auf der anderen Seite. Der frühere Real-Profi lobt im kicker Boatengs „Schärfe und Aggressivität, wie er nach vorne verteidigt und damit Konter unterbindet“. Bei Hummels gefallen ihm Stellungsspiel und Spielaufbau.

Allein auf die Weltmeister-Innenverteidigung sollten sich die Roten aber nicht verlassen. „Die Viererkette allein kann diese Real-Offensive nicht aufhalten. Wenn drei, vier Mann im vollen Tempo anstürmen, bekommen selbst Boateng und Hummels Probleme“, stellt Markus Babbel im Sportmagazin klar.

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Pfaffs Tipp für Ulreich: „Nicht auf Ronaldo fixieren“

Zum Glück wissen die Bayern trotz des weiterhin fehlenden Manuel Neuer einen bärenstarken Rückhalt in ihrem Kasten. Sven Ulreich hat auch beim 6:2 im Pokal in Leverkusen sowie beim 3:0 in Hannover so manchen Ball bravourös an der Überquerung der Linie gehindert. Vor dem bisherigen Karriere-Höhepunkt des 29-Jährigen hat Jean-Marie Pfaff ein paar wichtige Tipps parat: „Er darf sich nicht auf Cristiano Ronaldo fixieren, muss aber wissen, dass von ihm immer Gefahr ausgeht.“ Zudem gelte das Hauptaugenmerk Freistößen und Flanken.

„Und: Wenn er den Ball hat, muss er das Spiel beruhigen, Zeit von der Uhr nehmen. Bloß keine Hektik reinbringen“, gibt der Belgier der Nummer 26 mit auf den Weg: „Er darf nicht denken, dass er etwas Besonderes machen muss.“ Für Stefan Effenberg geht nichts über das Motto: Die Null muss stehen. Der Champions-League-Sieger von 2001 gibt im kicker die Marschroute aus: „Hauptsache ist, keinen Treffer zu kassieren, weil Bayern immer ein Tor erzielen kann.“ Auch wenn Ersteres in dieser Saison weder Juventus Turin noch Paris St. Germain oder Tottenham Hotspur gelungen ist.

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mg

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