Jutizgebäude am Lenbachplatz

Bericht: Millionenklage gegen Ribéry - Bayern-Star muss Dienstag vor Gericht erscheinen

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Franck Ribéry soll am Dienstag vor Gericht erscheinen müssen.

Einem Medienbericht zufolge muss Bayern-Star Franck Ribéry (34) am kommenden Dienstag vor Gericht erscheinen. Dabei soll es für den Franzosen um eine Menge Geld gehen.

München - Zehn Jahre sind eine extrem lange Zeit, speziell im kurzlebigen Fußballgeschäft. Allerdings gibt es auch in dieser Branche Dinge, die eine solche Zeitspanne überdauern. Eine davon ist Franck Ribéry, der seit über zehn Jahren beim FC Bayern spielt. Eine weitere ist ein ebenso alter Streit mit einem ehemaligen Berater, der den Franzosen nun wieder eingehlt haben soll.

Wie sueddeutsche.de berichtet, soll Ribéry am kommenden Dienstag, den 12. Dezember, im Sitzungsaal 601 im Jutizgebäude am Lenbachplatz erscheinen müssen. Dann soll es vor Gericht um den Einspruch des Bayern-Stars gegen ein Versäumnisurteil aus dem März gehen. Die Streitsumme soll stolze 3,45 Millionen Euro plus Zinsen betragen.

Der Mann, der Ribéry verklagt hat, ist sein Ex-Berater Pierre Heiderscheid. Der Luxemburger soll eigenen Angaben zufolge 2005 dafür gesorgt haben, dass der Franzose ablösefrei von Galatasaray Istanbulnach Marseille wechseln konnte. Aus Dankbarkeit habe ihm Ribéry versprochen, ihn bei seinem nächsten Wechsel mit zehn Prozent zu beteiligen.

Streitsumme 3,45 Millionen Euro plus Zinsen

Nach der mündlichen Zusage soll der 34-Jährige am 16. Mai 2006 diese Vereinbarung auch in einem handschriftlichen Vertrag zugesichert haben. Ribéry, der Heiderscheid vor seinem Transfer zum FC Bayern entlassen hatte, bestreitet dies.

Ribéry und Heiderscheid treffen sich nicht das erste Mal vor Gericht. Nach mehreren Urteilen, unter anderem vom Sportgerichtshof CAS sowie dem Bezirksgericht Luxemburg, wurde der Franzose 2015 nach einer Berufungsverhandlung zur Zahlung von 1,6 Millionen Euro verdonnert. Auch vor dem Landgericht München wurde in dieser Sache schon einmal verhandelt. 

Weil Ribéry im März 2017 aber nicht vor Gericht erschien, wurde ein Versäumnisurteil erlassen, das ihn zur Zahlung von 3,45 Millionen Euro plus zehn Prozent Zinsen verpflichten soll. Eine Zwangsvollstreckung wurde gegen die Hinterlegung einer Sicherheit in Höhe von 7,5 Millionen Euro vorläufig eingestellt. Nun soll am Dienstag Ribérys Einspruch verhandelt werden. Das persönliche Erscheinen des Bayern-Stars soll angeordnet sein.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ribéry Ärger droht: 2012 wurde ein Prozess gegen den Franzosen und seinen damaligen Nationalmannschaftskollegen Karim Benzema eröffnet. Dabei ging es um die Kontaktaufnahme der beiden Fußball-Profis mit einer minderjährigen Prostituierten.

sh

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