Nach dem Champions-League-Aus

Wird PSG zur Resterampe? Diese Spieler wären auch für den FC Bayern interessant

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Edinson Cavani (l., in blau) und Adrien Rabiot (r.) schieden mit Paris Saint-Germain in der Champions League aus.

Das bittere Aus in der Champions League gegen Real Madrid könnte für einen großen Kader-Umbruch bei Paris Saint-Germain sorgen. Einige der PSG-Streichkandidaten könnten auch für den FC Bayern in Frage kommen.

München - Das bittere Achtelfinal-Aus gegen Titelverteidiger Real Madrid (1:3 und 1:2) hat doppelt Folgen für Paris Saint-Germain. Zum einen ist der Schmerz bei Präsident Nasser Al-Khelaifi über die erneute frühzeitige Pleite auf internationalem Terrain groß - trotz der wahnsinnigen Investitionen, die der Katari vergangenen Sommer tätigte. 400 Millionen Euro zahlte Al-Khelaifi als Ablösesumme für den brasilianischen Superstar Neymar und das französische Toptalent Kylian Mbappe. Die Zielsetzung war mit dem Triumph in der Champions League klar definiert.

Zum anderen droht PSG nach dem Ausscheiden Ärger in Sachen Financial Fairplay. Die Scheichs aus Katar müssen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und deren Finanzbehörde ICFC bis zum 30. Juni einen Überschuss von rund 75 Millionen Euro nachweisen. Die UEFA könnte Sponsoren-Zahlungen von Katar National Bank, Katar Tourismus Behörde, beINSports, Ooredoo und Aspetar noch genauer unter die Lupe nehmen.

Paris musste schon mehrfach am UEFA-Sitz in Nyon antanzen, um seine Finanzakrobatik zu rechtfertigen. Der Klub verweist sicherheitshalber auf den Wintertransfer von Lucas für 28 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur. Doch der Brasilianer könnte nicht der letzte Spieler gewesen sein, der bei PSG seine Koffer packen muss. Nach einem Bericht von Le Parisien stehen dabei nicht nur Rollenspieler zur Debatte, sondern auch einige der Stars, die beim ehrgeizigen Präsidenten in Ungnade gefallen sein sollen.

Ist da auch der eine oder andere dabei, der für den FC Bayern interessant sein könnte? Wir haben die Streichliste des französischen Meisters unter die Lupe genommen.

Drei Brasilianer, dreimal derselbe Faktor

Thiago Motta: Der Brasilianer gehört mit 35 Jahren zu den ältesten Spielern bei PSG. Kosten würde er nichts, da sein Vertrag im Sommer ausläuft. Allerdings ist der FC Bayern auf seiner Position im zentralen Mittelfeld hervorragend besetzt. Motta zählt außerdem schon bei PSG nicht zum Stammpersonal.

Urteil: Motta ist keiner für den FCB.

Thiago Silva: Der Kapitän ist bei Paris nicht unumstritten. Mit 33 Jahren zählt auch Silva zu den älteren Spielern, wobei seine Nachfolger mit Marquinhos (23) und Presnel Kimpembe (22) schon mit den Hufen scharren. Sein Vertrag läuft noch bis 2020. Beim FC Bayern wäre er wohl kein Stammspieler, weil er sich  in Boateng, Hummels, Süle und möglicherweise Martinez harter Konkurrenz ausgesetzt sehen würde.

Urteil: Auch Thiago Silva ist für den deutschen Rekordmeister keine Option.

Dani Alves: Rechtsverteidiger, über 30, Brasilianer - hat der FC Bayern da nicht schon jemanden? Während Rafinha aber erst 33 wird und beide Außenverteidigerpositionen bekleiden kann, ist Alves lediglich ein Mann für rechts hinten. Deutlich teurer dürfte der ehemalige Barca-Spieler ebenfalls sein. Mit Joshua Kimmich, der seinen Vertrag kürzlich verlängert hat, gibt es außerdem eine klare Nummer Eins auf Alves‘ Position.

Urteil: Der FC Bayern verschwendet keinen Gedanken an eine Verpflichtung.

Verlängert Rabiot in Paris - oder will er weg?

Layvin Kurzawa: So ganz ist nicht klar, was man von Kurzawa halten soll. Mal spielt er einen sehr guten Linksverteidiger, mal taucht der Mann, den PSG 2015 für 25 Millionen aus Monaco geholt hat, völlig ab. Offenbar überlegt man in Paris, ob man sich von dem 25-Jährigen mit Vertrag bis 2020 trennen soll. Auf seiner linken Defensivseite sind die Bayern mit Alaba, um den sich aktuell Wechselgerüchte ranken, Bernat und zur Not auch Rafinha allerdings hervorragend besetzt.

Urteil: Kurzawa wird die französische Connection beim FCB eher nicht ergänzen.

Yuri Berchiche: „Yuri wer?“ dürften sich im Sommer viele gefragt haben, als der Linksverteidiger aus San Sebastian an die Seine gewechselt ist. In über 20 Spielen konnte der 28-jährige Spanier seine Verpflichtung nicht wirklich rechtfertigen, weshalb er schon wieder auf der Abschussliste steht. Wie bei Kurzawa gilt auch für Berchiche, dass der FC Bayern auf seiner Position keinen Bedarf hat. Auch von der Klasse her ist er keiner für den Rekordmeister.

Urteil: Berchiche ist kein möglicher Neuzugang des FCB.

Adrien Rabiot: Spannender wird es bei Rabiot, der als eines der größten Talente auf seiner Position gilt. Der 22-Jährige steht nur noch ein Jahr unter Vertrag und zögert bisher mit einer Vertragsverlängerung. Die Chance für den FC Bayern? Rabiot könnte nach der erneuten internationalen Enttäuschung darüber nachdenken, Paris zu verlassen.

Adrien Rabiot zögert mit einer Vertragsverlängerung in Paris.

Auch wenn das zentrale Mittelfeld beim FC Bayern nicht gerade unterbesetzt ist, wäre ein Spieler wie Rabiot sicherlich interessant. Bereits im Sommer 2017 hatte sich der Rekordmeister mit dem Franzosen beschäftigt.

Urteil: Rabiot könnte auch im Transfersommer 2018 wieder ein Thema an der Säbener Straße sein.

Ein Matador als Lewy-Ersatz?

Edinson Cavani: Der Uruguayer war DER Star in der französischen Hauptstadt, bevor Neymar und Mbappé kamen. Zu Saisonbeginn gab es Zoff mit Neymar wegen der Elfmeter. Die Wogen haben sich aber mittlerweile geglättet. Seine Bestrafung, weil er im Januar zu spät aus dem Urlaub zurückkam, dürfte seine Laune nicht verbessert haben.

Sollte der „Matador“ wirklich an einen Wechsel denken, könnte der FC Bayern seine Fühler ausstrecken. Weil sich die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang von Torjäger Robert Lewandowski hartnäckig halten, könnte der beste Torschütze der Pariser Vereinsgeschichte durchaus ein Thema in München werden. Für Cavani, dessen Marktwert laut transfermarkt.de 60 Millionen Euro beträgt, müsste Bayern aber wohl bei Ablöse und Gehalt tief in die Tasche greifen.

Urteil: Der 31-jährige Cavani ist nur dann ein Thema, wenn Lewandowski seine Zelte in München abbricht.

FC Bayern München: Winter-Transfergerüchte 2017/2018 und aktuelle News

Marco Verratti: Der italienische Mittelfeldspieler war schon einmal ein Thema beim FC Bayern. Damals war allerdings noch Carlo Ancelotti Trainer an der Säbener. Paris könnte den 25-Jährigen verkaufen wollen, um wegen der Auflagen des UEFA Financial Fairplay eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Allerdings hatte auch der FC Barcelona im vergangenen Sommer mit Verratti geliebäugelt. Würde sich der FC Bayern hier auf ein Wettbieten einlassen?

Urteil: Verratti ist ein Kandidat für den FC Bayern, in seinem Alter gibt es nur wenige mit diesen Fähigkeiten und dieser Erfahrung im zentralen Mittelfeld.

Die FC-Bayern-Dienstwagen 2017/18: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen.
Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen. © AFP
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis.
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Natürlich waren auch viele FCB-Fans vor Ort. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Jupp Heynckes und die Fans. © AFP
Noch ein kleines Selfie...
Noch ein kleines Selfie... © AFP
... bevor es endlich zu den Autos geht.
... bevor es endlich zu den Autos geht. © AFP
Der FC Bayern hat seine neuen Dienstwagen für die Saison 2017/18 zur Verfügung gestellt bekommen. Wer fährt welchen? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die richtigen Modelle. In einigen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © AFP
Rafinha.
Rafinha. © dpa
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Arjen Robben.
Arjen Robben. © dpa
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Arturo Vidal.
Arturo Vidal. © dpa
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Corentin Tolisso.
Corentin Tolisso. © dpa
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
David Alaba.
David Alaba. © dpa
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Fabian Benko.
Fabian Benko. © dpa
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic.
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic mit 190 PS. © Audi
Felix Götze.
Felix Götze. © dpa
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184.  © Audi
Franck Ribéry.
Franck Ribéry. © dpa
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Javi Martínez.
Javi Martínez. © dpa
Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic.
Javi Martínez: Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Jerome Boateng.
Jerome Boateng. © dpa
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Joshua Kimmich.
Joshua Kimmich. © dpa
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic.
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic mit 285 PS. © Audi
Juan Bernat.
Juan Bernat. © dpa
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Kingsley Coman.
Kingsley Coman. © dpa
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Manuel Neuer.
Manuel Neuer. © dpa
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Marco Friedl.
Marco Friedl. © dpa
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184 PS. © Audi
Mats Hummels.
Mats Hummels. © dpa
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Niklas Dorsch.
Niklas Dorsch. © dpa
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic.
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic mit 150 PS. © Audi
Niklas Süle.
Niklas Süle. © dpa
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Bayern München - RSC Anderlecht
Robert Lewandowski. © dpa
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Sebastian Rudy.
Sebastian Rudy. © dpa
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Sven Ulreich.
Sven Ulreich. © dpa
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thiago Alcantara.
Thiago Alcantara. © dpa
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thomas Müller.
Thomas Müller. © dpa
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
FC Schalke 04 - FC Bayern München
James Rodriguez. © dpa
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Tom Starke.
Tom Starke. © dpa
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi

Angel di Maria: 8, 33, 75, 63 - was wie ein Zahlencode klingt sind die Ablösesummen in Millionen, die für Angel di Maria bezahlt wurden. Seit 2015 verdient der Argentinier sein Geld in Paris, scheint dort aber nicht glücklich zu sein. Trotz einer mehr als anständigen Saison könnte der „Argentinier PSG verlassen.

Zum FC Bayern würde er positionstechnisch hervorragend passen, da er sowohl rechts als auch links auf der offensiven Außenbahn spielen kann. Mit 30 Jahren wäre di Maria aber keine Option für die Zukunft.

Urteil: Dass der FC Bayern für eine Di Maria viel Geld in die Hand nimmt, ist eher unwahrscheinlich.

Kommt Draxler doch noch zum FC Bayern?

Javier Pastore: Pastore zählt zu den dienstältesten Spielern in Paris, seit 2011 trägt er das PSG-Trikot. Allerdings nahm er bereits in den vergangenen Spielzeiten nicht mehr die große Rolle auf dem Platz ein, die er noch in seiner Anfangszeit innehatte. In dieser Saison kam er bisher auf 27 Einsätze und wurde dabei 14 Mal eingewechselt.

Für den FC Bayern ist Pastore, der am liebsten zentral offensiv aufläuft, nur bedingt eine Alternative. Am zweithäufigsten lief der Argentinier als Linksaußen auf und könnte dort durchaus eine Alternative sein. Allerdings ist Pastore schon 28 Jahre alt und auch in punkto Gehalt wohl nicht ganz billig. Sein Vertrag läuft noch bis 2019.

Urteil: Pastore ist kein Bayern-Kandidat.

Julian Draxler: Von ihm spricht der Le Parisien zwar nicht, aber Draxler könnte durchaus ein Kandidat sein, der PSG verlässt. Nach seiner harschen Kritik an Trainer Unai Emery könnte Draxler, der nicht in der Startelf stand, obwohl Neymar ausfiel, auch für den FC Bayern interessant sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass Draxler bei den Bayern im Gespräch wäre

Urteil: Mit 24 Jahren ist der Ex-Schalker ein Spieler, der langfristig die Robbery-Nachfolge antreten könnte.

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sh

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