Startplatz im offensiven Mittelfeld

Thomas Müller und Philippe Coutinho: Mainz-Spiel als Wink für weiteren Saisonverlauf?

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Einigkeit beim Sponsoren-Termin, Arbeitsteilung auf dem Spielfeld: Am Wochenende wurde Thomas Müller für Philippe Coutinho eingewechselt.

Mit Thomas Müller und Philippe Coutinho kämpfen zwei Mittelfeldstars um einen Platz in der Startelf des FC Bayern. Beim Kantersieg gegen Mainz durfte der Brasilianer von Beginn an ran.

Update vom 2. September 2019: Am 3. Bundesliga-Spieltag gab es ein Indiz dafür, wie die Aufgabenverteilung im Mittelfeld des FC Bayern künftig von statten gehen könnte. Philippe Coutinho gab beim deutschen Rekordmeister sein Startelf-Debüt und leitete bei der 6:1-Gala gegen den FSV Mainz 05 in der Offensive die Geschicke (tz-Note 4). Mitte der zweiten Halbzeit wurde der brasilianische Neuzugang schließlich positionsgetreu durch Thomas Müller ausgetauscht. Ob die beiden im weiteren Saisonverlauf auch mal gemeinsam in der Startelf des Rekordmeisters zum Einsatz kommen, wird die Zukunft zeigen.

Wenn es nach unseren Usern geht (siehe Umfrage), ist dies zumindest die favorisierte Variante unter den FCB-Anhängern. Ansonsten sehen die Fans mit Abstand eher Coutinho als Kandidat für die ersten Elf, statt Müller. Keine Frage: In den kommenden Wochen werden die Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt und es tut dem FC Bayern München gut, zwei Spieler von Weltklasse-Format in ihren Reihen zu haben, welche die Rolle im offensiven Mittelfeld ausführen können.

Thomas Müller oder Philippe Coutinho? FCB-Ikone über den Konkurrenzkampf

Update vom 28. August 2019: Mit Philippe Coutinho hat Thomas Müller beim FC Bayern einen neuen Mitspieler von Weltformat bekommen - aber auch einen Rivalen im Kampf um einen Stammplatz im offensiven Mittelfeld. Gegenüber der Sport Bild (Mittwochsausgabe) äußert sich der Weltmeister nun selbst zu seinem Konkurrenten und bewertet die Aufgabenverteilung im Kader des Rekordmeisters.

Auf der „Zehner“-Position fühlen sich beide Profis zuhause, doch sind sie auch die gleichen Spielertypen? Müller verneint dies und sieht in der Spielweise Unterschiede zum flinken Brasilianer, der vorerst bis Sommer 2020 vom FC Barcelona geliehen wurde. Während Coutinho eher über die Technik und Spielübersicht kommt, arbeitet Müller traditionell als verkappte Spitze und stellt immer wieder im Strafraum seine Torgefährlichkeit unter Beweis. 

Ein weiterer technisch beschlagener Konkurrent könnte aus Turin kommen. Der FC Bayern scheint interessiert an der Verpflichtung eines Juve-Mittelfeldstars.

Thomas Müller spricht über Philippe Coutinho: Wer holt sich einen Stammplatz?

„Ich denke aber, dass meine Wichtigkeit auch intern bekannt ist. Ich werde weiter meinen Job machen“, betont Müller und verweist darauf, dass er keine Probleme mit der Verpflichtung des kreativen früheren Liverpoolers hat. Im Gegenteil: „Wir sind dazu da, dass wir die Spiele gewinnen. Und mit 12, 13 Spielern wird das schwierig.“

Beim ersten Bundesliga-Sieg der noch jungen Saison auf Schalke (3:0) musste Müller in Halbzeit zwei für Coutinho Platz machen. Wie die Sport Bild weiter berichtet, dürfte der Rivale bis Mitte September seinen Trainingsrückstand wettgemacht haben und dann agieren beide Offensivstars auf Augenhöhe im Kampf um einen Startplatz in der Elf von Niko Kovac. Klar ist, dass der deutsche Rekordmeister im Kampf um drei Titel gut daran tut, zwei zentrale Mittelfeldspieler von Weltformat in seinen Reihen zu haben. Müller: „Wir haben einen weltbekannten Spieler geholt, der riesige Qualitäten hat. Ich denke, wir haben uns in der vergangenen Woche noch einmal sehr gut verstärkt.“ Robert Lewandowski steht währenddessen kurz vor einer Verlängerung. Er äußerte sich nun ebenfalls über Coutinho und erklärte, warum Ivan Perisic ein Gewinn ist. Außerdem stichelte er gegen den BVB.

FC Bayern: Hochkarätige Konkurrenz - Wird es eng für Thomas Müller?

Erstmeldung vom 21. August 2019: München - Thomas Müller kennt das Gerede mittlerweile aus dem Effeff. Kaum hat sich der FC Bayern ein neues Offensivsternchen geangelt, wird er auf die Bank geschrieben. So war es 2017, als James Rodríguez aus Madrid kam, so ist es jetzt nach dem Transfer von Coutinho aus Barcelona. Der Brasilianer hat gerade einmal zwei Einheiten an der Säbener Straße absolviert, schon muss Müller zittern. Sagte Louis van Gaal einst noch „Müller spielt immer“, heißt es jetzt: Müller spielt nimmer!

Hat für die Konkurrenz nur ein Schulterzucken übrig: Thomas Müller.

Taktischer Hintergrund: Für Coutinho soll Niko Kovac eine Systemänderung in Betracht ziehen. Aus 4-3-3 mach 4-2-3-1 – so kann der Neue nämlich auf seiner angestammten Zehner-Position kicken und sein komplettes Potenzial ausschöpfen. Thiago und Goretzka kämen auf die Doppelsechs, Coman und Gnabry auf die Flügel, Lewandowski in die Spitze – und Müller auf die Bank! So sieht es zumindest die Theorie vor, in der Praxis kam es für Müller meist aber nicht ganz so düster.

Thomas Müller und Philippe Coutinho - ein perfektes Duo?

Beispiel James: Wirft man einen Blick auf Lisa Müllers Instagram-Historie, erkennt man schnell, dass ihr Gatte ab und an auch schwierigere Phasen durchleben musste. Speziell nach Müllers Roter Karte in der Königsklasse gegen Ajax vergangenes Jahr kam James oft zum Zug und Müller fand sich vermehrt auf der Ersatzbank wieder – hält man sich jedoch die nackten Zahlen vor Augen, wird einem schnell klar: Der Ur-Bayer hatte klar mehr Einsatzzeit auf dem Tacho.

3251 Minuten stand der Weltmeister wettbewerbsübergreifend auf dem Platz, womit er auf Platz sieben der am meisten eingesetzten Spieler der Saison 18/19 liegt. James ist mit gerade einmal 1654 Minuten nur Platz 15 in dieser Kategorie. Müller ist Konkurrenz gewöhnt. Egal ob James, Götze oder jetzt Coutinho – seit seinem Sprung in die Profis 2009 hat sich das FCB-Eigengewächs stets unter den elf Spielern mit der meisten Einsatzzeit der Saison wiedergefunden. Und das soll sich in seiner zehnten Saison in München nicht ändern.

Wo steht Thomas Müller in der neue FC Bayern-Hierarchie

Das ist auch Coutinho selbst ein Begriff, der sich bei seiner Vorstellung wie folgt über den Vize-Kapitän des Rekordmeisters äußerte: „Es hängt vom Trainer ab. Ich spiele da, wo er will. Ich will mein Bestes geben. Natürlich hat Müller oft auf der Zehn gespielt. Das wird der Trainer entscheiden. Ich habe bei Barça auch links gespielt. Müller ist ein großes Idol, ein Weltstar. Ich bin glücklich, mit ihm spielen zu dürfen.“ Was Müller, von dem auch ein ehemaliger Mitspieler schwärmt, zugute kommt: Einen Raumdeuter, wie sich der Bayer einmal selbst beschrieb, hat Bayern so kein zweites Mal im Kader. Dass er auch auf die Flügel ausweichen kann, macht den 30-Jährigen noch ein Stück wertvoller.

Beim Blick auf den Kader wird aber dennoch schnell klar: Im Mittelfeld herrscht generell akute Massenpanik. Ohne Müller dazuzuzählen – der Klub führt ihn offiziell unter der Kategorie Stürmer – verfügt Kovac insgesamt über elf Mittelfeldspieler. Schenkt man einem Bericht der Sport Bild Glauben, könnten es vor dem Ende des Transferfensters am 2. September noch mehr werden. Der FC Bayern hat in kurzer Zeit drei Mal zugeschlagen. Doch sind im Sommer noch weitere Transfers möglich? Sportdirektor Salihamidzic positionierte sich.

Der Grund: Kovac hat nach der Defensivleistung beim Saisonauftakt gegen Hertha BSC (2:2) spontan Lust auf Verstärkung auf der Sechs bekommen. Im Gespräch ist weiterhin Marc Roca, für den Espanyol auch weiterhin die festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro will. Immer wahrscheinlicher wird auch der Abschied von Renato Sanches. „Ich mag ihn als Spieler“, meinte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge bei Sky. „Aber wir müssen eine Lösung finden, die er mitspielt und die für den Trainer tragbar ist.“ Lille hat Interesse.

Zwölf Spieler kämpfen um fünf Positionen im Mittelfeld

  • Davies
  • Coman
  • Martínez
  • Goretzka 
  • Coutinho 
  • Cuisance 
  • Thiago
  • Sanches 
  • Tolisso
  • Gnabry
  • Perisic 
  • Müller

José Carlos Menzel López

Thomas Müller hat mit einem offenbar unabsichtlichen Twitter-Post während der Partie des HSV für viele Lacher gesorgt. Anschließend reagierte der FCB-Star gewohnt lässig.

Jann-Fiete Arp ist vom Hamburger SV zum FC Bayern München gewechselt. An der Säbener Straße kämpft er aktuell um seinen Platz.

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