Ex-Roter mit Mia-san-mia-Gefühl

Kroos plötzlich kleinlaut - bei einer Frage zum FC Bayern weicht er aus

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Kennt sich an der Säbener Straße eigentlich bestens aus: Über die Stimmungslage beim FC Bayern möchte Toni Kroos derzeit allerdings nicht sprechen.

Toni Kroos hat eine Bayern-Vergangenheit. Aktuell geht es ihm bei Real Madrid ähnlich wie den Ex-Kollegen in München. Doch er weiß auch nicht auf jede Frage eine Antwort.

Berlin - Nicht nur die Bayern-Stars haben eine Krise, sondern auch Toni Kroos - und zwar eine königliche! Kroos und Real Madrid sind seit vier Spielen ohne Sieg und stehen in der Liga lediglich auf dem vierten Platz. Zu wenig für die Ansprüche der Königlichen und auch für Kroos.

Vor allem die Torausbeute ist seit dem Abgang von Cristiano Ronaldo der große Schwachpunkt bei den Galaktischen: Seit nunmehr 409 Minuten steht Real ohne eigenen Treffer da. Ein Negativrekord, den es so zuletzt vor 33 Jahren gab. Parallelen zum FC Bayern sind erkennbar: Auch bei den Münchnern stottert das Offensivspiel. Und ähnlich wie Niko Kovac beim FCB steht auch in Madrid der Trainer, Julen Lopetegui, in der Kritik.

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Kroos über Bayern-Krise: „Grundsätzliche Qualität vorhanden“

Darum kommt die Länderspielpause, wie bei den Münchnern, für Mittelfeldspieler Kroos zum richtigen Zeitpunkt. „Das ist ganz normal, dass es auch bei solchen Spielern mal nicht so läuft. Wichtig ist, dass grundsätzliche Qualität vorhanden ist“, sagte der Nationalspieler am Donnerstag, als er auf die schwachen Leistungen der Bayern-Stars angesprochen wurde.

Vor dem wegweisenden Duell in der Nations League:

Und wie erlebt er seine eigene Krise mit den Madrilenen und den DFB-Tapetenwechsel? „Mal ist es hier schwierig, mal ist es dort schwierig. Ich mache das nicht immer von ein oder zwei gewonnenen oder verlorenen Spielen abhängig. Es ist mal eine schöne Herausforderung, wenn es mal nicht läuft, das wieder umzudrehen. In Madrid haben wir in den letzten Jahren immer bewiesen, dass wir das können. Es war ja nicht immer so, dass wir eine Saison top durchgespielt haben. Wir hatten immer mal Phasen. Ich bin da nicht beunruhigt“, so der CL-Sieger.

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Werner erfreut sich an Witzen der Bayern

Als Kroos und Kollege Timo Werner auf dem Podium nach der Stimmungslage bei den Krisen-Bayern gefragt wurden, klinkte sich der Real-Star aus: „Ich bin raus.“ Werner übernahm das Wort: „Vor einem Jahr war Bayern auch nicht so gut drauf, am Ende sind sie deutlich Meister geworden. Natürlich ärgert das die Spieler, aber sie sind trotzdem so wie immer. Sie konzentrieren sich jetzt auf die Länderspiele. Die schlechte Phase der Bayern wird nicht hierhin übertragen. Sie machen immer noch so gute Witze wie davor.“

Und am Freitag endet dann auch das DFB-Schweigen der Bayern-Stars: Neben Jogi Löw wird Thomas Müller an der Pressekonferenz in Amsterdam teilnehmen.

Auch wenn Kroos nicht über seinen Ex-Klub aus München und die dortige Krise sprechen wollte - das Mia-san-mia-Gefühl hat der Spanien-Legionär immer noch tief in sich verankert. Nach seiner Sechs-Punkte-Ansage wurde Kroos gefragt, ob dieses Selbstverständnis nicht mit der neuen Bescheidenheit der Nationalmannschaft kollidieren würde? Kroos lachte: „Ich spiele jedes Spiel, um es zu gewinnen. Dass das nicht immer zu 100 Prozent gelingen kann, ist auch klar. Wir haben das Ziel, zu gewinnen. Da ändern auch drei nicht ideale Spiele bei der WM nichts.“

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Manuel Bonke

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