Wieder schlechte Nachrichten für PSG

Vor Kracher gegen den FC Bayern: Bei Paris läuft fast alles schief - Neymar-Ausraster hat Folgen

Vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern trifft Paris Saint-Germain eine schlechte Nachricht nach der anderen. Neymar bereitet Sorgen.

Paris - Kein Tag vergeht, ohne dass eine schlechte Nachricht die Lage bei Paris Saint-Germain im Hinblick auf das Wiedersehen mit dem FC Bayern München im Viertelfinale der Champions League verschärft. Erst kam die Meldung vom zweiten positiven Corona-Test in weniger als drei Monaten beim Mittelfeldstrategen Marco Verratti, dann die schmerzhafte 0-1-Heimniederlage im Spitzenspiel in der Ligue 1 gegen den OSC Lille – immerhin die achte Saison-Niederlage der Hauptstädter allein in der französischen Meisterschaft (die dritte in Folge im Prinzenpark) – und schließlich folgte am Ostermontag die nächste Hiobsbotschaft mit dem zweiten italienischen Nationalspieler in den Reihen von PSG (Alessandro Florenzi), der auch positiv auf Covid getestet wurde und sich ebenfalls in Isolation begeben musste.

Vor FC Bayern gegen PSG: Neymar völlig außer Form - Superstar rastet schon wieder aus

Die größten Sorgen bereitet aber Neymar. Sein Ausraster am Samstag hat für hohe Wellen gesorgt. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison wurde der Brasilianer vom Platz gestellt, zum dritten Mal wegen Provokation und Rudelbildung. Sogar auf dem Weg zurück in die Kabine, als er handgreiflich gegenüber Landsmann Djalo von Lille wurde und nur von der Security gestoppt werden konnte. Er wird nun mindestens drei Spiele Sperre absitzen müssen.

Auch seine Leistung am Samstag war unterirdisch: Kein Aufbäumen, kein spielerischer Glanz, wenig gefährliche Aktionen. Vielleicht kommt aber das Duell in der Allianz Arena für ihn zum richtigen Zeitpunkt. Fest steht: Er will es endlich mal allen zeigen. Im Finale der Königsklasse in Lissabon am 23. August hat er die Erwartungen nicht erfüllen können, auch, weil er mehrfach in Manuel Neuer seinen Meister fand. Allerdings hat er gute Erinnerungen an der Allianz Arena: Vor knapp sechs Jahren erzielte er im Halbfinal-Rückspiel einen Doppelpack bei der 2-3-Niederlage und schoss damit den FC Barcelona ins Finale.

Rückhalt im Champions-League-Kracher: FC Bayern kann auf Neuer bauen - PSG auf Keylor Navas

Wie Manuel Neuer beim FC Bayern ist auf Keylor Navas bei PSG jederzeit Verlass. Ohne die Reflexe, die langjährige Erfahrung (er gewann u.a. dreimal die Champions League mit Real Madrid) und die herausragenden technischen Fähigkeiten des Schlussmanns aus Costa Rica hätte Paris auf der europäischen Bühne wohl nicht überwintert.

Schwachstelle bei Paris: Thilo Kehrer bereitet Kopfschmerzen - Nationalspieler muss aber gegen Bayern ran

Das war’s dann aber wieder mit den guten Nachrichten beim französischen Serien-Meister. Die meisten Kopfschmerzen für Trainer Mauricio Pochettino bereitet ausgerechnet ein deutscher Nationalspieler. Knapp drei Jahre, nachdem er aus Schalke für die stolze Summe von 37 Millionen Euro nach Frankreich gewechselt war, hat sich Thilo Kehrer als reiner Flop erwiesen.

Im Endspiel von Lissabon hatte Hansi Flick den Ex-Stuttgarter als PSG-Schwachstelle Nummer eins ausgemacht: Das einzige Tor fiel nach einem Kopfball von Kingsley Coman, der sich im Zweikampf gegen Kehrer locker durchsetzen konnte. Mit Florenzis Ausfall wird der Nachfolger von Thomas Tuchel gezwungen sein, den Deutschen erneut in der Startelf aufzustellen – und zwar auf der ungeliebten Rechtsverteidiger-Position. Hansi Flick kann es nur freuen. (tz-Analyse von Alexis Menuge)

Rubriklistenbild: © Michael Regan

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