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Bayern deklassiert Bremen - Ribéry überragend

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Franck Ribéry überragte beim Spiel des FC Bayern in Bremen. © MIS

Bremen - Die Bayern eilen von Sieg zu Sieg. Gegen Werder Bremen haben die Münchner ihren höchsten Saisonsieg eingefahren. Sieben Dinger schenkte der Rekordmeister den Werderaner ein.

Der einstige Erzrivale war nur noch ein überforderter Sparringspartner: Dank eines nie gefährdeten 7:0 (3:0)-Sieges bei Werder Bremen ist Bundesliga-Tabellenführer Bayern München auch im 40. Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen geblieben und steht zwei Spieltage vor dem Hinrundenende schon dicht vor der Herbstmeisterschaft. Für das Team von Coach Pep Guardiola war es der siebte Punktspielerfolg nacheinander.

Dabei mussten die Gäste den Führungstreffer nicht einmal selbst erzielen. Werder-Innenverteidiger Assani Lukimya verlängerte in der 21. Minute eine Hereingabe von Franck Ribery ins eigene Tor. Sechs Minuten später war der Belgier Daniel van Buyten mit einem wuchtigen Kopfball für den Triple-Gewinner erfolgreich.

Ribery selbst traf in der 38. Minute aus kurzer Distanz. Für den vierten Treffer sorgte Torjäger Mario Mandzukic nach exakt einer Stunde mit seinem neunten Saisontor, ehe Thomas Müller (69.), erneut Ribery (83.) und Mario Götze (90.) den Endstand herstellten.

Der ehemalige Dauer-Rivale verlor auch in der Höhe verdient gegen die Münchener, die seit nunmehr 40 Spielen der Bundesliga ohne Niederlage sind. „Wir sind alle glücklich“, sagte der überragende Franck Ribéry beim Pay-TV-Sender „Sky“, der zwei der sieben Tore schoss und insgesamt an vier Treffern beteiligt war. Die Bayern stellten quasi nebenbei noch mit nunmehr 90 Zählern einen Bundesliga-Punkterekord für ein Kalenderjahr auf. „Die Mannschaft hat einen unglaublichen Lauf“, lobte Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

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Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion übernahmen die Gäste von der ersten Ballberührung an das Kommando und setzten sich in der Spielhälfte der Norddeutschen fest. Nur eine knappe Viertelstunde lang gelang es den Platzherren, gefährliche Situationen im eigenen Strafraum zu vermeiden.

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Offensivaktionen der Norddeutschen hingegen hatten Seltenheitswert. Lediglich in der 35. Minute geriet das Tor der Münchner in Gefahr, als van Buyten im Getümmel auf der Linie mit einem Befreiungsschlag klären musste. „Die Bayern spielen derzeit einen fantastischen Fußball, das muss man einfach anerkennen“, sagte Bremens Ex-Europameister Dieter Eilts in der Halbzeitpause.

Die Bayern sorgten für den elften Pflichtspiel-Sieg in Serie. Auch Pep Guardiola war zufrieden und lobte: „Es ist das erste Spiel, in dem wir ein gutes Positionsspiel gemacht haben.“ Dass der Bundesliga-Neuling mit 15 ungeschlagenen Spielen noch einen ganz eigenen Rekord aufgestellt hat, interessierte den spanischen Coach weniger: „Das ist für mich persönlich nicht speziell.“

„Es war für mich das frustrierendste Spiel seit ich bei Werder bin“, sagte Bremens Clemens Fritz: „Wir haben schön was auf die Fresse gekriegt.“ Während die Bayern feierten, rief Trainer Robin Dutt seine Spieler nach dem Abpfiff zusammen. Der Coach redete minutenlang auf die Profis ein.

Nach dem Seitenwechsel hielt die Dominanz des Rekordmeisters an. In seinem ersten Heimspiel für die Grün-Weißen geriet nun Torhüter Raphael Wolf in den Blickpunkt, als er in der 54. und 55. Minute zweimal bravourös gegen Mandzukic klärte.

Die Austragung des früheren Nord-Süd-Gipfels hatte bis 36 Stunden vor dem Anpfiff auf der Kippe gestanden. Das Orkantief „Xaver“ bedrohte mit einer Sturmflut die Arena der Grün-Weißen, doch die Weserdeiche hielten den Wassermassen stand.

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SID/dpa

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