Bei Nürnberg oft nur zweite Wahl

FC Bayern: Sarpreet Singh will „um einen Stammplatz kämpfen“

Kann sich Sarpreet Singh bei den Bayern durchsetzen? 
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Kann sich Sarpreet Singh bei den Bayern durchsetzen? 

Trotz Startschwierigkeiten beim 1.FC Nürnberg ist Singhs Ehrgeiz ungebrochen. Er möchte sich auf kurz oder lang beim Rekordmeister etablieren.

  • Sarpreet Singh kommt beim 1.FC Nürnberg bisher nur sporadisch zum Zug.
  • Der Leihspieler des FC Bayern gibt sich im Spox-Interview trotzdem selbstbewusst.
  • Er möchte sich in München als Stammspieler durchsetzen.

München/Nürnberg - Es könnte zugegebenermaßen besser laufen für Sarpreet Singh. 2019 als vielversprechendes Talent aus Neuseeland an die Isar gewechselt, erwartete selbstverständlich niemand den sofortigen Durchbruch bei den Profis. Er war ein klassischer Perspektivspieler, der bei den Amateuren gute Ansätze zeigte und deshalb seine ersten Minuten unter Hansi Flick bekam. DieLeihe zum 1.FC Nürnberg sollte der nächste große Karriereschritt werden, doch so richtig in Tritt kam er bisher nicht. ImInterview mit Spox reflektiert er nun seine aktuelle Situation und macht große Ansagen.

Sarpreet Singh: Startprobleme beim 1.FC Nürnberg

Dass der vorübergehende Wechsel in die 2.Bundesliga trotz der Startprobleme der „richtige Schritt“ war, daran besteht für den 21-Jährigen kein Zweifel. „Am Anfang musste ich mich an ein paar neue Dinge gewöhnen. Zuletzt stand ich aber ein paar Mal hintereinander in derStartelf, was meiner Entwicklung gutgetan hat,“ erklärt der neuseeländische Nationalspieler mit indischen Wurzeln. Besonders Schicksalsgenosse Christian Früchtl habe ihm die Eingewöhnung erleichtert. 

Über Bayern-Coach Hansi Flick verliert Singh kein schlechtes Wort: „Im Sommer habe ich mich mit Hansi fast jeden zweiten Tag über meine Situation und Zukunft ausgetauscht. Er kümmert sich um die jungen Spieler wie mich. Dafür bin ich ihmsehr dankbar.“ Auch er habe ihm zur Leihe nach Nürnberg geraten. Mit Flick stand das Nachwuchstalent zwar zuletzt nach eigenen Angaben nicht mehr persönlich in Kontakt, von den Bayern-Scouts fühlt er sich jedoch gut betreut: „Sie verfolgen meine Spiele ganz genau und geben mir Feedback.“

FC Bayern: Sarpreet Singh will Stammplatz

Trotz der bislang eherernüchternden Bilanz, hat Sarpreet Singh Großes vor. „Ich will im Sommer als ein besserer Spieler zum FC Bayern zurückkehren und um einen Stammplatz kämpfen.“ Er betont, dass es sich dabei um keine bedeutungslose Floskel handelt: „Ich glaube daran,mich beim FC Bayern durchzusetzen. Das ist mein Plan.“ Ob das klappt, darf zumindest bezweifelt werden. Sein Kontrakt bei den Bayern läuft noch bis 2022

Doch allein dass er es schon in so jungen Jahren zum „besten Klub der Welt“ geschafft hat, erfüllt den Youngster mit Stolz. Er erinnert sich immer wieder gern an den Tag zurück, an dem ihm sein Berater von dem Interesse des deutschen Rekordmeisters unterrichtet hat: „Ich war nach der U20-WM mit Freunden in Australien im Urlaub, als auf einmal mein Telefon klingelte. Im ersten Moment war ich absolut geschockt, dann habe ichdirekt zugesagt.“ Eigentlich sei sein Plan gewesen, erst bei einem kleineren europäischen Verein unterzukommen und sich von dort hochzukämpfen. Doch dann kam alles anders. 

Es seien allen voranThomas Müller und Chris Richards gewesen, mit denen er sich sofort anfreundete. Er fühlt sich also wohl in München. Doch ob es sportlich reichen wird, steht auf einem anderen Blatt Papier. Einen Verbleib im Frankenland schließt er immerhin nicht aus: „Wer weiß, vielleicht bleibe ich auch in Nürnberg.“

(Pascal Edenhart)

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