Klubs aus zwei Ligen interessiert

Konkurrenz für DFB? Topklub signalisiert Interesse an Hansi Flick - mehr Details zu Brazzo-Zoff durchgesickert

Während die Bayern nach einem neuen Trainer suchen müssen, kann sich Flick wohl seine neue Station aussuchen. Auch Vereine aus Spitzen-Ligen sind scheinbar interessiert.

München - Der angekündigte Abschied von Hansi Flick vom FC Bayern war offenbar eine „spontane“ Reaktion des Trainers auf die Machtkämpfe bei den Münchnern. Der 56-Jährige will trotz eines Arbeitspapiers bis 2023 um Vertragsauflösung bitten und wäre damit für ein nächstes Engagement frei. Obwohl Flick beim DFB* ein gefragter Mann ist und als designierter Löw-Nachfolger gilt, drängt sich scheinbar ein Topklub auf und buhlt um den Erfolgstrainer.

FC Bayern: Brazzo soll möglichen Flick-Nachfolger kontaktiert haben - allerdings schon im März

Anderthalb Jahre hatte der anfangs stets gelassene Flick die Münchner von der Seitenlinie aus zu bisher sechs Titeln geführt. Aufgrund der internen Reibereien und Machtspielen zwischen ihm und Sportvorstand Hasan Salihamidzic wurde der Ton rauer, die Lust auf den Job geringer. Die geringe Einflussnahme auf den Kader soll dabei immer wieder ein Thema gewesen sein, es ging auch um ein Vetorecht für den Coach, um bei Transfers zu intervenieren.

Flick wurde vorgehalten, Spieler wie Mario Götze oder Timo Werner wohl mit der Aussicht auf einen Wechsel an die Isar kontaktiert zu haben. Wie Sport Bild schreibt, soll sich Hasan Salihamidzic bereits Mitte März bei den Beratern von RB-Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann in Verbindung gesetzt haben, was Flick dem Bericht zufolge zugetragen wurde.

FC Bayern: Flick bei Topklub im Gespräch - DFB nicht der einzige Interessent

Kein Wunder also, dass sich der Triple-Sieger nicht länger an der Säbener Straße* wohl fühlte. Doch der Coach betrieb während seiner Amtszeit in München kräftig Eigenwerbung und soll nicht nur als Trainer der Nationalmannschaft in Frage kommen. Wie Sport Bild weiter berichtet, soll Flick bei Juventus Turin* sowie Premier-League-Klubs die Begehrlichkeiten geweckt haben, die Italiener sollen ihr Interesse bereits signalisiert haben. Ob sich der Champions-League-Sieger von 2020 nach den letzten Wochen und Monaten abermals dem Medienrummel eines Spitzenklubs aussetzen würde, ist jedoch fraglich.

Sollte der Heidelberger jedoch keine Freigabe für den DFB-Job bekommen, hätte er also noch Alternativen. Diese wünscht sich auch Salihamidzic, der nun erneut seine Qualitäten unter Beweis stellen muss und einen geeigneten Nachfolger für den Senkrechtstarter sucht. Es gibt zwar einige Anwärter auf den Posten, doch noch deutet nichts auf einen der Kandidaten hin. (ajr)

Rubriklistenbild: © Markus Ulmer/imago-images

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare