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Die Hoffnung lebt - Endspiel in Turin!

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Ivica Olic schoss den Treffer des Tages
Ivica Olic schoss den Treffer des Tages © dpa

München - In Krisenzeiten kann auch ein Sieg gegen Maccabi Haifa Jubelstürme wie ein gewonnenes Champions-League-Finale auslösen. Nach dem Sieg über Haifa hofft Bayern wieder aufs Achtelfinale.

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sechs Monate zu früh, aber immerhin: In Krisenzeiten kann auch ein Sieg gegen Maccabi Haifa Jubelstürme wie ein gewonnenes Champions-League-Finale auslösen. Nach dem 1:0 gegen den israelischen Meister ist für die Bayern weiter das Achtelfinale drin: Die Hoffnung lebt!

Weil Juventus zeitgleich in Bordeaux verlor, kommt es am 8. Dezember zum Endspiel in Italien. Mit einem Sieg gegen Juve können die Bayern aus eigener Kraft fürs Weiterkommen sorgen. Spielerisch gibt’s immer aber immer noch Probleme – das 1:0 war mehr Gewürge denn Gala. Aber zumindest hat Louis van Gaal seit Mittwoch wieder etwas mehr Luft.

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Der Holländer wird inzwischen auch von den Fans kritisch gesehen. Bei der Vorstellung wurde der Trainer mit Pfiffen empfangen. Ansonsten gaben sich die nur 58 000 Zuschauer aber Mühe, das Team zu unterstützen. Bei Pfiffen – die ersten ertönten bereits nach sechs Minuten – hielt die Südkurve sofort mit „Bayern“-Anfeuerungsrufen dagegen. Für den Trainer gab’s keine Rufe – dafür für seinen Co: „Hermann Gerland, Du bist der beste Mann!“

Dabei brauchte man viel Geduld. Die Bayern mühten sich gegen den Außenseiter lange planlos ab, Kombinationen gab’s kaum. Ausnahme: Die 16. Minute, als Gomez nach einer schönen Ballstafette verpasste. Nach 30 Minuten wurden die Pfiffe wieder lauter – weil die Bayern gehemmt auftraten. Das gab später auch Thomas Müller zu: „Natürlich merkt man, dass die Mannschaft verunsichert ist. Wir haben viel Leidenschaft und Kampf gebraucht.“ Der Pausenstand: 0:0. Da konnte auch die Südkurve das Pfeifkonzert nicht mehr übertönen.

Zum Start der zweiten Halbzeit kam aber ein Zeichen der Fans an das Team. „Steht auf, wenn ihr Bayern seid“, hallte es durch die Arena – und es durfte gejubelt werden. In der 54. Minute ging ein Aufschrei durchs Stadion – aber nur, weil Bordeaux das 1:0 in Führung ging. Die Bayern mühten sich ab: Schweini traf per Freistoß auf die Latte, dann die Erlösung: Gomez setzte sich durch und scheiterte noch an Torwart Davidovitch, dann staube Ivica Olic ab. Die Führung – und eine Erlösung für van Gaal: Der Trainer jubelte befreit wie selten zuvor, Uli Hoeneß sprang auf der Tribüne auf und ab. „Der Druck bleibt, aber für das Selbstvertrauen war es wichtig, dass wir hier gewonnen haben“, urteilte der Manager später erleichtert. Torschütze Olic rutschte in die Mannschaft, weil Klose wegen einer Ellbogenverletzung passen musste und sich Toni selbst suspendierte. Der lange verletzte Kroate bedankte sich bei Dr. Müller-Wohlfahrt – und plädierte nach Schlusspfiff für van Gaal: „Die Spieler sind zu 100 Prozent hinter dem Trainer. Jetzt ist alles hinter uns, wir schaffen das. Er macht alles richtig. Bis zum Winter wollen wir alles gewinnen.“

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Genau das fordert auch Christian Nerlinger. Der Sportdirektor erhöhte via SportBild den Druck: „In der Liga haben wir Hannover, Gladbach, Bochum, Berlin. Bei dem Programm können wir vor dem Winter angreifen. Die vier Spiele musst du einfach gewinnen.“ Toni-Eklat, keine spielerische Linie. Die Lage bleibt kritisch. Auch nach der Führung wurde gepfiffen. Der Name Matthias Sammer wird immer wieder genannt. „Ich habe beim DFB einen Vertrag bis 2013. Alles andere ist Spekulation“, erklärte der DFB-Sportdirektor. Und van Gaal? Der sah beim 1:0 „eines der besten Spiele, seit ich hier bin“. Diese Meinung hatte er exklusiv.

jj, ta, mic

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