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“Sneijder? Ja, der gefällt uns“

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Gomez ja - Frey nein. Das deutete Uli Hoeneß in einem Interview an. © AP

München - Bayern-Manager Uli Hoeneß hat im Bayerischen Fernsehen ein wenig über die Kaderplanungen des FC Bayern geplaudert.

Unter anderem äußerte sich Hoeneß in der Sendung “Blickpunkt Sport“ auch über Wesley Sneijder (Real Madrid). Wie die tz exklusiv berichtet hatte , sind die Bayern an dem kleinen Holländer von Real Madrid interessiert. „Sneijder gefällt uns und Louis van Gaal“, sagte Hoeneß. Allerdings wäre der Mittelfeldspieler wohl nur dann ein Thema, falls Franck Rib éry den Verein verlassen sollte. Ribéry und Sneijder zusammen, das schloss Hoeneß kategorisch aus: „Wenn Ribéry bei uns bleibt, dann müssten wir schon einen Geldscheißer erfinden, um Sneijder zu holen“, scherzte der Manager.

Im Klartext: Bayerns Wunsch ist es, dass Franck Rib éry auch in der kommenden Saison für den Rekordmeister spielt. „Wenn ich lese, dass für Ribéry 30, 40 oder 50 Millionen aufgerufen werden... da nehmen wir nicht einmal den Telefonhörer ab“, so Hoeneß.

Sollten Real Madrid und der FC Barcelona allerdings weiterhin so vehement um den Franzosen buhlen, lenken die Bayern möglicherweise doch ein - und der Weg wäre frei für Sneijder. Hoeneß stellte aber klar: „Wir sind bereit, an unsere Grenzen zu gehen, aber wir werden nichts Verrücktes machen.“

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Auch zum Thema Mario Gomez bezog Hoeneß Stellung, verwies dabei aber auf die nächsten Tage: „Mario hat sich mit Stuttgart besprochen und wir werden im Laufe der Woche hören, was bei diesem Gespräch rausgekommen ist. Ich bin weiterhin guter Dinge.“ Ob die Bayern im Falle der Gomez-Verpflichtung mit vier hochkarätigen Stürmern (Gomez, Klose, Olic und Toni) in die neue Saison gehen wollen, ließ Hoeneß offen: „Jeder Spieler ist so realistisch, seine Chancen einzuschätzen. Sollte Mario kommen, würde sich der eine oder andere Spieler vielleicht Gedanken machen“, so Hoeneß vielsagend.

Ein Wink in Richtung Luca Toni? Jedenfalls nicht, was einen Tausch des Stürmers mit Torhüter Sebastien Frey ( AC Florenz) betrifft. Überhaupt sei die Personalie Frey bei den Bayern eher kein Thema. Am meisten Bedarf bestehe auf der Rechtsverteidiger-Position, da mit Philipp Lahm weiterhin auf der linken Abwehrseite geplant wird.

Aber rechts, da soll etwas passieren. Denn: „Christian Lell hat seine Chance nicht so hundertprozentig genutzt“, so Hoeneß, „und die Ausleihe von Massimo Oddo war ein Fehler. Er hat die Erwartungen überhaupt nicht erfüllt und war eine große Enttäuschung.“

Harte Worte, denen Hoeneß aber dann wieder verbale Streicheleinheiten folgen ließ, als es um seinen Nachfolger Christian Nerlinger ging. „Was mir an Christian gefällt, ist seine Liebe zum FC Bayern und seine Freude, für diesen Verein arbeiten zu dürfen“, schwärmte Hoeneß. „Ich werde bei ihm unheimlich an meine jungen Manager-Jahre erinnert. Auch Christian will dem Verein etwas zurückgeben. Er ist der Mann, der bereit ist sein Herzblut für diesen Verein zu investieren.“ Genau so, wie Uli Hoeneß es immernoch tut...

tz

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