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Lucio: „Es ist zu viel“

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Lucio fühlt sich ausgelaugt. © AP

Bloemfontein - Brasiliens Kapitän Lucio hat nach dem Auftaktsieg des Rekord-Weltmeisters beim Confederations Cup die extreme Belastung der internationalen Top-Fußballer angeprangert.

“Es ist zu viel, wir sind keine Maschinen“, beklagte der 31 Jahre alte Abwehrspieler des FC Bayern München nach dem knappen 4:3-Erfolg des Titelverteidigers gegen Afrika-Meister Ägypten in Bloemfontein.

Nach einer langen Saison in den europäischen Ligen konnten sich die brasilianischen Stars wie Kaká im Gegensatz zu den Akteuren der großen Konkurrenten Spanien und Italien nicht in Ruhe auf den Confed- Cup vorbereiten, sondern mussten zunächst noch in Südamerika zwei WM-Qualifikationsspiele in Uruguay (4:0) und gegen Paraguay (2:1) bestreiten. Im Anschluss ging es direkt weiter nach Südafrika. “Wir spielen für Clubs in Europa , reisen nach Südamerika und sind jetzt hier. Viele von uns leiden unter dem Jetlag“, berichtete Weltstar Kaká, der am Montag im Free State Stadium in letzter Minute mit einem verwandelten Handelfmeter das Siegtor für Brasilien erzielt hatte.

“Die Spieler haben seit der Ankunft hier nicht gut geschlafen, meist nur vier bis fünf Stunden“, schilderte der ausgelaugte Lucio, der in der abgelaufenen Saison mit 44 Pflichtspielen auch beim FC Bayern der am meisten belastete Akteur war. Der Weltmeister von 2002 bezog auch deutlich Position zum Stellenwert des Turniers ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Südafrika: “Die WM-Qualifikation ist wichtiger als der Confed-Cup.“

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Auch Nationaltrainer Carlos Dunga übte nach dem Leistungseinbruch in der zweiten Spielhälfte Nachsicht mit seinem Star-Ensemble. “Die Spieler sind müde nach zwei schweren Spielen in der WM-Qualifikation und den Reisestrapazen. Sie brauchen dringend Schlaf“, sagte er. “Die Ägypter haben sich dagegen seit Mai auf das Turnier vorbereitet. Lasst uns das tun - und man hätte ein anderes Spiel gesehen.“

Er werde die körperliche Verfassung seiner Akteure ganz genau beobachten und bei den kommenden Partien berücksichtigen, kündigte Dunga an. Innerhalb von 14 Tagen müssen Lucio & Co. - sofern sie nicht in der Vorrunde ausscheiden - beim Confed-Cup insgesamt fünf Begegnungen durchstehen. Das zweite Gruppenspiel bestreitet der Titelverteidiger am Donnerstag in Pretoria gegen die USA.

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