Die Zukunft des Profifußballs

Keller, Kalle und die Einführung einer Gehaltsobergrenze: Bayern-Boss irritiert von jüngsten Schmeicheleien

Karl-Heinz Rummenigge ist irritiert über die Äußerungen von Fritz Keller. Sind der Vorstandsboss des FC Bayern München und der DFB-Chef überhaupt einer Meinung? Es geht um den Kampf gegen ausufernde Gehälter.

  • Karl-Heinz Rummenigge plädiert länger für Einführung einer Gehaltsobergrenze.
  • Um dieses Thema drehte sich auch ein Gespräch mit DFB-Chef Fritz Keller.
  • Die Schmeicheleien danach bereiten dem FC-Bayern-Boss jedoch Unbehagen.
  • Mehr zum Thema erfahren Sie in unserer tz-App. Wie der Download funktioniert, erklären wir hier.

München – Natürlich wurde DFB-Präsident Fritz Keller am Dienstag im digitalen Hintergrundgespräch auf den Zwist mit FC-Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge angesprochen. Ursprünglich war die virtuelle Runde anberaumt worden, um über den außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai und die Zukunft der 3. Liga zu informieren.

Bayern München: Rummenigge und der Kampf gegen ausufernde Gehälter

Als der Zoff zwischen Keller und Rummenigge Thema wurde, nutzte das Verbandsoberhaupt die Gelegenheit und erklärte die Zwistigkeiten für beendet: „Ich habe mit ihm gesprochen, und die Sache ist ausgeräumt. Ich freue mich, dass ich mit ihm einer Meinung bin.“ Keller ging sogar noch einen Schritt weiter und verkündete stolz, dass man künftig im Kampf gegen die ausufernden Gehälter sogar gemeinsame Sache machen werde. Wie unsere Zeitung erfuhr, war Rummenigge irritiert darüber, wie offensiv Keller das vermeintliche Friedensgespräch mit ihm in der Öffentlichkeit angepriesen hatte. Es gab zwar ein Telefonat zwischen beiden, doch der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters hatte es bewusst kurz und sachlich gehalten.

Unterschiedliche Wahrnehmungen: Fritz Keller (l.) erklärt den Streit für beendet, Karl-Heinz Rummenigge dementiert.

Es wurden auch nicht etwa Pläne geschmiedet, wie man künftig gemeinsame Sache für eine Gehaltsobergrenze (“Salary Cap“) machen kann. Es wurde lediglich vereinbart, ein Treffen zu organisieren, um das Thema demnächst miteinander zu besprechen. Rummenigge mag Keller, die Aussagen aus dem Spiegel-Interview stoßen ihm immer noch sauer auf. 

Gehaltsobergrenze: Keller plant auch Reform des Financial Fairplay

Aber warum ist Keller so vorgeprescht? Fakt ist: Obwohl er DFB-Präsident ist, wird Keller im internationalen Fußball kaum wahrgenommen – anders als Rummenigge. Nicht umsonst schwärmte der Verbandschef vom FCB-Boss: „Obwohl er keinen Posten mehr hat, hat er internationales Gewicht. Wenn er sich dafür einsetzt, hat das Ganze sehr gute Chancen.“

FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat ein exzellentes internationales Netzwerk, von dem auch Keller profitieren könnte. Keller hat sich hohe Ziele gesteckt, unter anderem steht eine Reform des Financial Fairplay für den gesamten Fußball auf seiner Agenda, die fünf Punkte umfasst und das große Ziel verfolgt, „den Profifußball wieder näher zu den Menschen zu bringen“. Mit der Unterstützung des FC Bayern wäre dieses Ziel leichter zu erreichen. 

Denn eines dürfte außer Frage stehen: Die Klubs müssen ihre finanziellen Strukturen überdenken.

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © dpa

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