Nationalspieler will sich beim FC Chelsea weiterentwickeln

Melanie Leupolz: Die Bayern-Kapitänin braucht Neuland

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Melanie Leupolz besuchte in London schon das Stadion an der Stamford Bridge (wo die Chelsea-Männer spielen, die Frauen ab und zu) – und traf auf ihre künftige Trainerin Emma Hayes.

Es war ein Paukenschlag, als der FC Bayern am Montag verkündete, dass Melanie Leupolz zur neuen Saison München verlassen und sich dem FC Chelsea anschließen wird.

  • Melanie Leupolz gab am Montag ihren Wechsel vom FC Bayern zum FC Chelsea bekannt. 
  • Die Spielführerin des FC Bayern möchte sich in London weiterentwickeln. 
  • Die 25-Jährige hofft, noch einmal im Trikot der Roten auflaufen zu können. 

München – Die Kapitänin geht von Bord, das Gesicht der Mannschaft. Die 25-Jährige ist der Liebling der Fans. Mit den Bayern-Frauen wurde die Nationalspielerin 2015 und 2016 in jungen Jahren Deutscher Meister, insgesamt sechs Jahre spielte die Allgäuerin für den Verein. „Ich bin mir bewusst, welche Rolle ich beim FC Bayern zurücklasse“, sagte die Mittelfeldspielerin: „Ich habe immer eine große Wertschätzung und enormes Vertrauen vom Verein erfahren, auch dadurch, dass ich jetzt Kapitänin bin. Ich habe mich jetzt aber für diese neue Herausforderung entschieden – und hoffe, dass ich als Mensch und Persönlichkeit daran wachsen werde.“

Melanie Leupolz: „Kann mich mit dem FC Chelsea total identifizieren“

Im vergangenen Sommer hatte Leupolz ihren Vertrag beim FC Bayern noch verlängert. Allerdings nur für ein Jahr, weshalb man damals vielleicht schon vermuten hätte können, dass die Olympiasiegerin ihre Zukunft nicht langfristig in München sieht. „Im professionellen Fußball sind sechs Jahre bei einem Verein eine sehr lange Zeit“, erklärte Leupolz: „Ich persönlich habe seit dem Beginn meiner Karriere gesagt, dass ich auch mal im Ausland spielen möchte. Für mich ist jetzt der richtige Zeitfpunkt, diesen Schritt zu wagen. Ich kann mich mit dem Konzept und dem Fußball des FC Chelsea total identifizieren. Ich freue mich auf eine neue Herausforderung.“

Neben der Metropole London und der Aussicht, die Sprachkenntnisse zu perfektionieren, lockt natürlich auch die Women’s Super League mit ihren Möglichkeiten. Frauenfußball wird in England derzeit massiv gefördert. Während in Deutschland die Zuschauerzahlen stagnieren, vermeldete die englische Liga zuletzt Rekorde. Das Derby zwischen Arsenal und Tottenham verfolgten im Herbst mehr als 38.000 Fans. 

Wiedersehen mit Manuel Zinsberger und Leonie Maier in London

„Ich finde es sehr spannend, dass die Vermarktung des Frauenfußballs in England so gut ist. Mich hat zudem total überzeugt, dass die Frauen in den Gesamtverein FC Chelsea super gut integriert sind. Und der Frauenfußball braucht genau so eine Unterstützung“, sagte Leupolz. Schon im vergangenen Sommer wechselten in Manuela Zinsberger und Leonie Maier zwei Bayern-Spielerinnen nach England zum FC Arsenal. Die Bayern-Frauen mussten damals einen großen Umbruch bewältigen. In Jens Scheuer kam ein neuer Trainer, acht Spielerinnen gingen, neun Neuzugänge wurden verpflichtet. Ob nach Leupolz’ Abgang nun ein weiterer Umbruch droht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Immerhin steht in der erst 19-jährigen Sydney Lohmann eine Spielerin bereit, die bereits bewiesen hat, eine ähnliche Rolle im Mittelfeld wie Leupolz spielen zu können.

Zunächst einmal gilt die volle Konzentration aber den restlichen Spielen dieser Saison. Der FC Bayern steht in der Bundesliga auf Platz zwei und trifft im Viertelfinale der Champions League auf Olympique Lyon. Wann, oder ob überhaupt diese Spiele ausgetragen werden, ist angesichts der Coronakrise völlig offen. „Ich hatte mich im Kopf darauf eingestellt, das Bayern-Trikot noch bis zum Sommer zu tragen und dann auch einen richtigen Abschied zu bekommen“, sagte Leupolz: „Wenn das letzte Spiel jetzt schon hinter mir liegen würde, wäre das sehr bitter für mich.“

Melanie Leupolz: „Ich kann mich mit dem Konzept  und dem Fußball des FC Chelsea total identifizieren.“

Und natürlich auch für die Fans der Bayern-Frauen, die ihre Lieblingsspielerin sicherlich gerne würdig verabschieden würden.

Melanie Leupolz hat sich also für die Blues entschieden. Und in der Liebe? Es gibt Gerüchte um sie und Sami Khedira.

Text: Christian Stüwe und Jonas Austermann

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