„Ich bin hier nicht glücklich“

Bayern-Star vor dem Absprung? Jetzt steht fest, wann die Entscheidung fällt

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Renato Sanches und James Rodriguez auf der Bayern-Bank.

Nach dem Rotations-Stopp von Niko Kovac sind einige Profis des FC Bayern München unzufrieden. Renato Sanches denkt nun an einen Abschied - und das öffentlich.

Update vom 22. April 2019: In eine ungewisse Zukunft blickt Mittelfeldspieler Renato Sanches beim FC Bayern München. Auch in der zweiten Saison beim deutschen Rekordmeister - in der Spielzeit 2017/18 war Sanches als Leihspieler für Swansea City aktiv - bekommt der Portugiese nicht das nötige Vertrauen seines Trainers. 

Dieser hat sich im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen auch zu der Zukunft des 21-Jährigen geäußert und angekündigt, wann die Entscheidung fällt. 

Update vom 20. April 2019: Dass Renato Sanches mit seiner Situation beim FC Bayern nicht glücklich ist, hat der Portugiese bereits mehrfach verlauten lassen. Im Spiel gegen Werder Bremen kam er immerhin mal wieder aufs Spielfeld - wenn auch erst in der 87. Minute. Nach Abpfiff ließ er erneut keinen Zweifel daran, dass er München verlassen will. Ob eine Leihe oder ein Verkauf besser seien, müsse man sehen, so Sanches laut dpa.

Ich möchte mehr spielen. Fünf Minuten Spielzeit sind nicht genug", sagte der 35-Millionen-Euro-Mann nach dem 1:0 (0:0) des deutschen Fußball-Rekordmeisters gegen Werder Bremen. Sanches war in der 87. Minute eingewechselt worden.

"Ob eine Ausleihe oder ein Verkauf besser ist? Ich weiß es nicht, wir werden sehen", ergänzte der 21-Jährige, dessen Vertrag bis 2021 läuft: "Es ist egal, ob es in Portugal, England oder Spanien ist. Ich will einfach nur spielen." Bereits vor einem Monat hatte der Portugiese im kicker betont, er müsse sich "Gedanken machen. Ich arbeite viel, darf aber nicht spielen."

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Update vom 20. März 2019: Der portugiesische Europameister Renato Sanches ist mit seiner Nebenrolle beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München unzufrieden und könnte sich auch einen Abschied vorstellen. "Ich bin hier nicht glücklich", sagte Sanches im Interview mit dem Fachmagazin kicker (Donnerstagsausgabe): "Ich arbeite viel, darf aber nicht spielen."

Der 21-Jährige kam in dieser Saison zu 21 Pflichtspielen, meist blieb es jedoch bei Kurzeinsätzen. "Ich möchte mehr spielen, vielleicht bei einem anderen Klub. Darüber muss ich mir Gedanken machen", sagte Sanches weiter.

Sanches, dessen Vertrag bis 2021 läuft, war 2016 von Benfica Lissabon zu den Münchnern gewechselt. Ein Jahr später wurde er für eine Saison an Swansea City ausgeliehen.

Sanches in der Warteschleife: Verschwendet Kovac sein Talent? 

Meldung vom 26. Februar 2019: Ersatzbank-Frust statt Kovac-Lust! Mickrige elf Minuten stand Renato Sanches unter Niko Kovac bisher im Jahr 2019 auf dem Platz – plus 120 Sekunden im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel in Liverpool. Trotz dieser frustrierenden Bilanz hat Sanches neue Hoffnung auf mehr Einsatzzeit geschöpft. „Vergiss nicht, dass du gesegnet bist. Die gemachten Fehler wirst du mit der Zeit korrigieren, gib einfach in jeder Situation dein Bestes“, teilte der 21-Jährige am Montagabend mit.

Luis Figo fordert mehr Einsatzzeit für Sanches

Der Portugiese nutzte die zwei freien Tage, um seine alte Heimat Lissabon und Familie und Freunde zu besuchen. Zusammen mit seinem kleinen Bruder tankte er im Lissabonner Armenviertel Musgueira nicht nur Sonne, sondern auch Kraft für den harten Konkurrenzkampf beim FC Bayern. Renato: Rasta-Kur in der Heimat! Passend zum Lissabon-Aufenthalt bekommt Sanches Unterstützung vom portugiesischen Fußball-Idol Luis Figo. Der fordert in der tz mehr Einsatzzeit für seinen Landsmann: „Er ist Nationalspieler und Europameister. Er ist jung und talentiert, aber auch erfahren. Darüber hinaus geht es darum, was er während der Saison zeigt und wie oft er spielen darf. Das liegt an seinem Trainer! Es geht darum, dass er seine Fähigkeiten weiter verbessern muss. Ich denke, er ist ein Spieler für die Zukunft. Und wenn er mehr spielt, kann er sein Talent auch häufiger zeigen.“

Renato Sanches mit seinem Bruder in Lissabon.

Renato Sanches ist immer wieder Thema bei anderen Klubs, alle Transfergerücht um den Portugiesen können Sie hier nachlesen. 

Kovac lobt den Portugiesen - setzt ihn aber nicht ein

Gestern starteten Kovac und seine Mannschaft die Vorbereitung auf das Bundesliga-Topspiel am Samstag in Mönchengladbach (18.30 Uhr, Sky). Dass Sanches gegen die Fohlen mehr Spielzeit sammelt, ist allerdings unwahrscheinlich. Zumindest, wenn man sich die jüngsten Aussagen von FCB-Coach Kovac vor Augen führt. Wenige Tage vor dem Spiel gegen Hertha BSC sagte der Kroate auf Renato angesprochen: „Beim FC Bayern hat man eine Anhäufung von Qualität. Dass jeder spielen möchte, ist völlig legitim. Es wäre sehr viel leichter, wenn wir viele Punkte Vorsprung hätten, wenn wir die Spiele mit klaren Ergebnissen sicher herunterspielen würden.“ Vertrauen klingt anders… Trotzdem betont der Bayern-Trainer, dass die aktuelle Situation mit Sanches auch für ihn nicht einfach sei: „Ich sage ihm, er soll weitermachen und den Kopf nicht in den Sand stecken. Er trainiert sehr gut, er ist kultiviert, er ist freundlich. Natürlich ist er im Moment nicht gerade der Glücklichste, weil er wenig Einsatzzeiten hatte.“

Kovac mahnt zur Geduld - Spiel gegen Benfica macht Hoffnung

Nach dem 1:0-Zittersieg gegen die Berliner mahnte Kovac nochmals zur Besonnenheit bei Sanches: „Wir müssen nicht nur bei ihm, sondern bei allen Neuzugängen mal ein Jahr oder eineinhalb Jahre Geduld mitbringen.“ Noch haben die Münchner Verantwortlichen Geduld. Vor allem Bayern-Patron Uli Hoeneß stärkt Sanches regelmäßig den Rücken. Wie groß sein Potenzial ist, hat Sanches im vergangenen September gezeigt, als er beim 2:0-Sieg gegen Benfica Lissabon der überragende Mann war. Damals sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic: „Wenn er so spielt, ist Renato aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken, ist doch klar.“ Doch Zeiten ändern sich bekanntlich.

Video - FC Bayern München: für diese Stars wird es nach dem Umbruch eng

Uli Hoeneß läutet im Check-24-Doppelpass den großen Umbruch im Bayern-Kader ein. Dabei könnte es neben den Alt-Stars Arjen Robben und Franck Ribery auch zwei Weltmeister treffen.

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