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Nagelsmann stellt klar: Kein Müller-Comeback vor der WM

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Von: Philipp Kuserau

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Thomas Müller fehlt den Bayern weiterhin verletzt und wird auch nicht gegen Schalke sein Comeback geben. Die WM spielt dabei eine entscheidende Rolle.

München - Nun herrscht Gewissheit: Thomas Müller wird vor dem WM-Start am 20. November kein Pflichtspiel mehr für den FC Bayern bestreiten. Diese etwas überraschende Ankündigung machte FCB-Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Montag vor dem Heimspiel der Bayern gegen Bremen (Dienstag, 20.30 Uhr). Noch immer plagen den 33-Jährigen Probleme an der Hüfte. Ursprünglich lautete der Plan, dass Müller vor dem Beginn der Weltmeisterschaft nochmal Spielpraxis sammeln und im letzten Bundesliga-Spiel vor dem Turnier gegen Schalke (12. November) sein Comeback geben soll.

Müller stand im Oktober nur 55 Minuten auf dem Platz

Doch daraus wird nun nichts. Das Risiko, durch eine verfrühte Rückkehr in den Kader einen weiteren Rückschlag oder eine weitere Verletzung zu provozieren, scheint einfach zu hoch. „Die Chance einer Verletzung ist schon da, wenn er jetzt zu früh einsteigt. Da wir alle fit haben, müssen wir es nicht riskieren. Das ist, glaube ich, auch in seinem Sinne“, erklärte Nagelsmann auf der Pk. Der zurückliegende Oktober war für Müller ein absoluter Seuchen-Monat. Corona, Rückenbeschwerden, ein Magen-Darm-Infekt und zuletzt eben Beschwerden in der Adduktoren-Muskulatur sorgten dafür, dass Müller nur insgesamt 65 Minuten auf dem Platz stand.

Nagelsmann über Müller: „Ist mir zu viel Risiko und zu wenig Sinnhaftigkeit“

Trotz der Verletzungssorgen bemühen sich alle Seiten zu betonen, dass die Weltmeisterschaft für Müller nicht in Gefahr sei.
„Thomas ist auf dem Weg der Besserung“, so Nagelsmann am Montag. „Wir könnten ihn frühestens am Freitag für das Spiel auf Schalke testen. Das ist mir eigentlich ein bisschen zu knapp. Ich würde ihm vor der WM einfach gerne die Ruhe geben, um die Struktur komplett ausheilen zu lassen. Das ist mir zu viel Risiko und zu wenig Sinnhaftigkeit.“ Die aktuelle Form seiner Mannschaft gibt dem Übungsleiter des deutschen Rekordmeisters recht. Seit der Länderspielpause im September haben die Bayern nur beim 2:2 gegen Borussia Dortmund Punkte liegen gelassen. Alle weiteren Spiele konnten gewonnen werden - und das im Oktober größtenteils ohne Müller. Durch den jüngsten 3:2-Erfolg gegen Hertha BSC kletterten die Münchner sogar an die Tabellenspitze.

Die Münchner lassen also Vorsicht walten bei Müller, der unbedingt seine vierte Weltmeisterschaft bestreiten will und bereits vor der Saison von einer speziellen WM-Vorbereitung gesprochen hatte. Zudem hat Müller ja noch beim DFB-Testspiel gegen den Oman am 16. November die Möglichkeit, ein paar Spielminuten zu sammeln. (kus)

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