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Bayern beißt sich durch!

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Bastian Schwiensteiger hat dem FC Bayern den richtigen Weg gezeigt
Bastian Schwiensteiger hat dem FC Bayern den richtigen Weg gezeigt © dpa

Basel - Der FC Bayern hat beim FC Basel mit viel Mühe seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel der Champions-League-Gruppenphase geholt. Ein Elfmeter führte zum Ausgleich.

Ist der Knoten bei den Bayern nun endlich geplatzt? Endlich wieder ein Sieg! Mit 2:1 gewinnen die Bayern ihr zweites Champions-

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League-Spiel beim FC Basel. Dank Bastian Schweinsteigers Last-Minute-Tor in der 88. Minute. Zuvor hatte Schweini schon per Elfmeter den Ausgleich erzielt, denn bis zur 56. Minute lagen die Bayern mit 0:1 hinten. Trotz des Sieges – eine fußballerische Offenbarung war das nun wirklich nicht. Im Gegensatz aber zur Niederlage gegen Mainz stimmte immerhin die kämpferische Komponente. Bayern beißt sich durch!

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„Wenn man zwei Minuten vor Schluss den Siegtreffer schießt, ist das sicher ein bisschen glücklich“, gab Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu. „Das gibt jetzt Selbstvertrauen für das Spiel am Sonntag gegen Dortmund. Denn wir brauchen jetzt Ergebnisse.“ Um mit einem Sieg wieder an die Spitzengruppe anzuknüpfen.

Am Dienstag Abend hatten die Bayern in Basel den Vertrag mit Trainer Louis van Gaal um ein weiteres Jahr bis 2012 verlängert. „Ich finde es großartig, dass Bayern zu einem Zeitpunkt, wo andere Trainer schon angezählt werden, dieses zeichen aussendet“, sagte sky-Experte Ottmar Hitzfeld dazu. „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden“, erkläre Sportdirektor Christian Nerlinger vor dem Spiel. Doch sagte er auch: „Es gibt jetzt keine Ausreden mehr. Die WM liegt jetzt lange hinter uns.“

Gegen Basel vertraute van Gaal auf Pranjic für den verletzten Contento, Müller spielte zentral hinter den Spitzen, Kroos auf der Ribéry-Position, Altintop im rechten Mittelfeld und Klose als Stoßstürmer. Neben einer veränderten Aufstellung sollte jedoch vor allem eine verbesserte Einstellung den Erfolg bringen. „Ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft“, forderte Hitzfeld vorher. Das meinte auch Torhüter Jörg Butt: „Wir müssen jetzt die Kurve kriegen.“

So hatten sich die Bayern einiges vorgenommen: Nicht nur dominant sein – diesmal wollten sie auch Tore schießen. Das ließ sich zu Beginn auch gut an, dann aber der Tiefschlag: Die Bayern hatten ihre Dominanz noch gar nicht richtig aufgebaut, da lagen sie schon mit 0:1 hinten. Und der Spielverderber kam aus den eigenen Reihen: Daniel van Buyten, gegen Hoffenheim noch Matchwinner, will das Spiel aufbauen, spielt den Ball dann aber dem Gegner direkt in die Füße. Zwei schnelle Pässe, ein Hackentrick – und Streller erzielt das 0:1. Was für ein Schock!

Was folgte, war eine Kopie der letzten Partien. Bayern mit 70 Prozent Ballbesitz, großer Dominanz – und dem altbekannten Problem: wenig Chancen, kaum Torgefahr. Vor dem Spiel hatte van Gaal noch gesagt: „Die Frage wird sein: „Die Frage ist: Kommen wir gut durch die Abwehr von Basel?“ Die Antwort: Nein! Zwei mickrige Chancen hatten die Bayern in Hälfte eins: Kroos mit einem Schuss aus 16 Metern und später Müller, der aus sieben Metern abstauben wollte, aber im Abseits stand. Hinzu kam dann auch noch eine teilweise erschreckende Zweikampfschwäche in der Defensive. Zur Halbzeit lagen die Bayern also verdientermaßen mit 0:1 hinten.

Nach der Pause wurden die Bayern nicht unbedingt besser – aber glücklicher: Müller setzt im Strafraum nach und wird von Huggel gelegt – Strafstoß. Schweinsteiger verwandelt zum 1:1. Das Bild blieb das selbe: Bayern drückt, Basel verteidigt. Der Unterschied zur ersten Hälfte: Die Bayern-Chancen wurden zwingender. Doch die Baseler Defensive hielt – bis zur 88. Minute: Dann wurde Schweini zum Matchwinner, verwandelte einen Badstuber-Freistoß aus kurzer Distanz zum Sieg. Das Fazit: Spiel gedreht, drei Punkte geholt, Selbstbewusstsein erarbeitet. Schlusswort von Thomas Müller, der wie die Kollegen jetzt am Donnerstag frei bekommt: „Am wichtigsten sind die Punkte.“ Recht hat er!

mic, jj

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