TV-Kritik: Sterbende Möwen und ein Wir-us

Hinderte Horst Heldt daran, ein "Geheimnis" auszuplaudern: Uli Hoeneß
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Hinderte Horst Heldt daran, ein "Geheimnis" auszuplaudern: Uli Hoeneß

Was für ein Sportabend gestern Abend! Erst Herzinfarkt-Heiner, bei dessen Spielen die Zuschauer höchstwahrscheinlich reihenweise vom Stangerl fallen vor lauter Aufregung.

Gibt’s Handball eigentlich auch ein bisserl nervenschonender, als koffeinfreie Café-Hag-Version sozusagen? Dann zwischendurch ein paar Minuten Löwen. Und schließlich ganz viele Bayern-Tore sowie der albernste Elfmeter aller Zeiten. Bester Spruch des Tages vom verletzten Handball-Capitano Mimi Kraus: „Sterbende Möwen sind die gefährlichsten.“ Einmal Möwe, nimmer Möwe. Ein wahrer Philosoph ist er, der junge Herr Kraus.

Nackte Tatsachen im Fußballstadion

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Aber jetzt der Reihe nach. Beim RTL-Handball lautete das Motto wie gehabt: Yes, we can – dummes Zeug schwätzen. Fachkraft hierfür ist der DSDS-Moderator Marco Schreyl, der sich vor dem Dänemark-Spiel bei seinem Experten Markus Baur erkundigte: „Mit wie vielen Toren Unterschied gewinnen WIR heute?“ Es ist nämlich so, dass bei Schreyl seit WM-Beginn ein Wir-us ausgebrochen ist. Wie müssen WIR im Rückraum stehen? Wie können WIR Norwegen stoppen? Das klang immer so, als würde Schreyl selbst mitspielen. Nur gestern nach der Niederlage, als die halbblinden Schiris „uns“ erfolgreich verpfiffen hatten, war von „Wir“ nichts mehr zu hören. Da verkündete Schreyl: „Deutschland ist im Moment aus diesem Turnier ausgeschieden.“ Unangenehm, dieser Mensch, nicht nur im Moment.

Nach dem Handball kam dann die deutlich nervenschonendere Sportart namens Fußball, die wir in den vergangenen Wochen fast schon vergessen hatten. JB Kerner verriet im ZDF: „Letztes Jahr hat Jena mehr Bundesligisten rausgeschmissen als Obelix Wildschweine verzehren kann.“ Nun gut, war ja gerade noch Winterpause. Da müssen die Witzchen erst wieder auf Touren kommen, wir kennen das.

Die Löwen beim HSV: Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel

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Durchaus lustig war dann allerdings Folgendes: In der Halbzeitpause des Löwen-Spiels in Hamburg, dessen Ergebnis wir fast schon wieder vergessen haben, verriet VfB-Trainer Markus Babbel der Nation auf Premiere brettlbreit, dass Yildiray Bastürk überraschend im Stuttgarter Sturm spielen wird. Yes, he stürms!

Ein halbes Stunderl später tat JBK dann beim Gespräch mit Uli Hoeneß und VfB-Manager Horst Heldt so, als würde er ein mordsmäßiges Geheimnis ausplaudern: „Stimmt es, dass Yildiray Bastürk heute neben Mario Gomez stürmen wird?“ Und Heldt antwortete auch noch: „Das kann ich jetzt hier natürlich nicht sagen, wo der Manager des FC Bayern neben mir steht.“ Klitzekleine Zuschauer-Veräppelung, das.

Jörg Heinrich

VfB-FCB: Die Bayern in der Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel

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Quelle: tz

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