Streit geht weiter

Hoeneß gegen DFB-Präsident: Eskaliert es wegen Beckenbauer? Keller nach Aussagen im Doppelpass irritiert

Uli Hoeneß an der Seite  von Franz Beckenbauer
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Uli Hoeneß attackiert den DFB wegen dem Umgang mit Franz Beckenbauer.

Uli Hoeneß hat am Sonntag im SPORT1-Doppelpass zum Rundumschlag ausgeholt. Auch der DFB bekam im Umgang mit Franz Beckenbauer sein Fett weg. Nun hat sich Fritz Keller geäußert.

  • Uli Hoeneß hat am Sonntag im SPORT1-Doppelpass zum Rundumschlag ausgeholt
  • Der Ehrenpräsident des FC Bayern ging dabei auch auf den DFB los
  • Hoeneß kritisierte dabei dem Umgang mit Franz Beckenbauer
  • Nun hat sich DFB-Präsident Fritz Keller zur ganzen Sache geäußert

München - Der Auftritt von Uli Hoeneß am Sonntag beim SPORT1-Doppelpass sorgt auch Tage danach für Schlagzeilen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern war wieder in der Abteilung Attacke unterwegs.

Hoeneß äußerte sich zur Causa David Alaba und schoss dabei heftig gegen dessen Berater Pinhas „Pini“ Zahavi („geldgieriger Piranha“) und auch Alabas Vater George. Zudem warf er dem FC Liverpool und Manchester United in Bezug auf Thiago Erpressung vor. Bei all den hohen Wellen ging es fast unter, dass Hoeneß auch den DFB heftig kritisierte - und zwar im Umgang mit Franz Beckenbauer, der am vergangen Freitag seinen 75. Geburtstag feierte.

FC Bayern: Hoeneß-Attacke wegen Beckenbauer auf DFB! Präsident Keller reagiert prompt

„Ich habe vermisst, dass der Deutsche Fußball-Bund sich hier entsprechend positioniert hat“, so Hoeneß im SPORT1-Doppelpass zu den Anschuldigungen gegen den Kaiser zur WM-Vergaben 2006: „Denn der Fußball in Deutschland und der DFB haben von Franz Beckenbauer in einem Maße profitiert, dass sie ihm ihr Leben lang dankbar sein müssen.“

Nun hat sich DFB-Präsident Fritz Keller gegenüber SPORT1 geäußert und dabei deutlich gemacht, dass er dem Ex-Präsidenten des FC Bayern nur teilweise Recht geben kann. „Ich kann Uli Hoeneß beipflichten, dass Franz Beckenbauer ein großartiger Sportler war, ein Weltmeister, ein genialer Trainer, der uns damals auch die Weltmeisterschaft gebracht hat“, so Keller: „Aber man muss natürlich auch sagen, dass dort ein Schatten draufliegt“.

Hoeneß hatte geforderte, dass man Beckenbauer, der 1974 als Spieler und 1990 als Trainer Weltmeister wurde, „nicht auf diese eine Geschichte reduziere“. So sei dessen Leben „eine einzige Erfolgsgeschichte“ und die Behandlung, die Beckenbauer aktuell erfahre, sei laut Hoeneß „nicht in Ordnung“.

Darüberhinaus erklärte der 68-Jährige, dass er "sehr sicher" wisse, dass die Millionen, die damals im Vorfeld der Vergabe der WM 2006 auf das Konto des damaligen FIFA-Exekutivmitglieds Mohamed bin Hammam geflossen seien, „nicht zum Stimmenkauf“ genutzt worden sind.

„Wenn Uli Hoeneß, wie er ja gesagt hat, auch Erkenntnisse hat, würden wir uns sehr freuen, wenn er die mit uns oder der Kommission, die das aufarbeitet, teilen würde“, kontert DFB-Präsident Keller: „Wenn er etwas weiß, kann er das gerne mitteilen. Und dann können diejenigen, die das untersuchen, das auch gerne einbauen. Ich freue mich auf den Anruf“. (smk)

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