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Werder verabschiedet Pizarro vor Anpfiff

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Claudio Pizarro ist nach München gewechselt, um Titel zu holen, wie er sagte © dpa

München - Ungewöhnlich: Claudio Pizarro, im Sommer nach München gewechselt, wird von Werder Bremen vor Anpfiff des Süd-Derbys offiziell verabschiedet. Möglicherweise steht er in der Bayern-Startelf.

Streicheleinheiten statt Giftpfeile: Vor dem 93. Nord-Süd-Klassiker zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München ist von der einstmals großen Rivalität der beiden Clubs nichts zu spüren. Werder-Trainer Thomas Schaaf lobte das Gäste-Team in hohen Tönen, Bayern-Stürmer Claudio Pizarro wird vor dem Anpfiff an diesem Samstag (15.30 Uhr) sogar von seinem Ex-Club Werder im Weserstadion offiziell verabschiedet. „Das haben wir mit dem FC Bayern so besprochen“, sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs am Freitag.

Diese Spieler hat der FC Bayern seit 1990 geholt

Trainer Thomas Schaaf stellte dem ungeschlagenen Tabellenführer und seinem Kollegen Jupp Heynckes ein gutes Zeugnis aus. „Die Bayern setzen ihre Qualitäten hervorragend um. Sie wirken geschlossener und entschlossener und sie treten als Mannschaft auf“, urteilte der Werder-Coach. Deshalb werde es schwer, ihren Lauf zu stoppen. „Es hängt davon ab, wie sehr wir das Spiel des FC Bayern zulassen.“

Ob Bayern-Leihgabe Nils Petersen gegen seinen früheren Club von Beginn an mitspielen darf, ließ Schaaf offen. Beim 2:1-Auswärtssieg in Freiburg stand zuletzt der Nigerianer Joseph Akpala als Mittelstürmer in der Startelf. Der Zugang erzielte auch ein Tor, dennoch wird in Bremen mit der Rückkehr von Petersen in die Anfangsformation gerechnet. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen seinen Ex-Verein zu spielen“, sagte Petersen.

Gespannt darf man auf die Reaktion der 42 100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion bei der Verabschiedung von Pizarro sein. Bei einer ähnlichen Aktion war vor einigen Jahren Miroslav Klose mit gellenden Pfiffen bedacht worden. Diesmal sollte es freundlicher zugehen, der schlitzohrige Peruaner ist bei den Bremer Fans und auch bei Trainer Schaf immer noch beliebt.

„Ich freue mich immer, Claudio zu sehen. Ich freue mich auch, wenn er spielen würde, und ich freue mich auch, wenn er kein Tor erzielt und nicht so gut gegen uns spielen würde“, sagte Schaaf. Ob letztlich Pizarro oder der Kroate Mario Mandzukic als derzeit erfolgreichster Bundesliga-Profi im Bayern-Angriff spielen, sei ihm egal. „Es ist immer schwer, sie zu stoppen“, sagte Schaaf.

Bayern-Coach Heynckes schloss einen Pizarro-Einsatz von Beginn an nicht aus. „Es bietet sich schon an, unter Umständen einen Wechsel durchzuführen. Aber da muss ich mir noch Gedanken machen“, sagte der Bayern-Trainer. Er strebt den sechsten Sieg im sechsten Spiel an, warnte aber vor Überheblichkeit: „Wir gehen unseren Weg, ohne uns von dem äußeren Ballyhoo beeinflussen zu lassen. Bundesligaspiele sind keine Selbstläufer, vor allem nicht in Bremen.“

dpa

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