Bayern siegt ohne Glanz

München - Es sollte ein ganz normales Wochenende werden für die Bayern-Baskets. Ausverkauftes Wohnzimmer, Hexenkessel-Stimmung und der fünfte Sieg in Folge. Die Bayern siegten zwar mit 63:60, von Glanz konnte allerdings keine Rede sein.

Bereits im ersten Viertel taten sich die Bayern schwer. Vor allem im Abschluss. Das nutzten die Gäste aus Chemnitz. Endstand nach dem ersten Viertel: 11:17 - das erste Mal, dass Bayern nach zehn Minuten zurücklag. Trainer Dirk Bauermann war angefressen: „Es kann nicht sein, dass wir die in unserem Wohnzimmer dazu einladen, Punkte mitzunehmen.“ Bayern fing sich daraufhin.

Spätestens in der Mitte des dritten Viertels merkten die 3200 Fans in der Halle, dass das Team sie dringend brauchte. Die Folge: Pfeifkonzerte bei zweifelhaften Schiri-Entscheidungen, Jubelschreie bei jedem Punkt der Roten. Da war sogar Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber baff, der sich das Spektakel live in der Hale mit ansah. Stoiber: „Die Stimmung ist wirklich unglaublich. Man merkt, wieviel Leidenschaft hier in der Luft liegt.“

Trotzdem blieb’s eine enge Kiste. Anfang des vierten Viertels war es dann endlich soweit: Jonathan Wallace erlöste die Fans. Per Dreier besorgte er die Führung zum 53:52. Und die gaben die Bayern auch nicht wieder her. Fazit nach 40 Minuten: Last-Minute-Sieg und keine Verletzten. Immerhin… Bauermann allerdings war unzufrieden: „Das war die schlechteste Saisonleistung heute. Wir müssen uns unbedingt steigern bis zum nächsten Wochenende.“

Definitiv! Da geht es nämlich gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Würzburg. Bauermann: „Diese Lektion heute wird uns helfen, damit wir nicht mit falschem Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen.“

Damit es nicht an der nötigen Unterstützung mangelt, hat der Verein eine Fan-Fahrt nach Würzburg organisiert. Busreise und Stehplatz-Karte kosten zusammen 25 Euro pro Person. Verbindliche Anmeldung bis Montag, zwölf Uhr mittags, per E-Mail an basketball-tickets@fcb.de.

J. Carlos Menzel Lopez

Rubriklistenbild: © dpa

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