Alles entscheidendes Spiel fünf am Donnerstag

„Es ist gefährlich“: Hoeneß als Mahner für Bayern-Basketballer

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Kritischer Blick: Uli Hoeneß bei seinen Basketballern.

Die Basketballer des FC Bayern haben sich gegen Außenseiter Frankfurt ein fünftes Viertelfinalspiel erkämpft. Trotz der souveränen Leistung warnt Uli Hoeneß. Auch für ein anderes Top-Team geht es um alles.

Frankfurt - Mit einer Kabinenansprache stimmte Uli Hoeneß die Basketballer des FC Bayern auf das entscheidende Spiel in Frankfurt ein. Nach dem abgewendeten Playoff-Aus gab der Clubchef schnell wieder den Mahner. „Mit so einem Ergebnis im Rücken glaubt man, dass es leicht werden könnte“, sagte Hoeneß nach dem souveränen 85:50-Sieg bei den Fraport Skyliners beim Internetportal Telekom Sport. „Das ist aber nicht der Fall, es ist gefährlich.“ Vor dem fünften und entscheidenden Viertelfinalspiel am Donnerstag betonte Hoeneß: „Ich warne davor, dass das unsere Mannschaft zu leicht nimmt.“

Wie groß der Druck auf den überlegenen Vorrundensieger ist, bewies auch der Gang des Club-Präsidenten zur Mannschaft vor der Partie in fremder Halle. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie nicht zurückschauen sollen, sondern dass ab sofort der Endkampf beginnt“, berichtete Hoeneß von seinen Worten an das Team von Trainer Dejan Radonjic. „Und so haben sie heute auch gespielt.“

Nach dem Leistungseinbruch im dritten Spiel zeigten sich die Münchner beim Außenseiter von Beginn an hochkonzentriert, hinterließen nie einen Zweifel am verdienten Sieg. „Es sah teilweise so aus, als würden Männer gegen Jungs spielen“, gestand Frankfurts Coach Gordon Herbert.

Anders als beim zweiten Sieg, als die Skyliners noch 19 Punkte Rückstand aufgeholt hatten, fehlte vor allem defensiv der Zugriff auf die Bayern-Stars. „Wir müssen unseren Fokus schnell wiederfinden“, sagte Frankfurts Shawn Huff und blickte voller Vorfreude auf den Auftritt in München. „Für solche Spiele lebst du als Sportler.“

Neben den bestplatzierten Münchnern muss auch der Vorrundenzweite ALBA Berlin bereits in der ersten K.o.-Runde um das Weiterkommen zittern. Vizemeister Oldenburg erzwang durch den 97:85-Sieg ein Entscheidungsspiel. Im Gegensatz zu den starken Leistungen in eigener Halle zeigte das junge ALBA-Team auswärts erneut Nerven. „Das wird ein ganz spezielles Spiel“, sagte Manager Marco Baldi und forderte: „Volle Konzentration, maximale Intensität und unser schnelles Spiel durchziehen.“

Seit 1986 die Playoffs mit drei Runden eingeführt wurden, flogen erst einmal die beiden Top-Teams schon im Viertelfinale raus: 2010 erwischte es Oldenburg und Berlin. Zwei Teams sind bereits weiter: Nach Serienchampion Brose Bamberg erreichten auch die MHP Riesen Ludwigsburg souverän mit 3:0-Siegen über Bayreuth das Halbfinale.

dpa

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