ALBA Berlin schlägt die Bayern in eigener Halle

Matchball verspielt: FCB-Baskets müssen in fünftes Final-Duell

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Maik Zirbes & Co. hatten in Berlin das Nachsehen

Erster Matchball? Verspielt! Eigentlich hatten die FCB-Baskets am Mittwochabend den zweiten Titel der Vereinsgeschichte einfahren wollen. Daraus wurde allerdings nicht. Es kommt zu einem entscheidenden fünften Spiel.

Berlin - Erster Matchball? Verspielt! Eigentlich hatten die FCB-Baskets am Mittwochabend den zweiten Titel der Vereinsgeschichte einfahren wollen. Mit einem Sieg im vierten Finalspiel bei ALBA Berlin hätten die Münchner die Meisterschaft perfekt gemacht. Allerdings kam es nicht soweit. Die Hauptstädter schlugen in der eigenen Halle zurück und gewannen knapp mit 72:68 (29:34). Somit steht es 2:2 in der Best-of-five-Serie und der Meister muss im entscheidenden fünften Spiel am Samstag im Audi Dome ermittelt werden. „Wir müssen das nächste Mal ruhiger bleiben“, resümierte Danilo Barthel bei Telekom Sport. „ALBA war sehr aggressiv und hat uns aus unseren Systemen gebracht.“

Nicht in unserer Halle! Mit diesem Motto starteten die Berliner in das Spiel. Die Gastgeber versuchten von Anfang an, das Tempo hochzuhalten und die Roten durch impulsive Offensiv-Aktionen aus der Ruhe zu bringen. Berlins Niels Giffey: „Wir haben im letzten Spiel schon gesehen, dass es besser läuft, wenn wir aggressiver spielen.“ Das Team von Dejan Radonjic setzte alles daran, immer die passende Antwort zu geben. Barthel & Co. blieben konzentriert, allerdings haperte es an den Trefferquoten. Und so fiel der Stand nach dem ersten Viertel eng aus: Mit 14:12 ging es für die Bayern in Abschnitt zwei.

Und da startete Jared Cunningham durch. Der FCB-Guard bewies seine Klasse und brachte die Münchner kurzzeitig in Front. Doch die Berliner waren hellwach und ließen ihre Gäste nicht zu weit enteilen. Mithilfe eines 8:0-Laufs gingen die Hauptstädter sogar in Führung (20:22 aus FCB-Sicht). Maik Zirbes und seine Kollegen blieben ruhig, ackerten in der Defensive und hatten in Sachen Rebounds die Nase vorn. Mit 34:29 ging es für die Münchner in die Pause.

Beide Mannschaften kehrten entschlossen auf das Parkett zurück, wobei die Berliner den besseren Start erwischten. Barthel & Co. wirkten verunsichert, ließen sich plötzlich doch zu ärgerlichen Ballverlusten hinreißen (36:37). „Wir müssen Samstag selbstbewusster agieren“, so Barthel.

Es blieb bei einem spannenden Schlagabtausch. Auch in der Folge konnte sich keines der beiden Teams absetzen (44:44). Zudem wurden die Aktionen immer physischer. Mit einem Mini-Vorsprung von zwei Punkten ging es für die Roten ins entscheidende Viertel (53:51).

Es deutete sich ein echtes Herzschlagfinale an. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball. Eine Minute vor Schluss trennte die beiden Kontrahenten nur ein Punkt (67:66 für Berlin). Dann leistete sich Cunningham einen folgenschweren Ballverlust, Booker vergab den rettenden Dreier. Die Hauptstädter übernahmen die Kontrolle und sicherten sich den Erfolg. Damit ist für Samstag wieder alles offen. Giffey: „Das ist das Spiel, auf das wir alle hingearbeitet haben.“

Lena Meyer

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