Tradition in der Nähe der Hauptstadt

Hungaroring in Budapest: Alle Informationen zur Formel-1-Strecke von Ungarn

Der Zweitplatzierte Sebastian Vettel (l) und der Sieger Lewis Hamilton jubeln gemeinsam auf dem Podium.
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Der Zweitplatzierte Sebastian Vettel (l) und der Sieger Lewis Hamilton jubeln gemeinsam auf dem Podium.

Der Große Preis von Ungarn wurde seit 2007 von Lewis Hamilton bereits sieben Mal gewonnen, zuvor war Michael Schumacher hier Rekordsieger mit vier Siegen.

  • Die Formel 1 war schon einige Jahre vor der Wende in Ungarn präsent.
  • Die Strecke am Hungaroring enthält 14 Kurven mit einem Radius zwischen 20 und 400 Metern.
  • Ein Helikoptertransfer von Budapest zum Hungaroring und zurück steht nicht nur VIPs zur Verfügung.

Budapest - Die Formel-1-Strecke in Budapest wird bereits seit 1986 für Weltmeisterschaftsläufe des Grand Prix genutzt. Damals war das eine Sensation, da Ungarn zum Ostblock gehörte und noch nicht absehbar war, dass schon bald eine Wende herbeigeführt werden wird. 

Die Streckenlänge des Hungaroring betrug damals 4,014 Kilometer. Mit 76 gefahrenen Runden wurden 305,064 Kilometer Rennlänge erreicht. Damals lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 151,8 km/h und die Gesamtzeit des Rennens betrug mehr als zwei Stunden. Umbauarbeiten im Jahr 2003 verlängerten die Streckenlänge auf 4,381 Kilometer, wobei allein die Start-/Zielgerade um 202 Meter erweitert wurde.

Formel 1 in Ungarn: Daten zur Streckenlänge des Hungarorings

  • 14 Kurven
  • Höhenunterschied auf der Strecke: 36 Meter
  • Kleinster Radius: 20 Meter
  • Größter Radius: 400 Meter
  • Streckenlänge: 4,381 km
  • Fahrt verläuft im Uhrzeigersinn
  • Permanente Formel-1-Strecke
  • Anstieg/Gefälle: maximal sechs bis sieben Prozent

Die Fahrtstrecke am Hungaroring gilt bei vielen Fahrern als beliebt, ob sie nun Sieger oder gar Rekordsieger werden.

Formel 1 in Ungarn: Sieger in der Geschichte des Hungarorings

In der Formel-1-Geschichte des Hungarorings gibt es nach 34 Grand-Prix-Weltmeisterschaftsläufen in Ungarn nicht nur 34 Sieger, es haben sich auch einige Rekordsieger herauskristallisiert. Die meisten Siege im Großen Preis von Ungarn hat Lewis Hamilton errungen und es können noch mehr werden. 

In 13 Rennen von 2007 bis 2019 siegte er bisher sieben Mal beim Großen Preis von Ungarn. Gleich nach ihm in der Liste der Rekordsieger kommt Michael Schumacher mit vier Siegen, die er zwischen 1994 und 2004 in Budapest errang. Ayrton Senna kam zwischen 1988 und 1992 insgesamt dreimal auf Platz eins. 

Sechs Rennfahrer der Formel 1 haben zweimal am Hungaroring einen Sieg errungen: Nelson Piquet, Damon Hill, Jacques Villeneuve, Mika Häkkinen, Jenson Button und Sebastian Vettel. Die Streckenlänge veränderte sich über die Jahre geringfügig, aber die von der FIA vorgegebene Rennlänge von mindestens 305 Kilometern wurde jeweils durch Korrektur der Rundenzahlen erreicht.

Formel 1 in Ungarn: Hungaroring als Erlebnis für Fahrer und Fans

Die Formel-1-Strecke liegt nicht direkt in Budapest, sondern etwa 21 Kilometer nordöstlich davon. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie von der Hauptstadt aus am besten mit dem Volánbusz Shuttle ab Kerepesi út zu erreichen. Der Hungaroring befindet sich in Mogyoród, Hungaroring utca 10. Am Donnerstag vor dem Großen Preis von Ungarn erhalten Karteninhaber eines Wochenendtickets die Möglichkeit, die Boxen zu besichtigen. Die Chance, dabei einem der Sieger oder gar einem Rekordsieger aus der langen Geschichte des Hungarorings persönlich zu begegnen, lockt viele Besucher an. Wer diese Gelegenheit nutzt, wird ebenfalls ein erstes Gefühl für die lange Start- und Zielgerade und den Verlauf der gesamten Streckenlänge erhalten.

Die Rennlänge beträgt heute nach 70 Runden 306,67 Kilometer. Das Wochenendticket gilt für alle Veranstaltungen von Freitag bis Sonntag. Dazu gehören neben dem Freien Training, der Qualifikation und dem Rennen der Formel 1 auch die der Formel 2 und 3. Besondere Attraktionen sind Helikoptertransfers von und nach Budapest und die temporären Campingplätze mit Stellplätzen und Stromanschlüssen für Ticketbesitzer, die von vielen Fans genutzt werden.

Quelle: tz

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