FIA entscheidet: Bahrain-Rennen findet statt

+
Trotz der Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei findet das Formel-1-Rennen in Bahrain statt.

Shanghai - Das umstrittene Formel-1-Rennen in Bahrain findet allen Sicherheitsbedenken zum Trotz statt. Die FIA entschied am Freitagmorgen, den für den 22. April geplanten WM-Lauf wie durchführen zu lassen. Dabei waren die Bedenken groß.

“Nach aktuellen Informationen ist bestätigt, dass angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um den WM-Lauf in Bahrain stattfinden zu lassen“, teilte die FIA in einer Erklärung mit.

Zuvor hatte es mehrere Forderungen nach einer Renn-Absage, unter anderem von Amnesty International, gegeben. Im Golfstaat kam es wegen der anhaltenden Proteste für mehr Reformen zuletzt wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Bereits 2011 war der Grand Prix wegen blutiger Unruhen abgesagt worden. In diesem Jahr wollten Streckenbetreiber und Regierung dies aber vermeiden.

Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Ungeachtet dessen hatte die Debatte in der Formel 1 über das umstrittene Rennen in den vergangenen Tagen an Fahrt aufgenommen. Vor dem Großen Preis von China am Sonntag (09.00 MESZ/RTL und Sky) war der Druck auf den Automobilverband und seinen Chef Jean Todt gewachsen, eine Entscheidung zu treffen, da die Teams unmittelbar nach dem Rennen in Shanghai nach Bahrain aufbrechen müssten.

Die Fahrer hatten Aussagen weitestgehend vermieden und an die FIA verwiesen. Michael Schumacher (Mercedes) und Mark Webber (Red Bull) hatten sich dagegen klar geäußert. “Ich bin sicher, dass sie dort alles dafür tun, dass wir keine Probleme haben werden“, hatte Schumacher gesagt. Man könne nicht ignorieren, “dass wir alle im Hinterkopf haben, dass wir nicht in die Unruhen involviert werden wollen“, hatte sich Sebastian Vettels Teamkollege Webber geäußert.

dpa

Auch interessant:

Kommentare