Umstrittener Austragungsort

Neue Formel-1-Rennstecke nach Australien-Absage offiziell beschlossen – inklusive Vertrag über zehn Jahre

General view of the pit building and main grandstand of QNB Qatar Moto
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Am Losail International Circuit steigen im November erstmals Formel-1-Rennen.

Nach der Absage des Australien-Rennens steht der neue Austragungsort für den 20. Grand Prix der Formel-1-Saisonfest. Dabei handelt es sich um einen umstrittenen Staat.

Doha - Die Corona-Pandemie ging auch in diesem Jahr nicht spurlos an der Formel 1 vorbei. Bereits im Sommer wurde der bereits auf den November verschobene Grand Prix in Australien abgesagt, nun fand die Rennserie sogar mehr als nu einen Ersatz-Austragungsort. Anstelle des Melbourne-Rennens wird die Formel 1 erstmals im umstrittenen Emirat Katar stattfinden, zudem sicherte sich der Wüstenstaat einen imposanten Vertrag.

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Neben dem Ersatz-Rennwochenende schloss Katar einen Deal mit der Formel 1 über die kommenden Jahre ab. Ein Jahr nach der Fußball-WM im Emirat im Winter 2022 steigt der reiche Staat mit einem Zehnjahres-Vertrag richtig in die Rennserie ein. Offiziell bestätigte die Königsklasse die neue Rennstrecke am Donnerstag.

Damit ist Katar nach Abu Dhabi, Bahrain und Saudi-Arabien bereits der vierte dauerhafte Austragungsort in der Golf-Region, ab 2023 findet die Formel dann regelmäßig auf dem Losail International Circuit nördlich von Doha statt. Bei Antrittsgeldern von an die 50 Millionen Euro ist es Traditionsstrecken kaum möglich, sich die Formel 1 zu leisten. Bei den entsprechenden arabischen Ländern – insbesondere Neuzugang Katar – sind die finanziellen Mittel jedoch schier unbegrenzt.

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Die Berichte aus den vergangenen Jahren über die Menschenrechtslage in Katar scheinen die Formel-1-Spitze nicht zu stören. Der Rennserien-Chef Stefano Domenicali sprach etwa von einer „unglaublichen“ Unterstützung der Organisatoren. „Das ist schon sehr beeindruckend in einem so schwierigen Jahr“, fügte er hinzu.

FIA-Präsident Jean Todt sprach seinen Stolz über die „gemeinsame Leistung“ aus, die den kurzfristigen Ersatz ermögliche. Dank dem Einsatz des kontroversen Staates kommt die Formel 1 in diesem Jahr auf 22 Rennen und stellt damit einen Rekord auf.

Die Premiere in Katar erfolgt am 21. November beim 20. Rennwochenende der Saison. Wie der Veranstalter bekannt gab, soll der Grand Prix als Nachtrennen unter Flutlicht ausgetragen werden. Auf Formel-1-Debüt auf der Halbinsel folgt das vorletzte Rennen in Saudi-Arabien sowie das Finale in Abu Dhabi am 12. Dezember. (ajr)

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