F1-Weltmeister ist gläubiger Christ

„Es ist inakzeptabel“: Lewis Hamilton verteidigt Elton John - und greift die katholische Kirche an

Elton John und Lewis Hamilton im Jahr 2015.
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Elton John und Lewis Hamilton im Jahr 2015.

Formel-1-Ikone Lewis Hamilton ist auch abseits der Rennstrecke ein Vorbild, kürzlich setzte er sich für Sänger Elton John ein und kritisiere den Vatikan.

München - In der heutigen Zeit sind Statements zur Gleichberechtigung von Menschen wichtiger denn je, auch prominente Sportler setzen sich gegen Ausgrenzung ein. Lewis Hamilton, amtierender Weltmeister der Formel 1, machte sich kürzlich in den sozialen Medien für gleichgeschlechtliche Paare stark und schoss scharf gegen die katholische Kirche. Dabei ist Hamilton selbst gläubiger Katholik.

Formel 1: Lewis Hamilton poltert gegen Vatikan - und verteidigt seinen Landsmann Elton John

Vor etwas mehr als einer Woche hatte die katholische Kirche die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ausdrücklich abgelehnt. In einer formalen Mitteilung der vatikanischen Glaubenskongregation hieß es sogar, Gott „könne Sünde nicht segnen“. Der Brite reagierte auf die Entscheidung der Kirche und kritisierte diese gut sichtbar für seine über 21,6 Millionen Follower in seiner Instagram-Story.

„Es ist inakzeptabel, dass Menschen in der heutigen Zeit Vorurteile oder Diskriminierung erleben aufgrund der Person, die sie lieben - vor allem im Namen Gottes, über den uns gesagt wird, dass er alle Menschen gleich liebt“, schrieb der 36-Jährige und stärkte seinem Landsmann Elton John den Rücken. Der Sänger, der offen homosexuell lebt, brachte 2019 eine Filmbiografie raus, die auch seine Beziehung mit seinem heutigen Ehemann, dem Filmproduzenten David Furnish, behandelt.

Formel 1: Verdiente Vatikan an Elton-John-Film? Lewis Hamilton mit Statement gegen katholische Kirche

Wie sich herausstellte, investierte der Vatikan jedoch in den Film und bereicherte sich damit auch an Elton Johns Geschichte. „Wie kann der Vatikan gleichgeschlechtliche Beziehungen ablehnen, weil sie ‚Sünde‘ sind, aber gleichzeitig von den Investitionen in den Film ‚Rocketman‘ profitieren, der davon handelt, wie ich mein Glück durch die Liebe zu David gefunden habe“, meinte der 73-jährige Sänger auf beschrieb das Verhalten als „Heuchelei“.

Lewis Hamilton schreibt weiter, er fände es „unglaublich schade, dass viele nun das Gefühl haben, sie müssten sich entscheiden zwischen ihrem Glauben und ihrem eigenen Ich“. Er wolle seinen Followern „mitgeben, dass ich an Eurer Seite stehe und Euch unterstütze. Ihr verdient das Glücklichsein. Liebe ist Liebe, lasst Euch von niemandem etwas anderes sagen“. Eine eindeutige Botschaft! (ajr)

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