Gefährlicher Schlenker vor der Ziellinie

Mick Schumacher fassungslos über Manöver von Teamkollege Mazepin: „Willst du uns umbringen?“

Mick Schumacher und Nikita Mazepin bei einer Pressekonferenz.
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Vorfälle wie in Baku sind für das Verhältnis von Mick Schumacher und Nikita Mazepin nicht unbedingt förderlich.

Beim Großen Preis von Aserbaidschan regte sich Mick Schumacher tierisch über seinen Teamkollegen Nikita Mazepin auf. Im Teamfunk war er außer sich.

Baku - Zwei Reifenplatzer, Lewis Hamilton und Max Verstappen gehen leer aus, Sebastian Vettel gelingt ein überraschendes Podium: Der Große Preis von Aserbaidschan war eines dieser verrückten Formel-1-Rennen, die es mindestens einmal pro Saison gibt.

Beim Premierensieg von Sergio Perez im Red Bull gab es nicht nur an der Spitze des Feldes genügend Aufregung. Bei Vettel-Teamkollege Lance Stroll und Max Verstappen platzte jeweils bei über 300 Sachen der linke hintere Reifen, was vor allem Hersteller Pirelli in Erklärungsnot bringt. Schlussendlich gerieten auf der letzten Runde auch noch die Haas-Teamkollegen Mick Schumacher und Nikita Mazepin aneinander.

Formel 1: Beinahe-Crash von Mick Schumacher auf der Zielgeraden

Der Sohn von Michael Schumacher wird im Teamfunk selten laut, ist als ruhiger und besonnener Zeitgenosse bekannt. Doch kurz nach der karierten Flagge platzte auch ihm der Kragen. Was war passiert? Auf der Zielgeraden der letzten Runde saugte sich Schumacher im Windschatten an den Russen heran und scherte nach rechts zum Überholen aus. Dann zog Mazepin plötzlich im letzten Moment auch nach rechts - Schumacher konnte dem Schlenker nur haarscharf ausweichen. Der Schreck saß dem 22-Jährigen beim Überqueren der Ziellinie noch in den Gliedern.

Formel 1: Mick Schumacher regt sich über Mazepin auf - „Was zur Hölle?“

„Was zur Hölle war das, ernsthaft?“, fluchte er in Richtung Team. „Will er uns umbringen?“ Beim Blick auf die Wiederholung kann man seinen Ausraster verstehen - wahrscheinlich weiß Mazepin nicht einmal selbst, was auf den letzten Metern in ihn gefahren ist. Dass ein Crash bei maximalen Geschwindigkeiten sich nicht besonders schön anfühlt, werden auch die Reifen-Opfer Stroll und Verstappen bestätigen können. Ein solch gefährliches Manöver, besonders gegen den eigenen Teamkollegen, wird auch Haas-Teamchef Günther Steiner mächtig auf die Palme gebracht haben. Doch der Südtiroler beschwichtigte nach dem Rennen: „Die Sache ist abgehakt“, man habe sich hinter den Kulissen abgesprochen.

Video: Vettel ist zurück - Perez siegt nach Verstappen-Drama

Einschläge in die Mauer wird es hoffentlich bei den kommenden Rennen weniger geben. Nach den engen Straßenkursen von Monaco und Baku geht es nun wieder auf normale Strecken zurück. Am 20. Juni gastiert die Formel 1 in Frankreich. (epp)

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