Probleme vor Saisonstart

Schumacher-Dilemma in der Formel 1 - Ferrari und Haas scheitern schon an der ersten Hürde

Mick Schumacher könnte schon bald in der Formel 1 fahren.
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Mick Schumacher könnte schon bald in der Formel 1 fahren.

Mick Schumacher steht vor seinem ersten Jahr in der Formel 1. Doch schon vor dem Start gibt es erhebliche Probleme - der Motor läuft nicht.

Banbury - Eigentlich sollten bei Mick Schumacher und seinem Team Haas schon die Sektkorken knallen - doch daraus wurde nichts. Der Motor des neuen Formel-1-Autos läuft nicht. Schuld daran hat auch Ferrari.

Es sollte ein ganz besonderer Moment für Mick Schumacher werden. Doch das obligatorische Fire-up muss in diesem Jahr ausfallen. Wenn der Motor des neuen Rennboliden zum ersten Mal angelassen wird, versammelt sich normalerweise das gesamte Team und stimmt sich auf die kommende Saison ein. In diesem Jahr bleiben die Motoren aber zunächst stumm.

Formel 1: Mick Schumachers Haas-Team bekommt Motor nicht an

Haas bezieht wie schon im Vorjahr seinen Motor von Ferrari. Das US-Team baut seine Autos in diesem Jahr erstmals in der Fabrik im englischen Banbury, weil sich viele Komponenten, die aufgrund der Regularien von 2020 übernommen werden, bereits dort befinden. Motor, Getriebe und die Aerodynamik von Dallara werden aus Italien angeliefert.

„Das ist in diesem Jahr von der Logistik einfacher, als unsere Teile zum Zusammenbau nach Italien zu schicken“, erklärt Haas-Teamchef Günther Steiner. Doch während der Transfer für die Bauteile kein Problem darstellt, sieht es bei den Mitarbeitern schon anders aus. „Der Antrieb ist zwar eingebaut, aber um ihn zu starten, brauchen wir die Ferrari-Jungs aus Maranello. Und die können im Moment nicht nach England kommen“, so der 55-jährige Südtiroler. Die Ferrari-Ingenieure müssten sich zunächst für zehn Tage in Isolation begeben. Das schreibt die britische Regierung aktuell so vor.

„Das können wir uns zeitlich nicht leisten, also haben wir uns entschieden, das Anlassen in Bahrain zu machen. Das Team wird das Auto in Großbritannien zusammenbauen, und dann wird das finale Fire-up vor dem Test in Bahrain stattfinden“, sagt Steiner. Die Wintertests im Wüsten-Statt finden von 12. bis 14. März statt. Keine optimale Vorbereitung also für den Haas-Rennstall, der in der vergangenen Saison den neunten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft belegt hat. „Das ist alles nicht ideal. Aber es kommt uns zugute, dass wir viele Teile vom 2020er Auto übernehmen, wie etwa das Getriebe oder ein Teil des Kabelbaums. Vor einem Jahr wäre ein spätes Fire-up erheblich risikoreicher gewesen“, erklärt Steiner.

Formel-1-Fans lachen: „Ihr könnt nicht mal einen Motor in ein Auto bauen“

In den sozialen Medien war die Kritik über den fehlenden Motor groß. „Ihr könnt nicht mal einen Motor in ein Auto bauen“, echauffierte sich ein User auf dem Instagram-Kanal von Haas. Einer anderer Post fragt: „Habt ihr mittlerweile den Motor anbekommen?“

Was die restlichen Teile angeht, ist trotz des umfangreichen „Carry Overs“ von 2020 einiges neu, was vor allem mit neuen Formel-1-Unterbodenregeln für 2021 zu tun hat. „Dinge wie Frontflügel, Leitbleche und Bremsbelüftungen sind neu. Sie mussten an den neuen Unterboden angepasst werden“, sagt Steiner. (ck)

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