Saisonstart im März

„Aus einer Kuh kannst du keinen Tiger machen“: Formel-1-Teamchef mit Frontal-Angriff Richtung Schumacher-Team

Mick Schumacher bekommt es im Haas-Team mit Nikita Mazepin zu tun.
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Mick Schumacher bekommt es im Haas-Team mit Nikita Mazepin zu tun.

Mick Schumacher duelliert sich in seiner ersten Formel-1-Saison im Haas mit Nikita Mazepin. AlphaTauri-Teamchef Franz Tost kritisiert den Russen scharf.

Kannapolis - In knapp einem Monat startet die Formel 1 in die neue Saison. Mick Schumacher feiert sein langersehntes Debüt in der Königsklasse des Motorsports und bekommt es dabei mit einem unberechenbaren Teamkollegen zu tun.

Mick Schumacher: Rüpel Mazepin im eigenen Stall

Schumacher hat viel vor in der Formel 1. Doch bevor der 21-Jährige an die großen Erfolge seines Vaters anknüpfen kann, gilt es einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Im Haas, das als Ausbildungsteam von Ferrari zählt, dürften im ersten Jahr keine Wunderdinge zu erwarten sein. „Auch wenn es ein Überbrückungsjahr für uns ist: Wenn sich die Option ergibt, das Fünkchen Glück mitspielt, werden wir alles geben, um das Glück dann zu nutzen und die Resultate auch nach Hause zu bringen“, sagte Schumi junior.

Doch zuallererst gilt es seinen Teamkollegen in Schach zu halten. Für Michael Schumacher war es immer die oberste Prämisse die unangefochtene Nummer eins im Stall zu sein, damit das Team all seine Kraft und Energie in ihn steckt. Dasselbe Ziel dürfte auch Sohn Mick verfolgen, der sich mit Nikita Mazepin messen wird. Gut für Schumi, dass sich der Russe mit seinen Entgleisungen neben der Strecke schon vor dem Start ins Abseits manövriert hat. Nach seiner sexuellen Belästigung, die er sogar selbst dokumentierte, stand er kurz vor dem Rauswurf.

Mick Schumacher: AlphaTauri-Teamchef Tost fällt vernichtendes Urteil über Mazepin

„Ich könnte jetzt brutal werden und sagen: Aus einer Kuh kannst du keinen Tiger machen. Es hängt am Ende immer davon ab, wie viel Hirn ein Fahrer besitzt und dann im Cockpit auch einschaltet“, sagte AlphaTauri-Teamchef Franz Tost im Interview mit auto, motor und sport über Mazepin. Der Österreicher kennt sich mit jungen Fahrern aus und setzt beim Junior-Team von Red Bull in der kommenden Saison neben dem 25-jährigen Pierre Gasly auf Yuki Tsunoda. Der talentierte Japaner wurde in der Formel 2 im Vorjahr Dritter und ist mit 20 Jahren der jüngste Pilot im Feld.

Tost charakterisiert Mazepin, ebenfalls Rookie, als den kompletten Gegenentwurf von Schumacher. In seiner langen Zeit im Motorsport, sagt Tost, habe sich aus seiner Sicht herauskristallisiert, dass sich „am Ende nur die Fahrer durchsetzen, die intelligent sind und wissen, warum sie etwas machen - und die sich auch entsprechend benehmen“.

Tost über Mick Schumacher: „Wird in der Formel 1 einschlagen“

Zu diesen Fahrern zählt laut dem 65-jährigen Tiroler ganz klar Schumacher. Tost sagt, er schätze dessen Herangehensweise: „Mick ist nicht der Typ Fahrer, der sich in ein Auto setzt und sofort alles riskiert. Er macht es Schritt für Schritt und schaut, dass er alles unter Kontrolle hat, um dann richtig zuzuschlagen.“

Schumacher sei ein Fahrer, „der sich alles erst einmal anschaut und dann weiterlernt. Es gibt andere, die sind wahnsinnig schnell, wissen aber nicht warum. Wichtig ist, dass man einen Schritt nach dem anderen macht und das Erlernte immer wieder abruft. Das macht Mick wirklich gut. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass er in der Formel 1 einschlagen wird“, sagt Tost. (ck)

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