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„Muss fast was Persönliches sein“: Ralf Schumacher schießt scharf gegen Boss von Neffe Mick

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Von: Korbinian Kothny

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Nico Hülkenberg soll Mick Schumacher 2023 im Haas-Cockpit ersetzen. Onkel Ralf kritisiert Haas-Temchef Steiner wegen des Umgangs mit seinem Neffen scharf.

München – Mick Schumacher steht vor dem Aus in der Formel 1. Zum Saisonende läuft der Vertrag des 23-Jährigen bei seinem derzeitigen Arbeitgeber Haas aus. Und alles deutet darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien nach zwei Jahren nicht verlängert wird.

Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999 (23 Jahre alt) in Vufflens-le-Château
Formel-1-Fahrer bei Haas
Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher

Formel 1: Hülkenberg soll Schumacher im Haas-Cockpit beerben

Haas-Teamchef Günther Steiner bestätigte am Rande des Grand Prixs von São Paulo, dass sich der Rennstall schon auf einen neuen Teamkollegen neben dem für 2023 gesetzten Kevin Magnussen festgelegt habe. Um wen es sich dabei handelt, wollte Steiner allerdings noch nicht verraten.

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung vom Dienstag ist es aber nicht Mick Schumacher. Viel mehr soll der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher von einem anderen Deutschen ersetzt werden. Nico Hülkenberg soll nämlich 2023 im Haas-Boliden, um Punkte fahren. Steiner hatte schon am Wochenende bestätigt, den Fahrer vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi bekannt zu geben. Auf ein genaues Datum wollte sich der Südtiroler allerdings nicht festlegen.

Ralf Schumacher (li.) nimmt seinen Neffen Mick (re.) in Schutz.
Ralf Schumacher (li.) nimmt seinen Neffen Mick (re.) in Schutz. © IMAGO/Andy Hone

Haas: Haas-Besitzer kritisiert Schumacher für viele Unfälle

Dass Schumacher keine Zukunft bei Haas besitzt, hatte sich in den letzten Wochen bereits angedeutet. Steiner hatte schon seit geraumer Zeit vom 23-Jährigen gefordert, bessere Leistungen zu zeigen. „Ich denke, Mick hat eine Menge Potenzial, aber er kostet uns ein Vermögen und er hat viele Autos geschrottet“, sagte Haas-Besitzer Gene Haas unter anderem.

Einer, der das anders sieht, ist Ralf Schumacher. Mick habe gezeigt, dass er Potenzial habe, man habe aber immer das Gefühl gehabt, das Team und speziell auch Günther Steiner seien damit nicht zufrieden gewesen, egal was Mick gemacht habe, sagte der 47-Jährige dem TV-Sender Sky. 

Ralf Schumacher schießt scharf gegen Haas und Teamchef Günther Steiner

„Mit normalen Maßstäben ist das ganze Verhalten nicht zu erklären, das muss schon fast etwas Persönliches sein. Ich glaube, dass Günther Steiner nicht damit klarkommt, dass jemand anderes aus dem Team den Fokus auf sich hat. Er ist sehr gern derjenige, der im Vordergrund steht“, kritisierte der Onkel von Mick den Teamchef des US-Rennstalls.

„Ich hätte mich gefreut, wenn Günther Steiner sich gefragt hätte, ob sie als Team denn eigentlich auch gut genug sind. Wie viele Fehler haben sie gemacht? Wie oft haben sie bei den Strategien ihre Fahrer hängen lassen?“, sagte der 47-Jährige und fügte an: „Da fehlt mir jeder Bezug zur Selbstkritik.“

Mick Schumacher: Ersatz-Fahrer bei Mercedes 2023?

Haas steht vor dem letzten Saisonrennen mit 37 geholten Zählern auf dem achten Platz in der Konstrukteurswertung. Schumacher hat davon lediglich zwölf geholt. In der kommenden Saison wird der 23-Jährige nach jetzigem Stand wohl gar keine Punkte holen können, da alle Formel-1-Stamm-Cockpits schon besetzt sind.

Immerhin zeigte sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff offen, Schumacher in der kommenden Saison als Ersatzfahrer anzustellen, sollte dieser kein Stammcockpit bekommen. „Ich mache kein Geheimnis daraus, dass die Familie Schumacher zu Mercedes gehört und dass wir Mick sehr schätzen“, sagt Wolff. (kk)

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