Beim Großen Preiß der Türkei

Zwei Formel-1-Teams überraschen in Istanbul – Boliden radikal umlackiert

Vielen Formel-1-Fans werden die neu designten Boliden zweier Rennställe beim Türkei-Grand-Prix aufgefallen sein. Grund für die Neugestaltung ist ein Rückzug eines Traditionsunternehmens.

Istanbul - Beim Großen Preis der Türkei ging Mercedes-Pilot Valtteri Bottas als Sieger hervor, während sich Max Verstappen und Sergio Pérez Platz zwei und drei sicherten. Am Sonntagnachmittag machten die beiden Red-Bull-Piloten jedoch nicht nur mit ihrem Doppel-Podest auf sich aufmerksam. Beide Fahrer gingen mit einer speziellen Lackierungen an den Start.

Formel 1: Red Bull lackiert Boliden für Türkei-Rennen um – Design soll an besonderen Sieg erinnern

Statt der gewohnten blauen Aufmachung der Racing-Boliden RB16B waren diese beim Rennen in Istanbul weiß-rot. Grund für die Lackierung ist der ursprünglich geplante Große Preis in Japan, der aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Mit dem Design wollte man die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Motorenlieferanten Honda angemessen feiern. Die Japaner ziehen sich nach dieser Saison aus der Formel 1 zurück.

Nun kam die Lackierung, die an den Honda RA 272 erinnern soll, beim Rennen in der türkischen Metropole zum Einsatz. US-Rennfahrer Richie Ginther hatte in jenem Wagen 1965 beim Grand Prix von Mexiko für den ersten Formel-1-Sieg des asiatischen Unternehmens gesorgt.

Formel 1: Auch Red-Bull-Juniorenteam mit neuem Design – doch die Message ist für ein anderes Land gedacht

Doch nicht nur bei Red Bull wurde das Design des Boliden angepasst, auch beim Juniorenteam Scuderia Alpha Tauri. Dieses startete am Sonntag in einem leicht abgeänderten Gefährt - und das nicht ohne Erfolg. Pierre Gasly war einer der stärksten Fahrer und holte sich immerhin Platz sechs direkt hinter Lewis Hamilton. Die Heckflügel von Gasly und seinem japanischen Teamkollegen Yuki Tsunoda waren außerdem mit dem Schriftzug ありがとう (arigato) versehen, dem japanischen Wort für „Danke“.

Pierre Gasly holte in der Türkei Platz sechs in seinem Alpha Tauri.

Seit 2018 eint Honda und Red Bull eine Partnerschaft, in dieser Zeit gewann Red Bull 13 Grand-Prix-Rennen, auch Alpha Tauri feierte im vergangenen Jahr einen Sieg. In der gemeinsamen Zeit sprangen insgesamt 35 Podiumsplätze sowie 11 Pole-Positions heraus.

Etwas wehmütig war man angesichts des ausgefallenen Japan-Grand-Prix wohl schon bei Red Bull, wie Teamchef Christian Horner auf der Homepage des Unternehmens durchblicken ließ. „Wir haben uns alle darauf gefreut, den japanischen Honda-Fans in Suzuka die Gelegenheit zu geben, unsere extrem erfolgreiche Partnerschaft in der Formel 1 auf heimischem Boden zu feiern“, meinte Horner. Angesichts der starken Leistungen seiner Fahrer wird sei Trübsal jedoch schnell wieder verflogen sein. (ajr)

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