Humoristischer Ausblick auf die Königsklasse

Formel 1: Vettel ändert seinen Namen, Mercedes in Rot, Schumacher verweigert Abstieg zu Ferrari

Die Formel 1 steht in den Startlöchern – und mit ihr ein deutscher Geheimagent im Auftrag der Punktejagd: Sebastian Vettel. Ein humoristischer Ausblick auf die Saison 2021.

München – Sein Name ist Vettel, Sebastian Vettel. Und er fährt ein Auto, das von Aston-Martin-Konstrukteur Q mit einem Raketenwerfer ausgestattet wurde.

Was bringt das neue Jahr? Der Ausblick auf eine spektakuläre Formel-1-Saison 2021, an deren Ende Lewis Hamilton mehr als nur ein Quantum Trost braucht.

April: Wegen Corona muss der Terminkalender wieder komplett umgeworfen werden. Die Formel 1 fährt wie 2020 erneut auf völlig ungewohnten Strecken. Nach seinem Auftaktsieg in Bahrain gewinnt Geheimagent Vettel im Aston Martin AMR21, den er „Miss Moneypenny“ getauft hat, auch das zweite Rennen auf dem EuroSpeedway in der Lausitz. Beim Überholen von Checo Perez im Red Bull klappt auf dem Aston-Martin-Heckspoiler eine Botschaft von Q an Helmut Marko auf: „Dr., No!“ Fernando Alonso wird im Alpine nur Neunter und hat schlechte Laune.

Mai: Beim Großen Preis von Sizilien auf dem Circuito di Siracusa, dem vorgezogenen Kanada-Rennen, fährt Lewis Hamilton zur Halbzeit an die Box und verhandelt mit Toto Wolff weiter. Denn, was niemand wusste: Bisher ist er immer noch ohne fix unterschriebenen Vertrag unterwegs. Nach der vorläufigen Einigung wird Lewis nur 16. – obwohl er jetzt auch Sebastian Vettels luftige Strietzel-Stuck-Frisur hat. Drei Kilo Gewichtsersparnis! Checo Perez siegt und fordert eine bessere Nummer zwei bei Red Bull.

Formel 1 2021: Vettel probiert‘s mit Raketenwerfer - Reglement gibt Überraschendes preis

Juni: Vettel gewinnt den Großen Preis von Pas-de-Calais im französischen Croix-en-Ternois, nachdem er die Reifen des führenden Perez mit einem Raketenwerfer zerschießt. Eine Überprüfung ergibt, dass Raketenwerfer vom Reglement nicht ausdrücklich verboten sind. Es beginnt ein Raketenwerfer-Wettrüsten. Alpine-Fahrer und Teamchef Fernando Alonso hat sehr schlechte Laune und konstruiert sein eigenes Auto.

Juli: Beim Großen Preis der Wachau auf dem Wachauring in Melk (Niederösterreich) verrät 00-Seb, warum er dank Nestwärme wieder so schnell fährt: „Rascher, mit Love.“ Teambesitzer Lawrence Stroll adoptiert Wachau-Sieger Vettel, der fortan als Sebastian Strottel unterwegs ist.

August: Ein gut gelaunter Fernando Alonso gewinnt im Superalonso F1-21 sensationell den Großen Preis von Mittelfranken auf dem Norisring. Er knöpft Checo Perez in der Grundig-Kehre die Führung ab. 00-Seb fällt aus – und schießt sich mit einem Raketensitz aus dem Rennauto direkt in sein Aston-Martin-Cabrio im Fahrerlager, mit dem er zum Albrecht-Dürer-Flughafen fährt.

September: Der Mercedes ist beim Großen Preis von Sachsen-Anhalt in Oschersleben erstmals in Rot lackiert. Grund: Lewis Hamilton will mit der Aktion „Red Lives Matter“ auf die vielen englischen Sonnenbrand-Opfer beim Mallorca-Urlaub aufmerksam machen. Kurz vor Rennende erweist Lewis dem Veranstaltungsort die Ehre: Er hält an, weil immer noch letzte Vertragsdetails zu klären sind. Das passiert bereits zum siebten Mal in diesem Jahr. Daniel Ricciardo gewinnt und hat gute Laune.

Sebastian Vettel wird kampflos Weltmeister - Mick Schumacher verweigert Abstieg zu Ferrari

Oktober: Wegen der dritten Corona-Infektion von Charles Leclerc soll Haas-Pilot Mick Schumacher beim Großen Preis von Schottland auf dem Knockhill Racing Circuit in Dunfermline (einem Regenrennen) den Ferrari fahren. Er weigert sich aber, weil er sich sportlich nicht verschlechtern will. Auch Teamkollege Nikita Mazepin bleibt bei Haas, obwohl er mit einer Rolle im russischen Softporno „Kasatschok in Kaliningrad“ für einen Skandal sorgt. Teamchef Günther Steiner erklärt mit einem Lied von Elton John, warum er auf den Oligarchen-Zaster nicht verzichten kann: „Nikita, I need you so.“ Fernando Alonso, der erstmals als sein eigener Renningenieur tätig ist, gewinnt und erfindet während des Fahrens ein Mittel gegen Corona.

November: Sebastian Strottel, der wieder unter dem Künstlernamen Vettel antritt, gewinnt sowohl den Großen Preis der Wolga auf dem NRing Circuit in Nischni Nowgorod als auch das Saisonfinale, den Großen Preis von Norwegen auf dem Rudskogen Motorsenter in Rakkestad. Weil sich Checo Perez schon am Samstag bei -17 Grad Erfrierungen an den Zehen zuzieht, wird 00-Vettel kampflos Weltmeister. Denn Q hat eine brillante Winterreifen-Heizung konstruiert, die gleichzeitig Eiswürfelbildung im Benzinsystem verhindert.

Der starke WM-Dritte Fernando Alonso bekommt vom Alpine-Berater ein Quantum Prost und wird König von Spanien.

Ach ja: Valtteri Bottas will 2022 Lewis Hamilton schlagen und Weltmeister werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sven Simon

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