„Fast ein bisschen peinlich“

Formel 1: Ralf Schumacher schaltet sich in den Hamilton-Poker ein - und nennt entscheidende Faktoren

Ralf Schumacher kritisiert den Vertrags-Poker zwischen Lewis Hamilton und Mercedes.
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Ralf Schumacher kritisiert den Vertrags-Poker zwischen Lewis Hamilton und Mercedes.

Ralf Schumacher sieht die ungeklärte Vertragssituation zwischen Lewis Hamilton und Mercedes kritisch. Der Ex-Rennfahrer stellt eine klare Forderung.

  • Die Formel-1-Saison startet Ende März.
  • Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton ist vertragslos und steht in Gesprächen mit Mercedes.
  • Ralf Schumacher übt heftige Kritik an der Hängepartie.

München - In weniger als zwei Monaten hat das lange Warten endlich ein Ende. Die neue Saison in der Formel 1 beginnt. Doch der beste Fahrer muss sich noch immer gedulden - Lewis Hamilton hat keinen Vertrag für 2021. „Wie kann das nur sein“, fragen sich Fans der Motorsport-Königsklasse. Diese Frage stellt sich auch Experte Ralf Schumacher und hat dazu eine klare Meinung.

Formel 1: Ralf Schumacher macht Hamilton-Poker fassungslos

„Jetzt haben wir Februar und der wichtigste Mann zur Zeit in der Formel 1 - der siebenfache Weltmeister - ist immer noch nicht fix“, sagte der jüngere Bruder von Michael Schumacher bei Sky und fügte hinzu: „Ich finde es fast ein bisschen peinlich und schade, muss ich ehrlich sagen.“

Der Vertrag von Lewis Hamilton lief Ende letzten Jahres aus. Der Rekord-Weltmeister verhandelt seit Monaten mit Mercedes über eine Verlängerung. Mercedes-Teamchef Toto Wolff machte zuletzt Hoffnung. Allerdings läuft dem Team so langsam die Zeit davon. Am 2. März wollen die Silberpfeile ihren neuen Wagen für die kommende Saison vorstellen, Mitte März sind Testfahrten in Bahrain geplant. Der Saisonstart ist für den 28. März in Bahrain terminiert.

Formel 1: Ralf Schumacher warnt Hamilton und fordert Entscheidung

Schumacher verliert bei der Thematik allmählich die Geduld und fordert den 36-jährigen Hamilton zum Handeln auf. „Eines ist auch klar, die Formel 1 ist stärker als jedes Individuum“, betonte der Ex-Rennfahrer. Hamilton müsse sich „einen Ruck geben“. Schumacher gab Hamilton zudem zu bedenken, dass George Russell bei dessen Einsatz im Mercedes in Bahrain 2020 das Rennen beinahe gewonnen hätte: „Das Risiko darf Lewis auch nicht vergessen.“ Hamilton hatte damals wegen einer Corona-Infektion pausieren müssen.

Hamilton fordert angeblich einen Vertrag über drei Jahre, Mercedes bietet nur zwei. Zudem soll sich der Brite mehr Einfluss bei Team-Entscheidungen wünschen und am Gesamtgewinn partizipieren. „Lewis ist unheimlich wichtig, nicht nur für unser Team, sondern auch für die Marke Mercedes. Aber die Landschaft verändert sich gerade“, erläuterte Wolff und verwies auf die Budgetdeckelung und das neue Reglement ab 2022 in der Formel 1. „All das sind Faktoren, die für unsere Gespräche natürlich eine Rolle gespielt haben“, erklärte der Österreicher. (ck)

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