Bald gehen sie getrennte Wege

Formel 1: Gebeutelter Sebastian Vettel lacht nach Platz 3 über Ferrari-Boss - „Und das ausgerechnet, wenn ...“

Sebastian Vettel (r.) nimmt F1-Weltmeister Lewis Hamilton in den Arm
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Sebastian Vettel fuhr in Istanbul endlich einmal wieder aufs Podium.

Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Istanbul endlich wieder aufs Podium gefahren. Der Ferrari-Star hat dafür eine Erklärung, die einem Seitenhieb an den (Noch-) Arbeitgeber gleicht.

  • Sebastian Vettel ist bei Großen Preis der Türkei in Istanbul auf den 3. Platz gefahren.
  • Es war Vettels erster Podiumsplatz seit über einem Jahr (27. Oktober 2019).
  • Der Ferrari-Star macht mit einem Augenzwinkern das Fehlen vom Teamchef Mattia Binotti dafür verantwortlich.

München - Es war eine spektakuläre Schlussphase in der Formel 1 beim Großen Preis der Türkei in Istanbul. Charles Leclerc scheiterte beim Versuch, sich Platz 2 von Sergio Perez zu schnappen, weshalb Sebastian Vettel letztlich zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder auf Podium fahren konnte.

Formel 1: Sebastian Vettel mit Seitenhieb an Rennstall Ferrari

Natürlich war die Laune beim jungen Monegassen anschließend alles andere als ausgelassen.

Ganz anders bei Vettel, der sich sehr über seinen dritten Platz in Istanbul freute - und das nach einem mehr als durchwachsenen Jahr auch völlig zurecht. Böse Zungen behaupteten anschließend, dass das Top-Ergebnis der Scuderia mit der Abwesenheit von Mattio Binotti zusammenhinge.

Der Ferrari-Teamchef war auf Testzwecken im heimischen Maranello geblieben, weil er ausprobieren wollte, ob er aufgrund des engen Terminkalenders in der kommenden Saison (23 Rennen) sein Team auch aus der Ferne leiten könne. Offensichtlich klappt das ganz gut - und natürlich kam Binottis Abwesenheit auch nach dem Rennen zur Sprache.

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„Ich glaube, wir haben mehr Punkte gesammelt als bei jedem anderen Rennen in diesem Jahr“, erklärte Vettel: „Und das ausgerechnet, wenn Mattia nicht da ist!“ Damit hatte der Hesse Recht, denn 27 Punkte holte die Scuderia an keinem anderen Rennwochenende bislang in dieser Saison.

Daher meinte Vettel mit einem Augenzwinkern: „Wenn wir im nächsten Rennen nicht mehr so viele Punkte holen, sollten wir darüber nachdenken, ihn immer zu Hause zu lassen.“ Will man bei der Scuderia also ganz neue Seite aufziehen, sollte Ferrari bei Großen Preis von Bahrain am 29. November also eine nicht ähnlich starke Performance abliefern?

„Im Ernst“, revidierte Vettel: „Das hat damit natürlich nichts zu tun. An sowas glaube ich nicht.“ Binotti wird also aller Voraussicht nach in zwei Wochen wieder mit dem Team reisen. Und letztlich sind es lediglich noch drei Rennen, in denen Vettel für die Scuderia fährt. Ab der kommenden Saison fährt der 34-Jährige den Boliden von Aston Martin. (smk)

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