„Mir reicht‘s“

Mittelfinger-Eklat und wüste Beschimpfungen in der Formel 1 – „Idiot” Mick Schumacher mittendrin

Schon vor dem Qualifying zum Großen Preis der USA geht es in Austin zur Sache. Gleich zweimal fällt im Fahrerlager das Wort „Idiot“, auch ein Mittelfinger war zu sehen.

Austin - Schon zwei Tage vor dem Großen Preis der USA kochen in der Formel 1 die Emotionen über: In den Trainings vom Freitag (22. Oktober) fiel zweimal das Wort „Idiot“ – im zweiten freien Training war sogar ein Mittelfinger zu sehen. Er gehörte Max Verstappen und galt Weltmeister Lewis Hamilton. Was war passiert?

Der Reihe nach: Bereits im ersten freien Training schimpfte Red-Bull-Pilot Sergio Pérez: „Was ein Idiot!“ Er meinte nicht Hamilton, sondern Mick Schumacher. Pérez war dabei, den Deutschen in einer Kurve zu überholen. Dann kam es zur Berührung der beiden. Im Team-Funk wetterte er: „Er guckt nicht in seine Spiegel.“

Formel 1: Beim Großen Preis der USA geht es heiß zur Sache – Verstappen beschimpft Hamilton

Ein paar Stunden später beschimpfte dann Verstappen Weltmeister Hamilton nach einem Rad-an-Rad-Duell über die komplette Start- und Zielgerade als „dummen Idioten“ und zeigte Hamilton den Mittelfinger. Verstappen kam nicht zur erhofften ganz schnellen Runde und war deswegen hörbar angefressen. „Mir reicht's“, funkte der WM-Spitzenreiter, nachdem er ein weiteres Mal von anderen Autos an freier Fahrt gehindert wurde. Er kam in die Box und wechselte in den Testmodus für die Langstrecke.

Im ersten Training hatte Verstappen als einziger Fahrer weniger als eine Sekunde Rückstand auf die Mercedes von Valtteri Bottas und Hamilton. Bei noch mal deutlich wärmeren Asphalttemperaturen von 38 Grad am Nachmittag waren Perez und auch Lando Norris im McLaren schneller als Hamilton und Bottas.

Formel 1: Wer hat in den USA die Nase vorne – Hamilton oder Verstappen?

Mit fünf Siegen aus den bisherigen acht Rennen ist Hamilton Favorit am Sonntag. Aber auch Verstappen hatte in der Vergangenheit schon sehr gute Resultate auf dem bei den Fahrern beliebten Kurs. „Es ist eine gute Strecke, ein Kurs, bei dem man das Fahren genießen kann. Man kann hier auf jeden Fall überholen, das macht es besonders“, hatte er am Donnerstag gesagt.

Positiv für Red Bull: Bottas hat wie Sebastian Vettel im Aston Martin und George Russell im Williams einen neuen Motor bekommen und wird in der Startaufstellung am Sonntag deswegen bestraft. Er muss fünf Plätze nach hinten. „Wir leiden etwas bei der Zuverlässigkeit in diesem Jahr, das ist glaube ich der sechste Motor für Valtteri“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Vettel und Russell bekommen jeweils ihre vierte Antriebseinheit. Weil sie weitere Teile wechselten, müssen beide vom Ende des Feldes ins Rennen (hier im Live-Ticker) starten. (dpa/jo)

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