Schumi junior profitiert direkt

Formel 1: Mick Schumacher dank neuer Regel schon jetzt im Ferrari-Team - Irre Absprachen möglich

Mick Schumacher gehört der Ferrari-Nachwuchsakademie an.
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Mick Schumacher gehört der Ferrari-Nachwuchsakademie an.

Mick Schumacher geht in seinem ersten Jahr in der Formel 1 für Haas an den Start. Der Kundenstall ist dem Ferrari sehr ähnlich.

  • Mick Schumacher tritt in der Formel 1 in die Fußstapfen seines Vaters.
  • Der Formel-2-Champion fährt nächstes Jahr für Haas, dem Kundenstall von Ferrari.
  • Eine neue Regel könnte die Zusammenarbeit zwischen Haas und Ferrari intensivieren.

Kannapolis - Der Name Schumacher ist eng mit Ferrari verbunden. Mick Schumacher steht im nächsten Jahr vor seiner Debüt-Saison in der Formel 1. Der Sohn von Michael Schumacher geht aber nicht für die Scuderia an den Start, sondern für den Ferrari-Motorenpartner Haas.

Ferrari erlebte 2020 ein Jahr zum Vergessen - am Saisonende stand mit Platz sechs das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren. Auch der Kundenstall Haas blieb mit nur drei Punkten deutlich hinter den Erwartungen, der Ferrari-Motor war einfach zu schwach. 2021 wollen die Italiener zumindest wieder das Mittelfeld anführen. „Dritter zu werden, ist nicht völlig unmöglich. Das muss unser Minimalziel sein“, erklärte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der das diesjährige Ergebnis als „unzureichend“ bewertete. Der Ferrari-Motor, 2020 das große Manko, mache „gute Fortschritte“.

Formel 1: Mick Schumacher schnuppert schon Ferrari-Luft

Das dürften auch gute Nachrichten für Mick Schumacher sein, der in seiner Debüt-Saison nicht in einem komplett unterlegenem Rennwagen sitzen möchte. Und es kommt noch besser für den 21-jährigen Rookie. Aufgrund der neuen jährlichen Ausgabenobergrenze von 145 Millionen Dollar (umgerechnet 120 Millionen Euro) sei Ferrari gezwungen, „die Entwicklungskosten zu senken und sich effizient neu zu organisieren“. Hierzu gehöre auch die Versetzung einiger Techniker zum Kundenstall Haas um Mick Schumacher und seinen Teamkollegen Nikita Mazepin, der trotz Mega-Skandal sein Cockpit behalten darf. „Mir ist es lieber, wenn die Jungs sie verstärken, als wenn sie der Konkurrenz zur Verfügung stehen“, sagte Binotto.

„Diese Personen, die zu Haas wechseln, werden in Maranello in einem von der Scuderia Ferrari komplett separaten Gebäude sein. Sie haben auch kein Zugang zum Werksteam“, erklärte Binotto. Zwischen beiden Teams solle es keine Absprachen geben. „Ich glaube, dass Haas dadurch seine Organisation und die Technikabteilung stärken kann. Haas wird im Vergleich zu Ferrari ein völlig unabhängiges Team bleiben. Wir tauschen auch keine Informationen aus“, versprach der 51-Jährige.

Die Realität dürfte allerdings anders aussehen, denn schon in der vergangenen Saison war Haas dem Ferrari verdächtig ähnlich. Schumacher gehört seit Anfang 2019 der Ferrari-Nachwuchsakademie an, sein Weg nach Maranello scheint vorgezeichnet. Der Vertrag des Spaniers Carlos Sainz, der das Cockpit des aussortierten Sebastian Vettel übernimmt, läuft zunächst bis Ende 2022. Dann könnte Schumi junior in die Fußstapfen seines Vaters treten. Binotto hatte zuletzt immer wieder betont, die Ferrari-Akademie bilde seine Talente „nicht für die Formel 1 aus, sondern für Ferrari“. (ck)

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