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Ralf Schumacher: Bruderduell nicht so bedeutend

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Ralf Schumacher. © dpa

München - Die Aussicht auf erneute PS-Duelle mit Bruder Michael spielen für Ralf Schumacher keine große Rolle - sollte es mit einer Rückkehr in die Königskasse nicht klappen, würde für den 34- Jährigen auch keine Welt zusammenbrechen.

“Da es nicht mein primäres Ziel ist, zurück in die Formel 1 zu kommen, hätte ich damit kein Problem“, sagte er am Dienstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. Trotz Gelassenheit würde Ralf Schumacher aber gern noch mal durchstarten - so wie es Bruder Michael bei Mercedes Grand Prix in den kommenden drei Jahren machen will.

“Gegen Michael anzutreten, ist nicht so von Bedeutung für mich“, stellte Ralf Schumacher aber klar. Derzeit sei es eher ein Traum der Medien, “aber manchmal werden Träume auch mal Realität“, orakelte der Kerpener mit Wohnsitz Salzburg. Absolut fit ist er nach eigenem Bekunden. “Ich mache seit 2 Jahren ein stringenteres Fitness- und Krafttraining als noch zu meiner aktiven Formel-1-Zeit, darin würde ich kein Problem sehen“, sagte Ralf Schumacher. Ende 2007 war er nach insgesamt 180 Rennen zurückgetreten. Mit sechs Siegen ist er weiterhin der zweiterfolgreichste deutsche Pilot - hinter seinem ab Sonntag 41-jährigen Bruder.

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Die Vergleiche mit dem übermächtigen Bruder wird er nicht los - erst recht nicht, seit er auch sein Interesse an einer Rückkehr mitteilte. “Im Verhältnis zu seinem großen Bruder Michael Schumacher hat der sechs Jahre jüngere Ralf nur ein Fünfzehntel des Erfolgs in der Formel 1 gehabt“, rechnete die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstag) vor. Und “Die Welt“ mahnte, er solle “dem großen Bruder nicht jeden Unsinn“ nachmachen.

“Klasse“ fände Bernie Ecclestone das Comeback auch des zweiten Schumachers. Allerdings wies der 79-jährige Formel-1-Geschäftsführer in der “Bild“ zugleich daraufhin: “Wir haben nächstes Jahr vier amtierende oder ehemalige Weltmeister mit Alonso, Hamilton, Button und Schumacher auf der Piste. Ich kann mich nicht erinnern, wann es das zuletzt gab.“

Ralf Schumacher erklärte unterdessen, dass er “auf alle Fälle ernsthaft darüber nachdenken“ würde, sollte es ein “interessantes und für mich attraktives Angebot in einem konkurrenzfähigen Formel-1-Team geben“. Besonders viele gibt es davon eigentlich nicht mehr. Mercedes, McLaren-Mercedes, Ferrari und Red Bull haben ihre Cockpits allesamt vergeben. Ein Platz ist jeweils noch bei Renault und Sauber sowie Toro Rosso frei. Geld spielt bei seinen Überlegungen keine Rolle. “In erster Linie muss es eine gute sportliche Rahmenbedingung für mich geben. Um finanzielle Aspekte geht es mir dabei überhaupt nicht“, sagte er. Ein Angebot - wohl eines der vier neuen Teams - lehnte Ralf Schumacher ab.

Zuletzt war Ralf Schumacher in der Formel 1 für Toyota gefahren. Siege: Fehlanzeige. Die sechs Erfolge, auf die Schumacher in seiner Formel-1-Vita verweisen kann, stammen aus seiner Zeit beim damaligen Williams-BMW-Team. Seit seinem Rücktritt Ende 2007 und damit ein Jahr nach dem Ausstieg seines Bruders Michael gibt Ralf Schumacher für Mercedes im Deutschen Tourenwagen-Masters Gas. Der ganz große Durchbruch ließ jedoch noch auf sich warten. “Wie man an meinen bisherigen Ergebnissen nach zwei Jahren DTM sieht, hab ich auch das Potenzial aus der AMG Mercedes C-Klasse noch nicht ganz ausschöpfen können“, räumte Schumacher ein, der es bisher nicht aufs DTM-Podest schaffte.

dpa

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