Schumacher Ehrenbürger von Spa

+
Michael Schumacher ist jetzt Ehrenbürger

Spa - Michael Schumacher ist neuer Ehrenbürger von Spa. Der Rekordweltmeister der Formel 1 wurde am Donnerstag im Rathaus der 10 500 Einwohner großen Gemeinde von Bürgermeister Joseph Houssa ausgezeichnet.

Bei dieser Unterschrift musste Michael Schumacher nicht lange überlegen. Im Rathaus der 10 500 Einwohner zählenden Gemeinde Spa trug sich der Rekordweltmeister der Formel 1 am Donnerstag ins Goldene Buch ein. Von Bürgermeister Joseph Houssa wurde er zum neuen Ehrenbürger der belgischen Kleinstadt ausgezeichnet. „Ich habe ja die Strecke in Spa schon immer als mein Wohnzimmer bezeichnet, nun habe ich auch die offizielle Bestätigung, dass ich hier 'wohne'“, sagte Schumacher.

Schumacher liebt Spa - und Spa liegt dem sechsmaligen Gewinner auch vor dessen 300. Grand Prix zu Füßen. Vor den Türen des Hôtel de Ville warteten die Fans. Auf dem Weg zur Strecke prangte an einer Hauswand in Francorchamps ein riesiges Plakat mit der Aufschrift: „Michael make it 400“ („Michael, mach die 400“).

Dazu müsste Schumacher allerdings sogar noch einige Jahre dranhängen, bei mittlerweile 20 Grand Prix pro Saison und nach 308 Schumacher-Rennen am Ende dieses Jahres. Macht er im Mercedes noch ein Jahr weiter, wird er zumindest die Rekordmarke seines einstigen Sekundanten während der gemeinsamen Ferrari-Zeit, Rubens Barrichello, mit 323 Rennen knacken.

Die Gespräche über die Zukunft des Piloten laufen. Wie sie ausgehen oder wie der Stand ist: keiner der Beteiligten will etwas verraten. Ein Sieg - es wäre Schumachers erster seit seiner Rückkehr 2010 - würde die Verhandlungen allerdings auch nicht maßgeblich beeinflussen.

„Siege kann man nie genug haben, aber es geht hier um beste Perspektiven und nicht um den besten Einzelerfolg“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. „Jeder in der Formel 1 und ganz besonders in unserem Team würde sich sehr freuen, wenn Michael in dieser Saison ein Rennen gewinnen könnte“, pflichtete Teamchef Ross Brawn bei. Jener Wegbegleiter und Erfolgsbereiter, der an allen sieben WM-Titeln Schumachers mitentscheidend beteiligt war.

Brawn war es auch, der die Rückkehr des 91-maligen Grand-Prix-Gewinners initiierte, nachdem dessen erster Versuch als Ersatz für den damals verunglückten Felipe Massa im Sommer 2009 bei Ferrari aus gesundheitlichen Gründen fehlgeschlagen war. „Michael und ich kennen uns schon seit einer sehr langen Zeit. Wir haben gemeinsam sehr viel in diesem Sport erlebt“, sagte Brawn der dpa. „Natürlich pflegen wir ein sehr gutes Verhältnis zueinander und das hilft, aber das ist nur einer von vielen Faktoren.“

Seine mittlerweile 43 Lenze sind für Schumacher kein Hindernis. „Mit dem Alter hat das sicher nichts zu tun“, hatte er mit Blick auf einen möglichen WM-Kampf im kommenden Jahr bekräftigt - im Januar 2013 wird Schumacher 44 Jahre alt. Der Perfektionist, der mindestens so fit wirkt wie zu allerbesten Erfolgszeiten, will wissen, wohin der Weg führt. Mit dem erhofften ersten Sieg im Silberpfeil hat es bis dato nicht geklappt - vom achten WM-Triumph ganz zu schweigen.

Im nächsten Jahr ändert sich das Regelwerk kaum. Erst 2014 kommt es zur großen Reform mit dem Wechsel auf die V6-Turbo-Motoren. Und ob Schumacher damit auch noch in Spa Gas geben wird, ist offen. Was bleibt, ist aber auf jeden Fall die Unterschrift ins Goldene Buch von Spa.

dpa

Die Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare